Schiffsverluste und -schäden durch Marineartilleriebatterien,Heeresartillerie

Begonnen von TD, 20 Januar 2009, 09:17:26

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Darius

Hallo zusammen,

KTB Skl:

17.05.1942:
Zitat3. Sfl. in Nacht zum 17/5. mit 4 Booten zur Minenunternehmung vor Malta eingesetzt. Durch Artl. Beschuß Küstenbatterie erhält S 34 Artl.Volltreffer und wird schwer beschädigt. Boote versuchen unter starkem Artl.Beschuß, beschädigtes Boot einzunebeln.
Nach Übernahme Überlebender muß 3 34 durch Sprengpatronen versenkt werden. Sinken zwar nicht beobachtet, falls noch nicht erfolgt, soll Wrack durch 2.Fl.Korps versenkt werden. (Kurzbericht der 3. Sfl. s. Fs. 1200)

18.05.1942:
ZitatEntgegen gestriger Meldung über Sprengung und Versenkung von S 34 vor Malta hat II.Fl.Korps Boot noch treibend gesichtet und durch Bombentreffer versenkt. Bei dieser Aktion leider 1 Me 109 in Verlust gegangen (Genaue Meldung über Sprengung des Bootes und Geheimsachenvernichtung siehe Fs 1930).


:MG:

Darius

Rheinmetall

Zitat von: t-geronimo am 22 September 2019, 13:36:08
Da das Boot ja bereits halb unter Wasser lag, hat es vermutlich gereicht, einige Luftlöcher hineinzuschießen, um gestaute Luft entweichen zu lassen. Das sollte mindestens mit der 2-cm-Bordkanone kein Problem gewesen sein. Vermutlich hätten auch schon die 12,7-mm-MGs gereicht.

Danke Thorsten für Deine Hilfe. 👍
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Rheinmetall

Zitat von: Darius am 22 September 2019, 21:00:32
Hallo zusammen,

KTB Skl:

17.05.1942:
Zitat3. Sfl. in Nacht zum 17/5. mit 4 Booten zur Minenunternehmung vor Malta eingesetzt. Durch Artl. Beschuß Küstenbatterie erhält S 34 Artl.Volltreffer und wird schwer beschädigt. Boote versuchen unter starkem Artl.Beschuß, beschädigtes Boot einzunebeln.
Nach Übernahme Überlebender muß 3 34 durch Sprengpatronen versenkt werden. Sinken zwar nicht beobachtet, falls noch nicht erfolgt, soll Wrack durch 2.Fl.Korps versenkt werden. (Kurzbericht der 3. Sfl. s. Fs. 1200)

18.05.1942:
ZitatEntgegen gestriger Meldung über Sprengung und Versenkung von S 34 vor Malta hat II.Fl.Korps Boot noch treibend gesichtet und durch Bombentreffer versenkt. Bei dieser Aktion leider 1 Me 109 in Verlust gegangen (Genaue Meldung über Sprengung des Bootes und Geheimsachenvernichtung siehe Fs 1930).


:MG:

Darius

Hallo Darius !

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Schade das demnach auch noch eine Me 109 bei dieser Aktion verloren gegangen ist.
Hoffe nur, dass der Pilot gerettet werden konnte.

Beste Grüße,

Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

redfort

Zitat von: Rheinmetall am 22 September 2019, 23:50:26
Hallo Darius !

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Schade das demnach auch noch eine Me 109 bei dieser Aktion verloren gegangen ist.
Hoffe nur, dass der Pilot gerettet werden konnte.

Beste Grüße,

Matze

Ergänzung:

Bf 109 F4, Werknr. 7603 ( Schwarze 8 ), 5. / JG 53, Pilot: Lt. Wolfgang Hermann , seitdem MIA

Source: Genst. Abt. 6, Velustlisten. BAMA: RL 2 / III - 1181

Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Rheinmetall

Zitat von: Rheinmetall am 15 Januar 2013, 21:43:58
Kleiner Zusatz von mir:

Zitat von: kgvm am 26 Januar 2009, 21:30:26
14.09.42 Tobruk, britischer Zerstörer "Sikh"

Die HMS Sikh wurde durch eine deutsche Batterie 8,8 cm Geschütze vernichtet.  :wink:

Rheinmetall

Guten Abend !

Hab eine Ergänzung zu dem o.g. Fall in dem Buch "Die 8,8 Flak im Erdkampf-Einsatz" von Janusz Piekalkiewicz gefunden.

