Verzicht bei Großen Kreuzern - Investition in schnelle Linienschiffe

Begonnen von Huszar, 20 November 2008, 13:49:33

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DST

puh 18" ist ganz schön groß.
und für yamatos ist es noch etwas früh oder ?
wäre es nicht besser lieber nur auf 16" zugehen und dazu einfach den drillingsturm einzuführen ?

mfg dirk

delcyros

Was die Logistik angeht habe ich einen anderen Standpunkt. Nicht die Weltwirtschaft stellt auf Öl um, sondern die englische Grand Fleet. Das alles verlangt umfängliche Kapazitäten, die weder 1906 noch 1914 oder nach Kriegsausbruch zur Verfügung standen. Es sind realiter keine Gelder in den Aufbau logistischer Netzwerke geflossen und was die Kosten dafür angeht, beziehe ich mich auf die 1922´er Ausgabe von M. Thorpe, Pure Logistics. Er untersuchte die logistischen Kosten verschiedener Flotten im WK-I und erstellte darauf fußend Kostenprojektionen für die USN. Für die Royal Navy nocheinmal im Detail zu lesen bei:

John Tetsuro Sumida, British Naval Operational Logistics, 1914-1918, in: The Journal of Military History, vol. 57, No.3 (juli 1993), S. 447-480. (JSTOR hats auch)

England muß Öl fremd einkaufen (Öl ist teurer als Whelsh Steaming coal),
England muß Öl dann von der Karibik bis England transportieren (teurer als Schienentransport, Tanker müssen gebaut werden, die noch gar nicht da sind)
Es muß gelagert werden, die Kapazitäten dafür müssen vervielfacht werden (kostet auch Geld)
es muß vom Lagerungsort zu den Verbrauchern transportiert werden (da brauchts Tanker für)

Wie gesagt, das ist nur für England. Die Flotte kann mangels logistischer Vorraussetzungen nicht in Übersee eingesetzt werden.
Um mal zu pointieren wie übel es mit der Versorgung der GF bei Kriegsausbruch tatsächlich aussah: Um die GF 1914 in Sapa Flow für einen einzigen Einsatz in Sollstärke in die Helgoländer Bucht komplett zu versorgen, mit Munition Verpflegung und Treibstoffe (Kohle & Öl) sind 200 Shiffe vier Tage lang voll beschäftigt. Sie müssen allein an Treibstoffen heranschaffen:
Kohle: 136.800t. Öl: 47.150t. (historische Werte)
Die veränderte Flotte* verlangt nach:
Kohle: <101.500t. Öl: <120.340t.

*) Schätzung! Betrag errechnet sich aus der Reduzierung der Breyer Verbrauchswerte für alle Schiffe nach Neptune und Addierung der Werte unter Annahme reiner Ölfeuerung (=70% von voll) die kleinen Kreuzer sind mit 700t., die großen mit 2000t. Bevorratung geschätzt.


Die durchschnittlichen Ölreserven in England im Maximum nach Kriegseintritt der USA 1917 sind: 520.000t. Bei Kriegsausbruch waren die Ölreserven um etwa 2 Drittel geringer.
Bei Kriegsausbruch stehen England aber nur 63 Schiffe zum Zwecke der Versorgung der GF in Scapa Flow zur Verfügung. Am 1. Okt. sinds dann schon 163 Schife insgesamt.


Huszar

#287
Hallo, Thomas,

Mit 70.000PS hab ich keine Probleme. Bei der Klaibererhöhung auf 18" sehe ich aber ziehliche Probleme. Schon der Schritt auf 15" war in der Realität ziemlich riskant, und ich bezweifle, dass ohne die 15" die 18" möglich gewesen wäre. Auch waren die Engländer mW nicht gerade glücklich mit den 18"ern...
Meinste mit L2 den:
8*18", 16*6", 6*12cm, 15" GP, 8" Deck, 25Kn, 52.100t Konstruktion? Praktisch eine Verdoppelung eines herkömmlichen Schlachtschiffes?
Wenn schon grosse Kalibererhöhung, dann auf 16" - würde ich keine unbedingte Probleme mit haben. Etwa eine Lissy mit 8*16", 3000t grösser, ansonsten gleiche Parameter. Würde etwa 32.500t ergeben, bei Kosten um die 59mRM (=2,95mGBP).

