Jede Seite versuchte doch durch das Abhören auf der »Wellenlänge« des Gegners was ,,Neues" zu erfahren.
Zur funkelektronischen Aufklärung hatten wir doch die so genannten Vermessungsschiffe Alster, Oste und Oker. um in den Manövergebieten der WP-Staaten zu operieren.
Die VM hatte HYDROGRAPH,METEOR und KOMET zum selben Zweck.
Gibt es da nicht mal ein paar Erlebnisse etwas über ausspionierte ,,Geheimnisse" zu berichten....... :O/Y
Ist doch alles Geschichte, sollte man doch Heute drüber reden/schreiben können, oder ?
:MG:
Manfred
Manfred - wenn Du da mehr wissen willst so empfehle ich Dir mal - Spezialfunkdienste der NVA - zu googeln. Hatte mit uns "normalen Tastenquälern " sehr wenig zu tun. Die Seiten sind aber sehr interessant.
Gruß - Achim - Trimmer
Danke Achim aber ich dachte ich könnte vielleich den einen oder anderen locken mal etwas zu erzählen/schreiben........ :O/Y es sind doch einige hier im Forum
die auf so einem Aufklärungsschiff gefahren sind.
:MG:
Manfred
Manfred - glaube ich Dir ja von Seiten der BM gerne. Aber ob sich hier Leute äußern die bei " Horch und Guck " waren :? Soweit ich es mit bekommen habe gab es doch da "Spezialisten " des MfS die diese Funktionen erfüllten. Ich lasse mich aber gerne belehren falls es nicht so war.
Gruß - Achim - Trimmer
PS: Manchmal gab es einen "Ansch.... " und keiner von uns konnte genau sagen woher . Soll wohl damals von der Funkabwehr /Funkaufklärung des MfS gekommen sein. Wir waren in Niederlehme und die Truppen des MfS waren Luftlinie 3 km entfernt in Gosen.
Zitat von: Trimmer am 05 September 2010, 12:00:41
Manfred - glaube ich Dir ja von Seiten der BM gerne. Aber ob sich hier Leute äußern die bei " Horch und Guck " waren :? Soweit ich es mit bekommen habe gab es doch da "Spezialisten " des MfS die diese Funktionen erfüllten. Ich lasse mich aber gerne belehren falls es nicht so war. .
Achim, ich bin halt Optimist....... :O/Y
" Horch und Guck " :-D
Ähm.....eine Frage waren eigentlich welche vom MAD bei uns an Bord.....?
:MG:
Manfred
moin,
Zitat von: Albatros am 04 September 2010, 12:25:22
Gibt es da nicht mal ein paar Erlebnisse etwas über ausspionierte ,,Geheimnisse" zu berichten....... :O/Y
Ist doch alles Geschichte, sollte man doch Heute drüber reden/schreiben können, oder ?
Nein, nicht unbedingt. Geheimnisträger sind auch nach dem Ausscheiden aus dem Dienst zur Wahrung der Geheimnisse verpflichtet. Ich selbst habe eine dementsprechende Erklärung noch vor 10 Wochen unterschrieben.
Gruß, Urs
Urs - Dich verstehe ich da ja aber ich glaube Manfred (und auch mir ) geht es mehr um Dinge die nun über 20 Jahre zurück liegen.Wäre ja sonst so als ob ich wegen "Geheimnisverrats " von Sachen aus der NVA heute noch belangt werden könnte :-D
Gruß - Achim - Trimmer
Meines Wissens fuhren Mitarbeiter des MAD nur offiziell mit, also wenn etwas zu ermitteln war, von IM's ist mir nichts bekannt.
Axel
.... da ist einiges nicht ganz richtig, auf den Vermessungsschiffen der VM ( D41, D42, D43) fuhren im Normalfall die Aufklärungsfunker des Funkdienst 18. (Zingst, Tarnewitz) die hatte mit den Aufklärungsfunkern des Mfs nichts zu tun. Das Mfs hatte einen eigenen Funkraum auf der Hydrograph (D41). Dort hatte die VM keinen Zutritt. Aufklärungsziel waren natürlich der BGS - See, die BM / NATO Seestreitkräfte.
In sehr seltenen Fällen kam es vor, das auf D41 d. Mfs und FD 18 zur gleichen Zeit mitfuhren. Man hatte sich aber nichts zu sagen. Tatsächlich konnte man ein gewisses Konkurrenzverhalten merken. Der FD 18 gehörte also nicht zu Horch und Guck sonder zur VM!
Da gibt es durchaus einiges zu erzählen .
Schließlich fuhren damals viele Wehrpflichtige/gescheiterte Verweigerer mit .
Diese wurden im einfachen Borddienst eingesetzt , bekamen aber auch brisante Sachen mit .
Die Abteilung "Horch und Guck" waren bei uns- (Oker und Alster) sog. "Kaschuben" - Wurden nur an Bord genommen , wenn es in die Danziger Bucht ging .
(Meistens Sprech-Funker Russisch -Polnisch-Lettisch etc. )
Es waren viele ! Kombüse war überfordert , Essen dementsprechend ........
Ansonsten war der MAD an Bord einfach nicht notwendig . Handy`s gab es noch nicht , Flaschenpost war/ist nicht effektiv .