Dort steht auf den Seiten 27 / 28:

"Um 05.10 Uhr am 14.09.1942 eröffnet Oblt. Vieweg mit seiner 8,8-Batterie das Feuer auf den Zerstörer "HMS Sikh" der die Landung unterstützt.
Die erste Salve geht zu weit, die zweite sitzt im Ziel. "Feuer frei zum direkten Beschuss."
Es ist das reinste Scheibenschießen, wenn auch die Flakkanoniere längst die Übung verloren haben, auf Seeziele zu feuern. Über das Kommandogerät faßt Vieweg dann die ganze Batterie zusammen und läßt hochgezogene Flakgranaten ein paar Meter über dem Deck der "Sikh" krepieren. Die "Sikh" treibt brennend mit Schlagseite vor der Küste.
Der Zerstörer "Zulu" versucht, trotzt eigener Beschädigung die "Sikh" in Schlepp zu nehmen.
Aber ein Zufallstreffer einer 8,8-Granate zerschlägt die Trossen. Die Besatzung der "Sikh" verläßt das Schiff.
Ihr Kommandant und ein Teil der 350 Mann Besatzung werden später aufgefischt."


Welcher deutschen Einheit die "8,8er" unterstanden und ob hierfür entsprechende Auszeichnungen verliehen worden sind, konnte ich leider bislang nicht in Erfahrung bringen.


Zitat von: redfort am 23 September 2019, 15:54:10
Ergänzung:

Bf 109 F4, Werknr. 7603 ( Schwarze 8 ), 5. / JG 53, Pilot: Lt. Wolfgang Hermann , seitdem MIA

Source: Genst. Abt. 6, Velustlisten. BAMA: RL 2 / III - 1181

Guten Abend Axel !

Vermisst  - das ist schlimmer als Tod.

Aber wow, was für eine detaillierte Antwort !
Vielen herzlichen Dank für Deine Mühe / Auskunft. 

Beste Grüße,

Matze
Ab Kapstadt ohne Kreiselkompass - Jürgen Oesten, U 861

Darius

Hallo zusammen,

zu diesem Eintrag in der Chronik:
https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/43-03.htm

Zitat 2./3.3.1943
Kanal
Bei Verlegung des vichy-franz. Frachters Penthièvre (2382 BRT) von Boulogne nach Dünkirchen, gesichert durch das R-Begleitschiff Von der Groeben, die Vorpostenvoote V1501, V1505, V1512 und 4 Räumboote, wird der Frachter von einem der schweren, weitreichenden Küstengeschütze bei Dover getroffen und sinkt.

gehören vermutlich diese Angaben:

Lt. englischen Unterlagen in den National Archives bekämpft die South Foreland 9.2" Batterie am späten Nachmittag/ frühen Abend einen Geleitzug mit sieben deutschen Fahrzeugen im Kanal.

Deutsche Fernkampfbatterien beantworteten diesen Beschuß mit Feuer auf die Gebiete von Folkestone, Dover und Deal.

Im Hafen von Dover explodiert ein deutsches Geschoß an der Seite des H.M. Drifters "UT PROSIM", welcher sinkt. 2 Verletzte, 1 Toter an Bord des kleinen Fahrzeugs.

--/>/> http://www.naval-history.net/xDKCas1943-03MAR.htm
ZitatUt Prosim, ship loss
HOOKEM, Ernest, 2nd Hand, RNPS, LT/JX 166076, MPK

KTB und Anlagen Marinebefehlshaber/Admiral Kanalküste
Zitat02.03.1943
21.22 - 22.25 Uhr: Englische Fernkampfbatterien beschießen eigenes Geleit, das Cap Gris Nez passiert. Das Feuer wurde durch schwere Marine- und Heeresbatterien gem. den den Seekommandanten erteilten allgemeinen Befehlen erwidert. Über die Wirkung der eigenen Schüsse liegen keine Beobachtungen vor. [...]

