Treffer - statistische Überlegungen zu SA-Treffern in WK-I

Begonnen von delcyros, 09 Dezember 2008, 00:37:03

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delcyros

Ausgehend von 44 SA Treffern im WK-I (nur gegen BC/BB, ohne Jütland) kann man sich überlegen was in welcher Häufigkeit getroffen wurde.
Jütland wird extra aufgearbeitet.
(alle Daten wurden mit SPSS v12.0 verarbeitet)


Das ganze jetzt in Relation zur Entfernung via Streudiagramm:


und für die gamer unter euch eine Diskriminanzanalyse. Relative Nähe zum jeweiligen Zentroid entspricht dem statistischen Zusammenhangsmaß:



Relativ auffällig ist die große statistische Relevanz von Treffern auf den Gürtelpanzer. Hätte ich nicht erwartet.

Spee

#1
@delcyros,

sehr schöne Sache, danke.

Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Urs Heßling

servus, delcyros,

zu den schönen Graphen ein paar Fragen

1) auf meinem Rechner sehe ich nur die linken ca. 80% des Bildes (z.B. auf Graph 1 bis "superstructure" ) - liegt der Fehler bei mir oder sehen das auch andere so ?

2) Welche Bedeutung haben die Farben in den Graphen 1-3 ? (Ich sehe keine Legende, die "Violett"-Farbe erscheint hier in allen 3 Graphen unterschiedlich)

3) Gibt es einen Graph für Trefferpunkt vs. Entfernung (man möchte vermuten, dass treffer auf den Gürtelpanzer mit zunehmender Entfernung abnehmen)

Danke im Voraus + Gruß, Urs

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Kosmos

ebenfalls danke delcyros, man kann wohl sagen: "Gürtelpanzer kann nie zu dick sein".

Woelfchen

@Urs:
Ganz unten im Beitrag sollte ein Balken sein, mit dem man das Bild verschieben kann. Dann sieht man auch den Rest.  :wink:

Zweite Möglichkeit:
Bilder abspeichern und mit einem geeigneten Programm (z.B. IrfanView) anschauen.

Gruß
Johannes

delcyros

Hi Urs,

1.) & 2.) erklärt sich beim scrollen der Balken. Ich kann in Zukunft auch einfach versuchen kleinere Graphen zu basteln. (Asche aufs Haupt!)

Das Bemerkenswerte an dieser Datenbasis (Krim, Doggerbank, Falkland & Dardanellen) ist dass die Wahrscheinlichkeit von Gürteltreffern eben nicht mit der Entfernung abnimmt. Bei der Doggerbank war das trotz der außergewöhnlich großen Entfernungen die häufigste Trefferart.

Aber:

Das Bild ist aufgrund der ausgewählten Datenbasis schief. Will sagen, ich warne jeden davor Scheinschlüsse daraus zu ziehen. Wird klarer wenn ich Jütland auch endlich integriert habe. Sind aber noch 76 offene Treffer in der Datenbank. Das Bild wandelt sich dann in ganz erstaunlicher Weise. Ich glaube, die Konstruktionsweise von Kreuzern mit Gürtelpanzer großer Fläche ist hier zumindest als Teilgrund zu benennnen.

MfG,
Delc

Urs Heßling

danke, Johannes,  :MG:

ich sollte mal die gelbe Binde mit den 3 schwarzen Punkten von den Augen nehmen 8-)

delc: alles klar, Fragen beantwortet  :-)

Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

delcyros

Mal gucken ob das jetzt klappt mit dem Bild. Das folgende Streudiadgramm betrifft die Entfernung, den Effekt und die Plattenstärke in Zoll die angegriffen wird.



Wenn ich morgen im Statistiklabor bin werde ich das umschreiben nach Kaliberstärke. Plattenstärke ist ja nur in Relation zur Kalibergröße relevant...

Huszar

Hallo,

sieht interessant aus. Kaliber wären aber auf jedem Fall interessant, auch wegen der Trefferzahl - mal sehen, welche Kanone die meisten Treffer erzielt hat (man kann daraus auch Rückschlüsse ziehen.)

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

t-geronimo

Dann müßte man aber auch die Anzahl der abgefeuerten Schüsse kennen, um vernünftige Schlüsse daraus ziehen zu können - und die Art der auf den Schiffen installierten Feuerleitsysteme usw.  :wink:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Langensiepen

Dann müßte man aber auch die Anzahl der abgefeuerten Schüsse kennen, um vernünftige Schlüsse daraus ziehen zu können - und die Art der auf den Schiffen installierten Feuerleitsysteme usw.

Mach kein Scheiß und nehme die Göben dazu, dann liegt die deutsche Trefferquote  im Promillebereich.   :-D
Gruß  8-)

Leutnant Werner

Dann fehlen also noch die baltischen Inseln und Helgoland II 1917 in Deiner Auswertung, Delcyros? Außerdem enthällt die Doggerbank wohl nicht die Treffer auf dem BLÜCHER (nach einigen Quellen soll sie bis zu 70 schwere Treffer erhalten haben :roll:). BLÜCHER ist aber als Großkampfschiff eingesetzt worden und sollte deshalb in der Auswertung nicht fehlen. Oder wie siehst Du das?

Gruß
Lt.

Leutnant Werner

Mmmh, mir fällt gerade ein, dass es bei Helgoland II keinen SA-Treffer auf einem Großkampfschiff gab. Ist also vernachlässigbar.

Interessant wäre auch, zu erfahren, welche Treffer von den Dardanellen in die Statistik eingegangen sind.

kgvm

Leutnant, wenn Du das prozentuale Verhältnis der Treffer zu den abgefeuerten Schüssen haben willst, kannst Du aber nicht einfach die Fälle weglassen, wo nichts getroffen wurde. Sonst kann ich Dir das Ergebnis auch ohne große Auswertung sagen: 100 %  :-D

Leutnant Werner

Wir hatten das Gefecht gerade in einem anderen Fred, und ich meine, mich erinnern zu können, dass die schweren Seestreitkräfte in dieser Schlacht nicht aufeinander schossen. Kann mich aber auch täuschen.

Wäre interessant, zu wissen, ob bei den Dardanellen auch die indirekten Beschießungen der alliierten Schlachtschiffe durch die türkischen Pre-Dreadnoughts sowie das Konter-Batterie-Feuer der Beschossenen Eingang in die Betrachtungen gefunden hat.

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