Adm. Rolf Carls - die Idee der Kampfgruppen

Begonnen von Sven L., 03 Juli 2026, 18:24:30

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Benjamin

Zitat von: Sven L. am 06 Juli 2026, 17:44:16@Urs

Der Begriff rummäkeln ist wohl kaum als persönlicher Angriff zu Werten!

Google sagt zum rummäkeln:

ZitatRummäkeln (oder herummäkeln) ist ein umgangssprachliches Wort für kritisieren, nörgeln oder herumnörgeln. Es bedeutet, dass man an einer Person, einer Sache oder einem Verhalten ständig etwas auszusetzen hat und kleinliche Kritik übt.
Also, per Definition exakt das, was du gerade verneinst.
ZitatDie Fragen kann man stellen, werden aber letzten Endes zu nichts führen..
Wie bei meinen Fragen zu deiner KI-Nutzung. Da habe ich immer noch keine Antwort.

If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

Big A

ZitatEntscheidungen von damals zu rechtfertigen.

Erwartet auch keiner, ich weise nur darauf hin dass bereits bei den Grundannahmen entscheidende Fehler gemacht wurden

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Sven L.

Hallo Axel,

ZitatErwartet auch keiner, ich weise nur darauf hin dass bereits bei den Grundannahmen entscheidende Fehler gemacht wurden

Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Sven L.

Admiral Rolf Carls schreibt in seiner Stellungnahme zur Denkschrift im Sept. 1938 folgendes bzgl. Versorgungs- und Tankschiffe:

ZitatVI. Versorgungs- und Tankschiffe:
....
2) Für die Auslandsflotte.

Bei fehlen landfester Stützpunkte steht und fällt die Kriegführung der Gruppen für Handelskrieg mit der Brennstoffversorgung. Sie muß - außer Versorgung durch Beute - bis zur Grenze der Seeausdauermöglichkeit daher gesichert werden. Diese Grenze ist etwa erreicht, wenn für die Einheiten einer Gruppe 75% Bunkerfüllung, für die kleinen Einheiten 150% Bunkerfüllung bereitgestellt wird. - Eine hohe Geschwindigkeit ist für einen Tanker nötig, damit er mit der Gruppe Schritt halten kann, auch wenn diese auf Höchstfahrt geht, um in ihrem Schutz zu bleiben, ferner damit das entleerte Schiff ohne zu große Gefährdung allein einen Ergänzungshafen anlaufen kann, bzw. das dort aufgefüllte Schiff Anschluß an seine Gruppe finden kann. Als weitere Tanker können das U-Boots-Begleitschiff sowie die im Bauplan vorgesehenen 20 sm-Tanker dienen.
Wird der Bunkerraum auf drei Einheiten aufgeteilt, ergeben sich für das schnelle Tankschiff folgende Forderungen: Geschwindigkeit und Aktionsradius wie der Schlachtkreuzer. Bunkerraum einschl. Eigenbedarf ca. 9000 cbm.
Armierung: etwa wie der kleine Flugzeugträger.
Aufnahmemöglichkeit von ca. 100 t Reservemunition für die Gruppe und 100 t Reserveproviant, ca. 200 Minen, Minenwurfeinrichtung erwünscht. Splitterschutz nur an wichtigsten Oberdecksanlagen. Das Schiff kann evtl. gleichzeitig zur Aufnahme einer größeren Zahl von Kranken und Gefangenen dienen.

Bei den Forderungen kullern sogar meine Augen im Kreis.  :-o
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Big A

Also die "eierlegende Wollmilchsau"
Wie viele davon wollte er denn haben?

Richtig erkannt, dass Stützpunkte fehlen; es fehlt der Hinweis auf alliierten (See-)Luftstreitkräfte, die Operationen sicher nicht unbehelligt lassen würden.

Zusammenarbeit mit eigener Aufklärung, um wenigstens Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ggf auszuweichen??

Wie schon gesagt, alles nicht stringent zu Ende gedacht.

Axel
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Sven L.

Hallo Axel,

Ich habe jetzt nur einen ganz kleinen Auszug aus der Akte RM 20/884 gepostet.
Wenn du dieses nicht selber bei Invenio zum Lesen herunterladen willst, kann ich es dir gerne via WE-Transfer zusenden. Dann bitte Mailadresse per PN.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Urs Heßling

moin,

Zitat von: Sven L. am 09 Juli 2026, 12:05:05Bei den Forderungen kullern sogar meine Augen im Kreis.  :-o
gleiche Idee, aber gemessen an Carls' Forderungen immer noch 5+ kn zu langsam : Sacramento-Klasse

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Sven L.

Moin Urs, das stammt alles aus Carls' Stellungnahme.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Big A

Zitataus der Akte RM 20/884 gepostet.

Kenne ich, und schon in anderen Diskussionen gleichermaßen Anmerkungen gemacht.
War halt genau das, eine Denkschrift oder Diskussionsgrundlage ohne eine Absicht bzw reale Möglichkeit der Umsetzung.

Axel
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Sven L.

Absicht schon - Ergebniss Z-Plan
Reale Möglichkeit - die Zeit fehlte. Es kam der 1.9. dazwischen
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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t-geronimo

Nicht nur die Zeit.
Auch die Finanzierung in Friedenszeiten wäre interessant geworden.
Aber die war in allen Denkschriften usw. kein Thema, oder?
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Sven L.

In allen Dokumenten des Planungsausschusses steht nichts was Finanzierung betrifft.
Spielte das bei Adolf überhaupt eine Rolle?
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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mhorgran

Zitat von: Big A am 06 Juli 2026, 11:42:19
ZitatNun Axel, ich glaube nicht wirklich, dass die "Planer" zuerst die Logistiker befragt haben, sondern eher andersherum, dass die Logistiker das zu liefern gehabt hätten, was gefordert worden wäre.
Und genau das ist der Fehler vieler "Planer" zu allen Zeiten.
"Amateurs discuss strategy, professional soldiers study logistics" :MG:

Axel
ja das wissen wir.
 alle amateure außer den amis. komisch, das die amis die erfahrungen der reichs- und kriegsmarine sehr sehr deutlich gelesen und die ersten tatsächlichen us-versorger deutsche beuteschiffe waren.

Big A

Wohl dem der Lesen kann und nicht Worte, die nie gesagt wurden unterstellt.

Wusste gar nicht, dass die USS Maumee ein deutsches Beuteschiff war. :?

Lasse mich aber gerne mit Quellen eines Besseren belehren.

Axel


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Sven L.

Dann bleibt zumindest die Frage, warum das deutsche Troßschiff solange in deren Diensten blieb und die Amerikaner auf dieser Grundlage weiter machten und entsprechende Verbesserungen vornehmen.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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