Einheitslinienschiff IJN Mikasa von Merit International im Maßstab 1:200

Begonnen von madtatt, 07 Dezember 2025, 17:19:45

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

madtatt

Hallo Ernst.

Vielen Dank für deine äußerst positive Rückmeldung. Es ist immer schön, wenn die eigene Arbeit anderen gefällt und so gut ankommt.
Es befriedigt doch sehr wenn ich weiß, das der ganze Detailwahn den ich hier veranstaltet habe zu etwas gut war.  :MG:

Zitat von: HeavyMetalUrOpa am 27 Juli 2026, 16:53:57P.S.: Deine Erläuterungen und Tipps im Airbrush-Thread haben mich jetzt auch zum Airbrush gebracht. Meine ersten Versuche starten gerade mit Gaahleri Equipment (H&S kommt dann wohl später wenn die Übung vorhanden ist und sitzt)

Sehr schön. :TU:)
Das freut mich, das du jetzt zum Luftpinsel gefunden hast. Bin gespannt auf deine ersten Gehversuche und hoffe du lässt uns in "Alles rund ums Lackieren" daran teilhaben.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Ahoi Leute.
Zum Warmwerden nach meinem Urlaub, erst mal wieder eine Kleinigkeit die noch fehlte.
Das Krönchen für die Schornsteine.
Zuerst wieder alle Einzelteile für das Schornsteingitter ausgeschnitten.



Erneut eine sehr filigrane Arbeit.
Man muss verdammt aufpassen, wenn man die Schnittstellen der Stege die das Bauteil in der Platine gehalten hat glattschleift.
Der Zusammenbau gestaltet sich dann einfacher. Ich habe vier kleine Leisten benutzt damit der Ring plan aufliegt, wenn ich die Streben verklebe.



Und drauf damit auf den Schornstein.



Und wieder eine Wissensfrage an die maritimen Experten unter euch.
Ich dachte immer das diese Gestelle für Segeltuchplanen waren, die dann das Schlotkleid bilden und den Kessel vor Regen schützen.
Aber selbst im Hafen soll der Kessel ja fast nie vollständig erloschen sein, da die Schiffe permanent Dampf für die Stromgeneratoren (Licht, Funk, Pumpen) und zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft erzeugen mussten. Ein Gestell mit Segeltuchplane wäre also verbrannt oder durch Ruß zerstört worden.



Daher nun meine Frage.
Sind das vielleicht Splitterschutz-Gitter anstatt Spriegel für Planen? Dienten sie dazu, das Hineinfallen von feindlichen Granatsplittern, Trümmern oder im Gefecht herabstürzenden Masten in die Kesselräume zu verhindern???
Oder waren das Behelfsgestelle die während der aktiven Zeit des Schiffes einfach an ihrem Platz blieben um dann die Planen zu tragen, die bei einer vollständigen Außerdienststellung aufgezogen wurden zum Beispiel bei einer monatelangen Liegezeit in der Werft oder im kalten Winterlager?
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Ich denke, meine Frage ist zufriedenstellend beantwortet worden.

Ich bin mit Usern aus anderen Foren übereingekommen, dass das Gerüst primär der Befestigung einer Schornsteinabdeckung (Wetterschutzplane) diente, wenn die Kessel außer Betrieb waren.
Das Gerüst verblieb dann der Einfachheit halber im Normalbetrieb des Schiffes auf dessen Schornstein, während die Plane entfernt wurde um sie vor Hitze und Ruß zu schützen.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Weiter mit den Details die scheinbar nicht enden wollen.

Dafür alles ausgeschnitten und vorbereitet.



Als erstes zum Einstimmen, die fehlenden Deckel an der Bugkanone angebracht.



Alle fehlenden Beschläge und die einzelne Ankerkette an Backbord verbaut.



Keine große Sache.



Steuerbord habe ich noch zwei Kettenauflagen zusätzlich installiert.
Das ist zwar in keiner meiner Bauanleitungen so vorgesehen, aber ich habe mir Bilder von verschiedenen Linienschiffen angesehen. Da liegt die Kette für den Reserve Anker definitiv auf einer Halterung und hängt nicht stark durch.



Und so sind auf dieser Seite für beide Anker die Ketten verlegt worden, was ein ganz schönes Gewusel ergibt.



Das Ergebnis gefällt mir aber recht gut und ich bin damit wieder ein Stückchen weiter am Bug.

Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Die nächsten Details stehen auf der Tagesordnung.
Wieder unzählige Einzelteile aus den Platinen geholt und entgratet.



Wie schon am Bug, werden weitere Beschläge entlang des Rumpfes angebracht.



Auch die runden Kasematten haben nun Ihre Deckel bekommen.



Bei der oberen Kasematte habe ich mal eine Hälfte geschlossen dargestellt, der Abwechslung wegen.



Hier mal wieder ein kleines Kunstwerk von Pontos. Der Abwurfkäfig für die Rettungsringe in Richtung Heck.



Und fix angebracht.



Zu guter Letzt noch die Klappen für die Heckkanone. Damit ist Backbord der letzte Deckel an den Stückpforten verbaut.