KTB Kommandant der Seeverteidigung Pas de Calais
Zitat02.03.1943
21.22-22.06 Uhr: Engl. Fernkampfbatterien beschießen eigenes Geleit, das Gris Nez passiert. Feuer wurde erwidert durch Betterien Lindemann, Todt, Gr[oßer] Kurfürst und 3 Batterien Abt. 702.
22.49-22.57 Uhr: Erneuter Beschuß feindl. Fernkampfbatterien auf eigenes Geleit, das von eigenen Betterien erwidert wurde.
Dampfer "H 2" durch Beschuß engl. Fernkampfartillerie versenkt. Räumbegleitschiff "V.d.Groeben" beschädigt. Bei dieser Beschießung hatte das Räumbegleitschiff 1 Toten, 2 Schwerverletzte, 10 Leichtverletzte und das Vorpostenboot 1 Toten, 9 Schwer- und 6 Leichtverletzte. Verluste Dampfer "H 2": 20 Mann vermisst.[...]

Gibt es noch andere "Seekommandanten"-Einträge?


:MG:

Darius

Darius

Hallo zusammen,

lt. Schmelzkopf, Fremde Schiffe in deutscher Hand:

Zitat09.09.1943 in Venedig DEA MAZZEELA (ital) ex WELSH PRINCE ex SYRIAN PRINCE ex WAR ROCK (geplant); 3082 BRT; BJ 1919; in deutsche Hand gefallen.
30.09.1943 in Sebenico/Sibenik von jugoslawischen Partisanen durch Küstenartillerie versenkt.


:MG:

Darius

Darius

Schmelzkopf, Fremde Schiffe in deutscher Hand:
Zitat20.11.1944 V 5107 (KARMOY oder KONG OLAV) sank südlich Bergen nach versehentlichem Beschuß durch eine deutsche Küstenbatterie bei der Bergung des Frachtdampfers AUGUST BOLTEN.


:MG:

Darius


Darius

Schmelzkopf, Fremde Schiffe in deutscher Hand:
Ehem. ital. LAURETTA (ex CERVO LIGURE ex SVAROG ex DIAMANT; BJ 1901; 976 BRT) ist am 09.09.1943 in deutsche Hand gefallen, geriet bei Räumung Manfredonias in alliierte Hand, wurde bei der Räumung dort durch deutsche Landartillerie versenkt.


:MG:

Darius

Darius

Hallo zusammen,

25.03.1945 dt. Frachtdampfer LEDA (ex norweg. LEDA; BJ 1920; 2415 BRT) bei Ziegenort durch russische Landartillerie versenkt.


:MG:

Darius

Darius

Hi,

00.08.1941 wird vor Dünamünde der ex litauische, jetzt sowjetische, Frachtdampfer MARIJAMPOLE von sowjetischer Artillerie selbst versenkt (Schmelzkopf, Fremde Schiffe in deutscher Hand).


:MG:

Darius

kalli

Zitat von: Darius am 15 Dezember 2019, 21:48:16
00.08.1941 wird vor Dünamünde der ex litauische, jetzt sowjetische, Frachtdampfer MARIJAMPOLE von sowjetischer Artillerie selbst versenkt (Schmelzkopf, Fremde Schiffe in deutscher Hand).

Мариамполъ (Mariampol) 1565 t, ЛГМП (Litauische Staatliche Reederei), gesunken am 27.06.1941

TD

Hier einmal in deutsch und englisch (dank Urs) etwas mehr zu diesen seltsamen Schiff:
D MARIJAMPOLE   HBV. 941 BRT