Bei der Ölversorgung sehe ich allerdings einige Probleme: England hat selber keine oder kaum Ölquellen, ist also auf Fremdlieferung angewiesen - was in diesem Ausmass (komplette Flotte) kaum akzeptiert worden wäre. Es müssen also Investitionen her, um eigene Quellen zu finden. Die flotteneigenen Tanklager sollten auch nicht von Standard Oil / Shell betrieben werden - zivile Tanklager ja, militärische wohl kaum - und die komplette Logistik muss vorerst doppelgleisig auf der ganzen Welt geführt werden. Es gibt ja noch massig Kohlefahrer  :wink:
Und ja, auch in Australien, Neuseeland, Pazifik, usw müssen auch die Tanklager ausgebaut werden - oder deine B2-Kreuzer können dort nicht operieren...
Es handelt sich insgesamt um gut 30 Basen auf der ganzen Welt! 90mRM für Investitionen in Ölquellen, Tanklager, und allgemeine Logistik halte ich pers. noch für Preisgünstig...


Welches Schiff nimmst du? Real-QE oder 16"-QE (oder eines mit erhöhter GEschwindigkeit und 15", oder 16")?

mfg

alex

PS:
folgende Varianten könnte ich realistisch gesehen anbieten:
- reale QE, ca. 53mRM
- 15" QE, aber 24Kn, ca. 51,5mRM
- 15" QE, aber 26Kn, ca. 55mRM
- 15" QE, aber 27Kn, ca. 57mRM
- reale QE, aber 16", ca. 59mRM
- 16" QE, aber 24Kn, ca. 57,5mRM
- 16" QE, 26Kn, ca. 61mRM
- 16" QE, 27Kn, ca. 63mRM
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

delcyros

Nur Armstrong Works bei Elswick war in der Lage 18" Geschütze zu produzieren. Die Produktionsrate lag aber nur bei etwas über einem Geschütz pro Jahr.
:roll:

16" gehen nicht nur schneller sondern sind auch für die Schiffe besser. Mit einer V0 von nur 2270 fps und einer Feuergeschwindigkeit von 1 Schuß / Minute in Einzeltürmen ist das 18"/40 eh nicht ernstzunehmen...

Spee

@delcyros,

battlepractice war bei den Briten 1 Schuß pro Minute. Waren die Briten damit generell "nicht ernst zu nehmen"? V0 ist übrigens bei dem Kaliber nicht maßgeblich, die Durchschlagsleistung ergibt sich aus der bewegten Masse. 457mm auf 13720m sind ein klares Wort. Im Prinzip werden damit alle deutschen Schlachtschiffbauten zu "tin cans".

Mit eurer Logik bezüglich Logistik komme ich nicht ganz klar. Hat die Kriegsmarine in ihren Schlachtschiffen im 2.Weltkrieg Kohlen geschippt? Deutschland hatte m.W. auch keine eigenen Ölquellen. Trotzdem liefen alle großen Einheiten mit Öl. Warum sollten die Briten mit einfacheren Versorgungsmöglichkeiten nicht Öl verwenden? Sind 20.000t Kohle wirklich billiger auf der Schiene zu transportieren als 20.000t Öl auf dem Meer?
Und bitte nicht die Daten von 1917 als gegeben verwenden. Wenn 1908 generell auf Öl umgestellt wird, dann sind alle Angaben von 1917 Makulatur.

