Originalpläne der GASCOGNE gefunden

Begonnen von harold, 02 November 2006, 01:33:16

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harold

Hab's mir grade angesehen, Gratulation!
Morgen/übermorgen sind weitere Pläne bei mir - schick mir per PN deine maildaddy, und dann bekommst du Post, Ulrich!-

Hier nun ein screenshot der Gewichtskalkulation von G in völlig leerem Zustand, dh. alle Ausrüstungsgegenstände, Munition etc an Bord, jedoch weder Mannschaften, Lasten, Bebunkerung.



Sie ist nahezu perfekt ausbalanciert, ihre Maxima liegen dort, wo gleichzeitig entsprechende Auftriebsberge der eigengenerierten Wellen bei ökonomischen Geschwindigkeiten sind ...also, Schlussfolgerung, auch aus der Gewichtsverteilung: anders kann sie nicht ausgesehen haben (im Inneren, wohlgemerkt, an die Fassade geh ich morgen/übermorgen, nachdem mir Bruno die Clémenceau-Originale des Herrn Dumas scannt).

Ciao,
Harold
4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

harold

...die Pläne von Hrn. Dumas sind angekommen. Der Witz bei der Sache : seine Kopien sind die "letzten Zeugen", denn die Originale sind dem SAA. abhanden gekommen (oder, besser gesagt, auf immer verlegt).

Gehn wir mal davon aus, dass ein "standard conning tower" für die Schiffarchitektur von Clémenceau und Gascogne vorgesehen war, und montieren wir mal die entsprechenden Umzeichnungen von Dumas' Plansendung in die bislang gesicherten Gascogne-Zeichnungen rein:



rot, wie auch bisher, die Planumzeichnung von Bruno's Fund; blau die entsprechende Metrierung und die Waffenpositionen anhand des "devir d'armement", und schwarz nun die Umzeichnung der Clémenceau-Pläne.

Der Schornstein-Turm passt perfekt, der vordere Kommandoturm ist um ca 5% kleiner geraten, korrespondiert jedoch mit den Unterbauten bestens.
Die Kranpositionen sind OK, was mir noch zu grübeln gibt, ist der Deckskantenverlauf zwischen Kommandoturm und 152mm- Positionen.
Naja, morgen ist auch noch n Tag, ich verhol mich mal inne Koje und tu dann weiter...
:MG: Harold

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- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

wer

Zitat von: harold am 26 November 2006, 03:07:40
...die Pläne von Hrn. Dumas sind angekommen. Der Witz bei der Sache : seine Kopien sind die "letzten Zeugen", denn die Originale sind dem SAA. abhanden gekommen (oder, besser gesagt, auf immer verlegt).

Und keiner weiß wohin?

Gruß

Christian

harold

Jo, und keiner weiß wohin!
Allein das Potsdam-Archiv sind ca 147 Laufmeter (und zwar ungeordnet!), die Aufarbeitung wird noch Jahre dauern... und manche schönen Funde bringen. Bruno hat mir eine offizielle Aktennotiz dazu geschickt, die werd ich mal übersetzen und reinstellen.

Ciao,
Harold
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harold

...zur Methode der Umzeichnung, die mach ich wie gewöhnlich:



Hier sind bereits die verschiedenen Niveaus farblich voneinander abgehoben, um die Übersicht zu wahren. Der mir vorliegende Plan ist ein Längsschnitt - dh. die Außenansicht ist zu rekonstruieren.
Unten das vorläufige Zwischenergebnis



...und gleich zu den ersten Unstimmigkeiten, alle im Bereich "grün"; die Niedergänge machen mir Sorgen, und auch die um eine halbe Deckshöhe versetzte Signalplattform zwischen Admiralsbrücke und achteren Vierlingsständen.
Inzwischen haben Bruno und Herr Dumas die Skizze, mal sehen, was die beiden dazu so meinen.

Sollte jemand von euch die Dingers im "grünen Bereich" (ha, was Spott!) mit einer simplen und schönen Erklärung in Einklang bringen können, weiß ich, dass a) Nachtarbeit schändet, und b) Betriebsblindheit bei mir latent ist...

:MLL: Harold
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harold

Nach ein paar berufsbedingten Pause-Tagen gehts jetzt weiter...
Bin grad dabei, die diversen Quellen zu akkordieren.



o- ganz oben, die Umzeichnung nach Bruno's Fund,
o- darunter die graphische "Baustelle" (jede Farbe verweist auf die entsprechende Quelle:
  -rot: Planfund
  -blau: Positionsleiste und Dumas-Daten,
  -violett: Artillerie nach diversen Planfunden
  -schwarz: Aufbauten nach Clémenceau-Plänen),
o- schematisch die innere Unterteilung, angepasst nach den letzten Gascogne-Plänen,
o- schematischer Seitenriss zur Kontrolle.

Ist aber nix Endgültiges ...just work in progress...

Ciao,
Harold





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harold

Verzwicktere Ecken versuche ich mit den üblichen Tricks zu entschlüsseln...

Hier mal die Umzeichnung zu den Brücken-Niveaus - die sind ja sowieso schon in Gruppen geteilt, also brauch ich sie nur noch separieren, a bissl färbeln, drehen, zusammenstauchen und dann vertikal orientieren...



Ohne viel weitere Mühe werden dann draus "pseudoperspektivische" Ansichten, die als Diskussionsgrundlage zur Planinterpretation dienen können.