Erbaut durch  Nüscke & Co., AG., Stettin 249
1919,Okt.: Von Stapel als NORDSÖEN für die D/S Vesterhavet (Lauritzen, Mgr.) in Esbjerg.
1920,16.April: Fertig zur Ablieferung an Reederei. Übergabe Export des Schiffes werden von der Deutschen Reichsregierung verboten wegen den umfangreichen Schiffsablieferungen an den Siegermächten.
l920,Ende: Freigegeben und durch Werft abgeliefert.
1937,2.April: Für 13.5OO Pfund Sterling nach Litauen verkauft
16.April: Als MARIJAMPOLE für die Akc. B- vé Lietuvos Baltijos Lloydas, Klaipeda (Baltijos Transporto Bendrové s.a.a.,Mgrs.) im SSR Klaipeda (Memel) eingetragen.
1939,23.März: Bei der Rückgliederung des Memelgebietes ins Deutsche Reich wird die Umregistrierung des litauischen Schiffes zum kleine Sventoji Fischerhafen erforderlich und durchgeführt.
1940,1.Mai: Kollision mit den dt. D EMMA SAUBER im Memeler Tief.
12.Mai: Nach verlassen der litauischen Freihandelszone Hafen Memel mit 5OO ts Flachs für Kalmar von der Küst.Memel gehalten und aufgebracht. Die Reederei kann ordnungsgemäße Ladungspapiere usw. vorlegen sodas Marijampolen noch am gleichen Tag freigegeben werden muß.
3.Aug.: Bei der Annexion Litauens durch die UdSSR liegt das Schiff in Leningrad. Auf sowj. Anweisung werden die Reedereimarken mit Hammer und Sichel übermalt und die sowj. Flagge gesetzt Das formal noch im Eigentum der verstaatlichten litauischen Reederei stehende Schiff wird einsatzmäßig von der Baltijskij Krasnoznamennij Vojenno Vspomogatelnij Torgovi Flot (= Baltische Rotbanner Kriegshilfe Handelsflotte) in Leningrad geführt.
Nov.: Schiff von der Staatlichen Lettischen Seeschiffahrtsgesellschaft, Riga übernommen mit Heimathafen Sventoji.
29.Nov.: Die Akc.B- ve Lietuvos Baltijos Lloydas, Kaunas wird nationalisiert und ganz von der Staatlichen Lettischen Schiffahrtsgesellschaft, Riga übernommen.
1941,27.Juni: Durch Artilleriebeschuß von den Sowjets als Blockschiff vor Dünamünde selbst versenkt.
1.Juli: In dt. Hände gefallen.
1943,Aug.: Von Marine - Bergungskommando - Mitte gehoben zur Reparatur nach Riga verbracht.
9.Dez.: Von der Hüst. Riga zur Prise erklärt. (Wird später aufgehoben und wegen der Selbstversenkung in Beuteerklärung geändert.) Die Reparaturarbeiten erfolgen unter Aufsicht der 'Weichsel' . Danziger Dampfschiffahrt- und Seebad AG., Danzig.MARIJAMPOLE ist als Eigentum - Ersatzschiff für den verlustigen D DIRSCHAU (ex polnisch TCZEW, 76O BRT)vorgesehen. Eigentumsübertragung wird vom Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete ablehnt nach anlaufen der Reprivatisierungsmaßnahmen in der Seeschifffahrt des Ostlandes. Die angebotene spätere Bewirtschaftung wird von der Danziger Reederei mit Hinweis auf die noch zu erwartende lange Reparaturzeit usw. abgelehnt.
1944,Jan.?: Die KM setzt zur Betreuung der Reparaturarbeiten usw. vor Übergabe des Schiffes an das Reichsministerium für die besetzten Ost gebiete die Reederei Wendenhof GmbH., Wismar ein.
5.Feb.: Abgabe des Schiffes an der RKS, der vorgesehene Bewirtschafte bleibt die Reederei Wendenhof GmbH.. Der angebliche neue Name WENDENHOF ist nirgendwo in den Akten belegt
Sep.: Befehl des MOK Ost an den Hafenkommandanten von Riga das MARIJAMPOLE bei der bevorstehenden Räumung der Stadt Riga als Blockschiff vor Dünamünde zu versenken ist.
Okt.: Wegen Transportmittelmangel vom Hafenkommandanten eigenmächtig mit wertvollen Werftgut usw. beladen.
11.Okt.: Vom Schlepper ORTRUD aus Riga abgeschleppt.
16.Okt.: Der Schichauwerft in Königsberg zur Endreparatur zugewiesen
1945,Jan.:Reparatur auf Befehl des OKM eingestellt und Schiff aufgelegt.Die betreuende Reederei läßt MARIJAMPOLE nach Wismar zur dortigen Hansewerft GmbH, schleppen. Die Werft kann jedoch die noch notwendigen großen Reparaturen ( Aufbauten, Masten und Schornstein) aus Materialmangel nicht zu Ende bringen.
Mai: Nach Besetzung Wismar's durch die Briten erhält die Reederei Wendenhof GmbH. vom Schiffahrtsamt Hamburg den Auftrag das inzwischen wahrscheinlich auf FRIEDRICH KARL II umgetaufte Schiff weiter zu betreuen.
28.Juni: Übergabe der Stadt Wismar an die Sowjets. Obwohl die Briten vorher alles schwimmende Material wie Schuten,Yachetn usw. abtransportieren lassen sie die MARIJAMPOLE/FRIEDRICH KARL II im Holzhafen liegen.
1946: Die Reederei Wendenhof GmbH siedelt nach Hamburg um und die Fa. 'Nord' - Handelsgesellschaft H. G. Wentzel KG übernimmt die Betreuung des Schiffes für die Reederei in Wismar.
1947,Frühjahr: Bei einen Sturm wird das Schiff von der Vertäuung los gerissen und kentert in der Hafeneinfahrt von Wismar. Die erforderliche schnelle Bergung wird von der Taucher- und Bergungsfirma Tolksdorf im Auftrag der WSD Schwerin durchgeführt. Spätere Untersuchunge ergeben das die Maschine intakt geblieben sein soll.
8.Nov.: Als FRIEDRICH KARL II noch in Wismar gemeldet.
1949,19.April: Untersuchung des mit WRACK NR. S 117 - FRIEDRICH KARL II bezeigneten Schiffes ergibt die Reparaturwürdigkeit des nun durch die Hafengemeinschaft Wismar betreuten Schiffes.
1950,Mai?: Durch die Generaldirektion Schiffahrt in Berlin verstaatlicht und von der Geräteleitstelle des Wasserstraßenhauptamtes Rostock übernommen.
28.Mai: Umbaubeginn bei der Hansewerft Wismar als Seeleichter für die Schrottbergung an der DDR - Küste.
25.Sep.: Nach Stralsund, zur Staatswerft geschleppt um aufgeslipt zu werden.
12.Nov.: Ende der Unterwasserarbeiten in Stralsund und Zuwasserlassung des Schiffes.
18.Dez.: Änderung der Umbauplanung zum Frachtdampfer,da Einsatz als Schrottsammeltransporter ohne Schlepper (sollten aus Westdeutschland gekauft werden) nicht möglich.
Dez.Ende: Arbeiten auf Anordnung der Generaldirektion Schiffahrt gestoppt und Schiff aufgelegt.
1951,März : Hauptmaschine verschrottet.
1952: Nach Wolgast geschleppt.
7.Juli: Anweisung das Schiff/Torso zu verschrotten ist.
16.Sep.: Mit Abwrackarbeiten des nun am Stralsunder Schrottplatz liegenden Schiffsrumpfes noch nicht begonnen.
1952/53: In Stralsund abgewrackt.