Aber man könnte natürlich auch bei Kohle bleiben und was bleibt dann von eurer Flottenplanung? Die Briten sparen sich eine Menge Geld. Wozu eigentlich? Für ihre Armee wohl kaum.
Wenn die Option besteht, dann würde ich mit dem gesparten Geld den Russen 5 zweigleisige Eisenbahnen zur deutsch/österreichisch-russischen Grenze bauen. Dazu noch Waffen und Munition. Den Franzosen gebe ich etwas, damit sie ihren Festungsgürtel verbessern können. Damit habe ich in meine eigene Wirtschaft investiert (Stahl, Transport, Aufträge etc.) und den geplanten deutschen Aufmarschplan ad absurdum gestellt. Die deutschen Einsparungen haben sich damit gegen die Deutschen gerichtet, ohne das Deutschland zur See etwas zwingendes zur Verfügung hat, um den Briten Paroli bieten zu können. Eure Kreuzer sind schon gegen "Hawkins" im Nachteil, gegen die Schlachtkreuzer hilflos. Die Erhöhung der Geschwindigkeit der Schlachtflotte hat sich durch die Erhöhung der Geschwindigkeit der britischen Schlachtlinie aufgehoben.

Sobald die Bahnlinien der Russen fertig sind, kann das russische Heer innerhalb kürzester Zeit an die Grenze verlegt werden. Dann wäre der Zeitpunkt gekommen, einen Kriegsgrund zu schaffen. Da gibt es bekannterweise immer Möglichkeiten.
Man könnte den Kroaten z.B. sagen, daß sie sich unbedingt von Österreich abspalten müssen, wiel sie sonst später in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft mitspielen müssen . Das läuft dann unter dem Decknamen "Operation Loddar" .

@Alex,

genau die besagten "L2". Aber ich gebe mich auch mit "QE" und 16" zufrieden.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Huszar

Hallo, Thomas,

Ja, die DKM fuhr ausschliesslich mit Ölschiffen. Besser gesagt, sie lag mit Ölschiffen im Hafen rum, weil kein Öl zur Verfügung stand  :wink:
Sieh dir die diversen Threads bezüglich Ölverbrauch an (zB Bismarck+Scharnhorst in Brest...).

Ohne massive Investitionen in eigene Förderquellen, eigener Logistik, eigener Tanklager sitzt jede Flotte schnell auf dem Trockenen. Ja, Öl ist wesentlich besser, als Kohle, und nein, vor dem 1wk gab es so gut wie keine Infrastruktur. Hab irgendwann einige Nachforschungen bezüglich Öl- und Kohlepreise vor dem 1wk angestellt (wahnsinn, was alles im Netzt zu finden ist...), am Anfang waren die Preise durchaus vergleichbar, aber um 1910/1913 herum - genaues Datum weiss ich nicht mehr - explodierten die Ölpreise.

Ausserdem: du schaffst zwar Aufträge für die Stahlindustrie (obwohl der Verzicht auf Schiffe das wieder aufhebt), wenn du aber Öl aus dem Ausland einkaufst, kastrierst du andererseits die eigene Kohleindustrie.


Zitatbattlepractice war bei den Briten 1 Schuß pro Minute. Waren die Briten damit generell "nicht ernst zu nehmen"? V0 ist übrigens bei dem Kaliber nicht maßgeblich, die Durchschlagsleistung ergibt sich aus der bewegten Masse. 457mm auf 13720m sind ein klares Wort. Im Prinzip werden damit alle deutschen Schlachtschiffbauten zu "tin cans".

- ab den 12" war die theoretische Schussfolge um die 2 Schuss/Min. Die theoretische Schussfolge für die 18" kam auf 1/Min. Die praktische Schussfolge der 16" war gerade mal 1/min....
- durchschlagsleistung ergibt sich aus Geschwindigkeit im Quadrat mal Gewicht.
- hebt sich auf. Mit den dt. 38cm werden alle engl Bauten zu Tin Cans  :-D


ZitatEure Kreuzer sind schon gegen "Hawkins" im Nachteil, gegen die Schlachtkreuzer hilflos.

stimmt so nicht. Eine Hawkins sehe ich bestenfalls leicht überlegen (oder etwa gleichwertig), und ein Schlachtkeuzer ist einfach zu aufwendig, um kleine Kreuzer zu jagen. Ich könnte auch sagen, deine Schlachtkreuzer sind gegen meine Schlachtschiffe hilfslos  :wink: Geschwindigkeits-, und Panzerungsunterschiede sind in beiden Fällen identisch...