Ich ahnt es vielleicht schon, das gleiche noch mal Steuerbord.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Weiter mit den Beschlägen auf der Steuerbord Seite.
Ich simuliere die letzten Scharniere an den Stückpforten Deckeln.



Geschafft, die letzten Deckel sind lackiert und bereit angebracht zu werden.



Das Modell wieder auf die Seite gelegt, um sich von der Schwerkraft beim ankleben helfen zu lassen.



Das erleichtert das Positionieren der kleinen Beschläge doch ungemein. Man kann sie vernünftig ausrichten und der Kleber kann durchhärten, da sie einfach auf dem Rumpf stehen bleiben



Diese kleinsten Bauteile lackiere ich tatsächlich erst, wenn sie schon am Rumpf angebracht sind. Ist einfach simpler.



Alles fertig gealtert und so habe ich auch diesen, doch sehr trockenen Bauabschnitt hinter mich gebracht.



Endlich sind alle Deckel an den Kasematten in Position.



Jetzt geht es ganz hinten am Heck mit den letzten beiden Spieren und der Galerie weiter.

Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Heute für euch eine kleiner Mini Baubericht.

Ich habe die letzten beiden Spieren am Heck angebracht und das folgende Bild veranschaulicht schon recht gut, warum ich froh bin das ohne Blessuren über dir Bühne bekommen zu haben.
Die feinen Ätzteil-Seile mussten an der Öse um 90 Grad verdreht werden um im richtigen Winkel an der Spiere zu hängen.



Und so mache ich jetzt kein weiteres Aufsehen und präsentiere euch das Ergebnis.



Nachdem ich das geschafft habe komme ich nun wirklich dazu, dass letzte große Bauteil außen am Rumpf anzubringen.



Die Galerie.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

Big A

Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Sprotte

Auch im Orchester des Lebens dringt das Blech am meisten durch.

Albin

Einfach nur geil.
Sag, welcher Maßstab ist das nochmal, 1:20 ?  :-D

madtatt

Zitat von: Albin am 25 August 2026, 18:01:44Sag, welcher Maßstab ist das nochmal, 1:20 ?  :-D
:MLL:
Herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit für einen Kommentar genommen haben.
Freut mich wirklich sehr.  :O/Y

Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

wirbelwind

Moin,

ziehe stets den Hut vor den Modellbauern. Es erstaunt mich immer wieder, was für realistische Werke entstehen. Glückwunsch Jölle zu Deinem Modell.

MfG Rüdiger

Teddy Suhren

Gruß
Jörg

WoWarships Nick: Teddy191 im FMA Clan

madtatt

Meinen Dank auch an euch beide, das ist schön zu lesen.  :O/Y

Ich bin auch schon sehr gespannt auf die Galerie, Jörg.
Das wird noch mal eine Herausforderung werden, gibt dem Modell aber auch sein ganz besonderes optisches Highlight.
 
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

madtatt

Kommen wir dazu das letzte, aber auch sehr heikle Bauteil an dem Rumpf zu befestigen.
Wie immer erst mal die Protagonisten für die nächsten Bauschritte.



Nach dem säubern der sehr filigranen Bauteile habe ich mich dazu entschlossen, die Reling am oberen Handlauf zu löten. Dazu das Oberteil mit ein wenig Micro Liquitape auf einem Holzklotz gesichert und vorsichtig, Stück für Stück, die Reling in der Nut fest gelötet.



Die zweite Nut wurde dann auf den Grätings befestigt und die beiden runden Halterungen ebenfalls mit Lot gesichert.



Zusammengefügt und danach hat alles seine Grundierung bekommen.



Mit meinem feinsten Schmirgelpapier anschließend die Farbe auf dem Namensschild bis auf das Messing wieder abgeschliffen und die Plakette an der Reling befestigt. Noch mal auf den original Bildern der Mikasa geschaut, ob ich sie auch richtig herum anbringe. Das hätte sonst recht peinlich werden können.



Dann wieder alles gealtert.



Mit Blu-Tack die Galerie an den Rumpf geheftet um sie vernünftig auszurichten



Danach alles ordentlich mit dem Acrylkleber fixiert, die Streben und den Heck-Anker angebracht. Das Ruder ist auch in seine Aufnahmen gekommen. Den Vortrieb mach ich dann aber doch erst später.



Und damit hängt die Galerie an ihrem Platz.



Ich bin sehr froh das alles gut funktioniert hat, da ich doch einige Veränderungen am Rumpf vorgenommen hatte, wie zum Beispiel die ganzen Profile. Und darum war meine Angst groß, dass irgendwas nicht passen könnte. Aber wie ihr seht, sie hängt gerade und in der vorgesehenen Höhe am Heck wo sie hingehört.



Ich hatte erst überlegt, auch an den Heck-Ankern den kleinen Auslösemechanismus nachzubilden. Habe mich aber dann doch dagegen entschieden. Langsam möchte ich mit diesem Modell mal fertig werden und es sind genug Details von mir gescratcht worden. Das sollte genügen, sonst verlier ich langsam die Lust.
Und so kann ich vermelden, dass die letzten Bauteile am äußeren Rumpf als abgehakt angesehen werden können.



Weiter zu den Masten.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram

Impressum & Datenschutzerklärung