D MARIJAMPOLE   HBV. 941 BRT

Built at shipyard Nüscke & Co., AG., Stettin as #249.

Oct 1919  Launched as NORDSÖEN for D/S (Steamship-Company) Vesterhavet (Lauritzen, Mgr.) in Esbjerg, Denmark.

April 16, 1919: Ready to be handed over to client, but the transfer resp. export of the ship is prohibited by the German government as numerous ships are due to be delivered as reparations to the Allied powers.

End of year l920: Restrictions released, ship is handed over to client/owner by the shipyard.

April 2, 1937: Ship is sold to Lithuania for a price of 13,500 £.

April 16, 1937: Ship is registered as MARIJAMPOLE for Akc. B- vé Lietuvos Baltijos Lloydas, Klaipeda (Baltijos Transporto Bendrové s.a.a.,Mgrs.) at Klaipeda (Memel).

März 23, 1939: Re-Patriation of Memel area to Germany requires a new registration of the Lithuanian ship to the small fishing port of  Sventoji.

Mai 1, 1940: Collision with German steamship EMMA SAUBER in Memel approaches.

Mai 12, 1940: After leaving the Lithuanian free-trade area in the port of Memel the ship, with a cargo of 500 tons of flax and destination Kalmar (Sweden), is stopped and seized off the coast. As the owners can provide correct cargo documents, the ship is released again at the same day.

Aug 3, 1940: When Lithuania is seized by the Soviet Union, the ship is at Leningrad. Upon Soviet orders, company markings are painted over with the signs of hammer and sickle and the Soviet flag is raised. The ship which is official property of the nationalized Lithuanian company is operated by Baltijskij Krasnoznamennij Vojenno Vspomogatelnij Torgovi Flot (Baltic Red banner war aid merchant fleet) at Leningrad.

Nov, 1940: Ship is taken over by the National Latvian Seatrade Company, Riga, homeport  Sventoji.

29.Nov.: The previous owner, Akc.B- ve Lietuvos Baltijos Lloydas, Kaunas is nationalized and completely taken over by National Latvian Seatrade Company, Riga.

June 27, 1941: Ship is scuttled by Soviet artillery as block ship off Dünamünde.

Juli 1, 1941: Ship (wreck) falls into German hands.

August, 1943: Ship is raised by German Central Area Naval Salvage Command and brought to Riga for repairs.