Wenn du dich für einen der Schlachtschiffsentwürfe entscheiden kannst, können wir zur Taktik übergehen.

mfg

alex
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DST

Zitat von: Huszar am 13 Dezember 2008, 13:51:46

- durchschlagsleistung ergibt sich aus Geschwindigkeit im Quadrat mal Gewicht.


das stimmt zwar, aber langsame schwere granaten kommen steil von oben und schnelle leichte granaten kommen flach von der seite. deshalb sind auch 30 jahre später die amerikanischen superheavys so efektiv.


mfg dirk

delcyros

#292
Zitataber langsame schwere granaten kommen steil von oben und schnelle leichte granaten kommen flach von der seite. deshalb sind auch 30 jahre später die amerikanischen superheavys so efektiv.

In der Theorie ja aber in der Praxis auch? Vom Fallwinkel her betrachtet erzielt das 18"/40 mit MkIa APC bei 19100 yards etwa 19.9 Grad, während das dt. 12"/50 19.7 Grad Fallwinkel erreicht. Ein marginaler Unterschied. Noch 1914 rechnete man mit Hauptkampfentfernungen von etwa 10.000 - 14.000 yards und erst nach Doggerbank wurde das Potenzial von größeren Kampfentfernungen realisiert.
Ein weiterer Einwand der geltend gemacht werden kann ist metallurgischer Natur. Mk-Ia Panzersprenggranaten haben einen zu langen Körper und der Übergang von Spitze zur Schulter ist mit einem zu großen Fall im Härtefaktor korreliert, was eine Frakturzone bei starken Entschleunigungen verursacht. Bei proof tests zwischen 1200 lbs und 1400 lbs MK I APC gab es nie Probleme mit dem 13.5"/45 (light) während das 13.5"/heavy bei den selben Tests häufig versagte. Die schweren Projektile passierten die Platte in einem schlechteren Zustand und waren oftmals nicht mehr zündfähig. Seinerzeit gab das Anlaß zur Entwicklung leichter Hochgeschwindigkeitsgeschosse (16"/45 von G3 / Nelson) statt die metallurgischen Details des Geschosses zu verbessern. England hätte ein soldides Superheavy bereits ende der 20´er haben können...


Zitat von: Spee am 13 Dezember 2008, 13:25:04
@delcyros,

battlepractice war bei den Briten 1 Schuß pro Minute. Waren die Briten damit generell "nicht ernst zu nehmen"? V0 ist übrigens bei dem Kaliber nicht maßgeblich, die Durchschlagsleistung ergibt sich aus der bewegten Masse. 457mm auf 13720m sind ein klares Wort. Im Prinzip werden damit alle deutschen Schlachtschiffbauten zu "tin cans".