Viele-viele Fragen sind natürlich noch offen...

Ciao,
Harold

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Ralf

Gruß
Ralf
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,,Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!"
Gorch Fock

Jefgte

 :=D> :=D> :=D>

Bravo l'Artiste
You are the "Gascogne Picasso"
::Y> ::Y> ::Y>


Jef :OuuO:
1/700 WL scratchbuilt in progress
- HMS Lion
- SMS Friedrich dre Grosse
- USS Arkansas

Ulrich Rudofsky

Man kann kaum drauf warten was das nächste Bild zeigen wird  8-) 8-)
Ulrich Rudofsky

harold

Langsam bekommt die Umzeichnung Gestalt:



...fehlt noch so einiges, und die Niveaus des Brückenturms müssen auch noch einzeln rausgezeichnet werden; aber generell macht sie sich.
Die Positionen der Bullaugen sind -nach den mir vorliegenden Plänen des CAA vom vorletzten Projekt- mit dem "Innenleben" und den Spanten akkordiert (d.h. zu 95% korrekt), die Frage der Schussfelder der Flak ist ebenfalls geklärt (Satzfehler...).

Monsieur Dumas recherchiert parallel dazu nochmals die Archive - kannsein, dass da noch einige Überraschungen drin sind. Ich rapportier's dann.

Ciao,
Harold
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Ulrich Rudofsky

Ich glaube, dass das optische oder mechanische Fehler im Kopieren oder Reduzieren  sein könnten.  :|
Ulrich Rudofsky

torpedo mixer

Hallo Harold,

mit welchen Programm zauberst Du denn die Zeichnungen hin ? - sonst andächtiges Schweigen ...

Gruß,

der Mischer - TM
WoW: [FMA] torpedo07

harold

Ja dankeschön für die Rückmeldungen-!

Zur Verzerrung der Pläne, die ist eigentlich nicht so sehr das Problem, da die meisten eine gut metrierte Mittelachse haben. Die Schwierigkeiten beginnen eigentlich erst dort, wo die Strichstärke (oder die summarische Behandlung von Details) keine Feinheiten mehr zeigen.

zB gibts von den 13.5-mm-Vierlingen so gut wie keinerlei Planunterlagen und auch recht wenig Fotos. Naja, dann muss ich eben diese dürftigen Informationen kombinieren...



...Parallaxen aus Fotos tilgen (geht gut mit entsprechenden optischen Tricks), vereinfachte Planzeichnungen "ent-orakeln" etc.
Diese Zwischenversion benütze ich dann, um gezielt nach weiteren Informationen zu forschen - bei den 37mm-Zwillingstürmen hat's ja dann auch hervorragend geklappt... (dauert halt manchmal).

Ja, zum verwendeten Programm: Corel Draw (12), mit Corel arbeite ich eigentlich schon seit der Version 3, und viele der Illustrationen für's Forum sind mit der 6er und 7er-Version gemacht.
AutoCad soll gut sein, hab ich auch mal probiert, aber das große Manko für mich ist, dass ich dort weder vernünftig jpg-s importiert weiterbearbeiten kann, noch wirklich seriös mit Farbfüllungen arbeiten.

Im Training bin ich aus ganz anderen Gründen... vor ca 25 Jahren hab ich mal eine Architektur-Arbeit "verbrochen", damals noch mit Reißfeder und Tusche; und für diverse Vorträge oder Fachartikel hab ich vor etwa 5 Jahren begonnen, die damaligen Thesen-Illustrationen zur gotischen Baugeometrie computermäßig neu zu gestalten.

Der Import von eingescannten Plänen und die jeden Maßstab zwischen 1:500 und 1:5 erlaubende Herumzoomerei haben mich damals überzeugt - und auch da gings um alte Kupferdruck-Bögen von 1839, auf feuchtigkeitsempfindlichem Papier, oder noch schlimmer: Risse auf Pergament, ausm 15. Jhdt (na díe waren verzogen!).
Kommt mir natürlich jetzt zugute!

Ciao,
Harold
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harold

Servus miteinander,

inzwischen geht's in die Details ... dh. von jeder größeren Baueinheit Drei- oder Mehrseit-Ansichten mit Decksauszügen herstellen.



Natürlich fehlen da auch noch die Untersichten der weitauskragenden Brückendecks, kommt alles noch...

Ein bissl kann ich die Katze ja aus dem Sack lassen.
Für meine eigenen Modellbauzwecke würde mir das schon reichen (die Kleinigkeiten kann ich mir mit Bleistift noch reinskizzieren-), aber inzwischen hat ein Modellbau-Hersteller Interesse angemeldet, sowohl Gascogne, als auch Clémenceau und Jean Bart als 1/700-er Resinmodell zu produzieren, mit Fotoätzteilen sowie gedrehten Geschützrohren.
Also eher die Sorte "für den Feinspitz"...

Nun, und da die Pläne derzeit sowieso meinen Schreibtisch blockieren ...  :-D ...bevor jetzt jemand auf blöde Gedanken kommt, nein, ich mach das nicht kommerziell, sondern bekomme dann jeweils nur ein "Beleg-Exemplar" zur Verfügung gestellt.
Also sollte ich meine Zeichnerei eher seriös weiterführen - könnt ja noch was Nettes draus werden.

Ciao,
Harold
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