9.Dez.: Ship is declared to be a prize by Harbour control authority, Riga. (Decision rescinded later and changed into ,,war booty" due to scuttling). Repair works are executed under control of  'Weichsel' Danzig Steamship and Coast Resort Company, Danzig. MARIJAMPOLE is planned to be property replacement ship for the lost steamer DIRSCHAU (ex polish TCZEW, 760 grt). The transfer of property is refused by the German ministry for the occupied Eastern areas as shipping companies in the Eastern areas are planned to become private, again. An offer of later management is declined by the Danzig company due to the expected long repair time.

January,1944 ?: The Kriegsmarine employs the shipping company Wendenhof GmbH., Wismar for the repair works management prior to the ship'shandover to the German ministry for the occupied Eastern areas.

February 5, 1944: Handover to the RKS, shipping company Wendenhof GmbH. remains the planned operator. The mentioned new name WENDENHOF is not to be found in the archives.

September, 1944: Order of Naval Eastern High Command (MOK Ost) to Senior Officer of harbour Riga to scuttle MARIJAMPOLE during the evacuation of Riga Riga as block ship off Dünamünde.

October, 1944: Due to lack of transport means, MARIJAMPOLE is loaded with high-value shipyard goods by Senior Officer of harbour Riga acting on his own authority.

October 11, 1944: Ship is towed away from Riga by tug ORTRUD.

October 16, 1944: Ship is allocated to shipyard Schichauwerft at Königsberg for final repairs.

January, 1945: By order of Naval Supreme Command (OKM), repairs are terminated and ship is beached. The operating shipping company has MARIJAMPOLE towed to Wismar to shipyard Hansewerft GmbH. Due to lack of materiel, the shipyard cannot complete the necessary large repairs at superstructure, masts and funnel.

May, 1945: After occupation of Wismar by British forces the shipping company Wendenhof GmbH. Is ordered by Seafaring authority Hamburg to continue to care for the ship which, probably, has been re-named FRIEDRICH KARL II by now.

June 28, 1945: Wismar is handed over to Soviet forces. Althought the Brits have removed all floating materiel like barges, yachts etc. the let MARIJAMPOLE/FRIEDRICH KARL II remain in the wood trade harbour.

1946: The shipping company Wendenhof GmbH relocates to Hamburg and the 'Nord' - Handelsgesellschaft H. G. Wentzel KG takes over ship management.

Spring 1947: During a storm, the ship's moorings part and she capsizes in the harbour entrance of Wismar. The necessary quick salvage is done by the Diving and Salvage Enterprise Tolksdorf tasked by the Local Waterways and Shipping Office (Wasser- und Schiffahrtsamt) Schwerin. According to later test results, the engine remained in working order.

November 8, 1947: Still registered at Wismar as FRIEDRICH KARL II .

April 19, 1949: Inspection of the ship which is listed as WRACK NR. S 117 - FRIEDRICH KARL II and managed by Harbour Company Wismar yields the result that it is worthy to be repaired.

May, 1950: Ship is nationalized by order of General Management of Shipping (Generaldirektion Schiffahrt) in Berlin and taken over by Materiel Direction Authority (Geräteleitstelle) of Main Waterway Office (Wasserstraßenhauptamt) Rostock.

May 28, 1950: Begin of reconstruction at shipyard Hansewerft Wismar as seagoing barge for scrap salvage on the GDR coastline.

September 25, 1950: Towed to National Shipyard (Staatswerft) Stralsund for underwater hull repairs.

November 12, 1950: Underwater repairs at Stralsund finished; ship is floated again.

December 18, 1950: Reconstruction planning is changed; ship is to become a freighter, as operations as scrap collection transport is impossible without tugs (which were to be bought in Western Germany).

End of december, 1950: All work is terminated by order of General Management of Shipping (Generaldirektion Schiffahrt), ship is laid up.

March, 1951 : Main engine is scrapped.

1952: Ship is towed to Wolgast.

Juli 7, 1953: Ship/Hull is ordered to be scrapped.

Sep 16, 1952: Works to scrap the hull which rests at the scrapyard at Stralsund has not yet begun.

1952/53: Broken up at Stralsund.


Gruß

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Darius


Darius

PRODROMOS, + 09.05.1944, vor Sewastopol
--/>/> FMA
--/>/> HMA

Wurde das Wrack geborgen?


:MG:

Darius

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