Auch die Briten unterscheiden in rapid fire und director controlled fire. HMS Collossus ereichte bei battle practice Übungen auf ein Ziel in 8000 yards 1913 eine kurzzeitige Schußfolge von 2,3 Schuß pro Minute. Auch die battlecruiser trainierten rapid fire. Das äquivalent dazu ist das dt. Wirkungsschießen. Sowas ist mit einer theoretischen Schußfolge um 1 Schuß / Minute nicht möglich. Abgesehen davon überschätzt du die Durchschlagskraft britischer Mk Ia APC -Granaten erheblich:
ZitatIn a Memorandum to the Controller dated 24 October 1910, it was stated that 12 inch (30.5 cm) APC shells striking at any angle over 20 degrees were unlikely to penetrate even 4 inches (10.2 cm) of KC armor (face hardened) and were likely to breakup at angles of 30 degrees when striking 6 inches (15.2 cm) of KC armor.  Thus, it can be seen that the poor performance of British shells at Jutland (Skagerrak) cannot have been a surprise to the Royal Navy.  Surprisingly, the memo does not suggest that the shells be improved, but instead urges that these thicknesses of armor be considered for future ship designs, as if it was to be expected that enemy shells would perform as poorly as did their own.
Ausgehend davon liegt die Durchschlagskraft eines MK Ia APC irgendwo zwischen 0.5 Kaliberstärken (kritische Grenze bei 30 Grad) und nur 0.334 Kaliberstärken (20 Grad), was den real world Werten für Jütland & Doggerbank sehr gut entspricht. Bei sehr geringen Einschlagwinkeln (<10 Grad) konnte das brit. 15"/42 mit MK I APC eine Panzerung von 0,68 Kaliberstärken auf kurze Distanz durchdringen (Barbette Treffer auf DERFFLINGER), während dieselbe Stärke und Einschlagwinkel bei großen Distanzen nicht zu ein Durchdringen von 0.68 Kal. führte (Treffer auf die geneigte Frontplatte eines Turms von SEYDLITZ)
Man kann also selbst in Anbetracht des 18"/40 bei den deutschen Linienschiffen mit 300mm bis 350mm Panzerung nicht von "Tin clads" sprechen.

ZitatWarum sollten die Briten mit einfacheren Versorgungsmöglichkeiten nicht Öl verwenden? Sind 20.000t Kohle wirklich billiger auf der Schiene zu transportieren als 20.000t Öl auf dem Meer?
Und bitte nicht die Daten von 1917 als gegeben verwenden. Wenn 1908 generell auf Öl umgestellt wird, dann sind alle Angaben von 1917 Makulatur.
Es liegen ganz andere Quantitäten und logistische Rahmenbedingungen vor. 20.000t. Kohle werden über Schiene nur 150 Meilen Transportiert, ein Tanker ist aber über eine Woche unterwegs in die Karibik und zurück und kostets in Anschaffung und Unterhalt wesentlich mehr als ein Bahntransporter. Abgesehen davon kann ein Öltanker kein Stückgut transportieren, d.h. viele unwirtschaftliche Fahrten mit Ballast.
Wenn dir das Beispiel von 1917 unpassend erscheint, obwohl doch die Flotte 1917 Charackter hat, dann nehme ich 1914 wo es logistisch noch viel sclimmer aussieht...

ZitatAber man könnte natürlich auch bei Kohle bleiben und was bleibt dann von eurer Flottenplanung? Die Briten sparen sich eine Menge Geld.
Ich glaube dir unterläuft gerade ein methodischer Fehler. England kann in dieser Situation kein GELD EINSPAREN. Es geht viel eher um die Quantifizierung von MEHRKOSTEN. Erinnere dich, dass du damals die Ölfeuerung eingeführt hast um die Schiffe
A) Schneller zu machen (leichtere Maschienenanlage)
B) billiger zu machen (b-2 Beispiel von Kohle/öl und rein ölgefeuerten Kosten), also wahrscheinlich auch kleiner.

Wenn du jetzt die Ölfeuerung zurücknimmst, dann übersteigen die Kosten der Schiffe die ursprünglichen Planungssummen beträchtlich und das Volumen deines Bauprogramms sprengt den historischen Rahmen.

delcyros

#293
Hier mal das Bauprogramm nach Werften. Die Bauzeiten verlängern sich aufgrund der größeren Schiffe teils erheblich...
Blohm & Voss könnte wahrscheinlich ebenfalls eingetaktet werden um evtl. Bauzeitverkürzungen zu erzielen. Ich denke in diesem Zusammenhang an die Vergabe von SMS KAISERIN im Juli 1910 an Blohm & Voss anstelle von Howald, Kiel (wird dann auch vor dem Typschiff Ersatz Odin fertig). Habe mir auch erlaubt für 1914 ein siebentes Schiff vom König Typ einzuplanen, dass Bauprogramm wird vor 1917 nicht zu vollenden sein.



Bei Kriegsausbruch setzt sich die HSF zusammen aus:
2nd line:
4 x Deutschland PD (18 Kts)
4 x NASSAU (18-19 Kts nach Ausrüstung mit Rollkielen)
first line:
4 x HELGOLAND (23.5 Kts, 10 x 30,5cm)
4 x KAISER (24.0 Kts, 10 x 30,5 cm)
1 x KÖNIG (24.0 Kts, 8 x 38cm, im Probefahrtverhältnis)

Huszar

Hallo, Delc,

Du hast B&V vergessen - da wir keine Schlachtkreuzer bauen, sind die dortigen Kapazitäten für Linienschiffe frei.

Die Helgolands konnten wir auf etwa gehabte Grösse halten, lediglich die vier Kaisers und die fünf-sechs Könige haben massive Vergrösserungen hinter sich.

Interessant wären die Engländer...

mfg

alex
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Huszar

Hallo, Delc,

Kannst du bitte Pi*Daumen Stapelläufe/iD-Stellungen reintun? Als Vergleich - ich hab auch etwas gegerübelt, mal sehen, ob sich die beiden Decken.

Helgolands und Kaisers sind fertig, Luitpold in Probefahrt, Kurfürst ist noch 1914, König, Markgraf, Kronprinz 1915 zu erwarten. Baden hab ich mir erlaubt, sieben Monate vorzuziehen, ist Ende 1916 fertig.

Hab auch versucht, etwas mit den Engländern zu machen, die letzten beiden 14"-er sind bei Kriegsbeginn nicht fertig/eingefahren, ebenso die beiden letzten BC. Die drei 15"er sind etwa 1916 fertig.

Erin und Agincourt werden höchstwahrscheinlich bei Kriegsbeginn schon in der Türkei sein (es fehlten 1,5-2 Monate!), bei Canada ist es auch möglich - auch wenn nicht wahrscheinlich - dass sie schon in Chile ist...

mfg

alex
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delcyros

Bei den Daten für die Stapelläufe will ich mich lieber nicht festnageln lassen. Dafür versteh ich ehrlich gesagt zuwenig von Werftabläufen. Bei meinen Schätzungen gehe ich von Grießmer, S. 167 -170 (Tabellenteil) aus und verlängere die Zeiten etwas mehr als linear mit Rücksicht auf den Größenunterschied der Schiffe.
Einzig Blohm & Voss erhält einen extra Zusachlag zur Bauzeit, da das letzte Schiff dieser Werft die nur halb so große SCHARNHORST war.

Bin ein wenig überrascht über das Ergebnis des beiderseitigen Flottenrüstens. England sehe ich gegenüber den historischen Bauprogramm deutlich im Nachteil. Die Frage die sich daran anschließen sollte lautet:

Haben die Großen Kreuzer -so sehr wir ihren Einsatz im Krieg schätzen- dem Kaiser tatsächlich genützt oder, gemessen an den Möglichkeiten des Flottengesetzes geschadet?

Ich bin mir da nicht mehr so sicher. Man läßt sich ja gerne die objektive Perspektive von Jütland vernebeln...


Huszar

Hallo,

Ich verstehe.

Hab gestern noch die (wahrscheinlichen) Bauzeiten der Engländer zusammengespinnt. Am Abend (oder Morgen) kann ichs einstellen.

Wir können dann schön die taktischen Möglichkeiten der einzelnen Gefächte durchsehen.

Einverstanden?

mfg

alex
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Huszar

Hallo,

Um mal anzufangen, hier die - wahrscheinlichen - Indienststellungen der verschiedenen Kreuzer:
Deutschland
Mainz: xx.04.1910
Kolberg: .xx.12.1910
"VDT": xx.02.1911
Augsburg: xx.04.1911
"Moltke": xx.05.1911
Cöln: xx.12.1911
"Goeben": xx.05.1912
Breslau: xx.11.1912
Magdeburg: xx.02.1913
Stralsund: xx.04.1913
Strassburg: xx.06.1913
"Seydlitz": xx.06.1914
Karlsruhe: xx.07.1914
Rostock: xx.08.1914
Graudenz: xx.02.1915
"Lützow": xx.03.1915
Donauwörth: xx.04.1915
"Derfflinger": xx.05.1915
Regensburg: xx.07.1915
W'Haven: xx.12.1915
Kiel: xx.01.1916
Wiesbaden: xx.02.1916
Frankfurt: xx.02.1916
Bayreuth: xx.03.1916
"Hindenburg": xx.04.1916

Pillau, Elbing, Bremse, Brummer wie gehabt.

England
B2-2 (x Falmouth): xx.10.1912
B2-1 (x Blonde): xx.04.1913
B2-3 (x Weymouth) xx.09.1913
B2-6 (x Active): xx.09.1913
B2-5 (x Yarmouth): xx.10.1913
B2-4 (x Dartmouth): xx.12.1913
B2-8 (x Fearless): xx.12.1913
B2-10 (x Dublin): xx.01.1914
B2-9 (x Chatham): xx.06.1914
B2-7 (x Amphion): xx.07.1914
----
Bx-4 (x Brisbane): xx.09.1914
Bx-2 (x Sydney): xx.10.1914
Bx-3 (x Melbourne): xx.04.1915
Bx-5 (x Birmingham): xx.04.1915
Bx-1 (x Southampton): xx.06.1915
Bx-6 (x Lowestoft): xx.11.1915
Bx-10 (x Undaunted): xx.01.1916
Bx-7 (x Nottingham): xx.03.1916
Bx-8 (x Arethusa): xx.06.1916
Bx-9 (x Aurora): xx.07.1916
----
C-3 (x Penelope): xx.08.1913
C-4 (x Phaeton): xx.10.1913
C-5 (x Royalist): xx.12.1913
C-1 (x Galatea): xx.01.1914
C-7 (x Cordelia): xx.02.1914
C-8 (x Caroline): xx.05.1914
C-6 (x Comus): xx.06.1914
C-2 (x Inconstant): xx.07.1914
C-9 (x Carysfort): xx.08.1914
C-14 (x Cambrian): xx.10.1914
C-10 (x Cleopatra): xx.12.1914
C-11 (x Conquest): xx.01.1915
C-16 (x Castor): xx.01.1915
C-12 (x Calliope): xx.03.1915
C-13 (x Champion): xx.03.1915
C-15 (x Canterbury): xx.06.1915


Chester und Birkenhead wie gehabt.

@Delc:
Was machen wir mit Blücher? In Dtl macht das Schiff absolut keinen Sinn, als Kreuzer ist sie etwa so schnell, wie die Linie...
Ins Mittelmeer anstelle von Goeben abschieben?

mfg

alex
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Langensiepen

Achtung Ironie: :-(

Was machen wir mit Blücher? In Dtl macht das Schiff absolut keinen Sinn, als Kreuzer ist sie etwa so schnell, wie die Linie...
Ins Mittelmeer anstelle von Goeben abschieben?

Ei da schau doch mal! Die haben doch im Sommer 1910 dem Osmanischen Reich die Blücher wie Sauerbier angeboten. Die wollten aber nicht. Was wären die böse geworden, wenn im Sommer 1914 Blücher in Begleitung des Kl.Kreuz. Hela vor dem Haliç aufgetaucht wären. Nix mit Bündnisvertrag und Krieg gegen Russland.  Das wären dann die Auswirkungen von eueren Planspielchen.  :-D
Gruß   8-)

Quelle: Archiv des Ausw.Amtes, Berlin  Bestand Türkei No.142


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