Tatsächlich sind wir dann gelegentlich irgendwelchen Sowjet-Kreuzern hinterher gejagt , aber auf Grund unserer mangelhaften Geschwindigkeit nicht mal in die Nähe gekommen .
Ziel war es , die neuen Russen-Pötte vor unsere Stereo-Objektive zu bekommen .
(3D sagt man heute )
Diese Messboote / Flottendienstboote waren im Einsatz immer zu langsam . Nur auf dem Rückmarsch nach Hause wurden neue Rekorde aufgestellt :MZ:
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
wäre schön wenn Du etwas ausführlicher Deine Erlebnisse schildern könntest, auch in Deinem vorletztem Beitrag zur Rollenkarte wolltest Du eigentlich beim nächsten mal mehr erzählen...... :O/Y
:MG:
Manfred
Wolfgang - ich kann mich dem Wunsch von Manfred nur anschliessen. Mit den "Spezis " der rusischen Sprache ist eigentlich klar war ja die Kdo - Sprache und selbst wir hatten da bei einer "Zusammenarbeit " oft echte Probleme - fonetisch prijom - kommen
Gruß - Trimmer - Achim
Hallo und ein freundliches"Ins Deck" in dieser Runde!Ich möchtemich kurz vorstellen.Mein Name ist Thorsten,komme aus einer kleinen Stadt in Oberfranken und war 8 Jahre bei der grauen Flotte (93 -2000) als Decksmaat eingesetzt unter anderem bei dem Flottendienstboot " Oste "(Flensburg/Kiel) und auf einem Minenbock,Kl.343 " Pegnitz "!
Ich verfolge dieses Forum dschon eine ganze Zeit mit und finde es sehr Interesant über was hier alles und mit einem Fachwissen diskutiert wird!
Vieles was auf den "Horch & Guck" Booten aufgeklärt/aufgezeichnet wurde in der Opz,Funkraum,Sonar haben selbst die Bordfahrer nie mitbekommen/mitgehört!Ich selbst war in 3 Jahren nur 1x in diesen Räumen und das nur im Hafen wo sie ausgeräumt war!Die meisten Geräte wurden ja erst von dem BET mitgebracht!Auch der Container de von den Bayrischen Kollegen vom Fichtelgebirge besetzt war war meistens verschlossen!Der MAD war aber nur in den Häfen ab und zu an Bord wenn irgendetwas in irgendwelchen Kneipen oder Familien oder am Telefon die Runde machte und die es mitbekommen haben!Handys mußten bei derSeefahrt abgegeben werden,sofern irgendeiner eins hatte in dieser Zeit.
Das was wir auf der Brücke mitbekommen haben war halt nur die optische Aufklärung und die war schon wenn sehr Spannend teiweise!Es gab einen Aufklärungsrudergänger,Fotografen & Kamerateam wenn irgendein rotes Schiff aus Baltisk rauskamm oder bzw einer von den roten Vögeln mal schaute ob wir noch dort lagen wo wir sein sollten!Die meiste Zeit hatten wir auch einen Beobachter dabei ( "Pauk" vom Grenzschutz oder Stenka klasse)Wenn Mannöver oder schiessen von den Roten angesetzt war kammen noch die Schweden mit ihrer "Cola-Dose"(Orion),die Polen mit ihrem "Navigtor"und die Dänen mit ihrer "Flyyvefisken"vorbei die dann doch sehr ruppig und energisch in die Russischen Mannöver eingegriffen haben!
Bis dahin erstmal
moin, Thorsten,
Zitat von: seeziege am 27 September 2010, 09:57:02
Die meisten Geräte wurden ja erst von dem BET mitgebracht!
als ex-Mariner sage ich "herzlich willkommen" (die Ehemaligen-Fraktion kann jede Hilfe brauchen)
es gibt aber auch viele (sehr nette :-D :wink:) Nicht-Mariner hier; deswegen erlaube ich mir folgende Anmerkung:
BET = Bordeinsatzteam, d.h. die nicht zur Stammbesatzung des Bootes gehörenden Spezialisten, normalerweise Soldaten des "Fernmeldestabs 70"
Zitat von: seeziege am 27 September 2010, 09:57:02
die Schweden mit ihrer "Cola-Dose"(Orion
http://en.wikipedia.org/wiki/HMS_Orion_(A201)
Gruß, Urs
BET ?? Das waren dann zu meiner Zeit noch "Kaschuben " :-D
Auf Grund der Nachfragen hier nun noch einige Impressionen vom Borddienst auf einem Messboot / Flottendienstboot so Anfang der 80er Jahre .
Ich beziehe mich hier auf die Einsätze von Oker und Alster .
Das waren schon ziemlich hässliche Ostsee-Gurken .
Wurde nur noch getopt von der ,,Ostsee-Titte ,, Oste .
Fahrziel war meistens Danziger Bucht , Pillau -Reede ,alles was aus Königsberg kam beobachten .
Sinn und Zweck der Boote z.B.war die elektronische Aufklärung – eher im taktischem Bereich .
Also beobachten ,welche Manöver der Ivan fährt und welche Funksprüche er dazu abgibt .
Gefahrene taktische Manöver der Sovjetflotte sind aufgrund meines Geschmieres am Plottingtisch der Nachwelt/ Bundesmarine wohl nicht erhalten geblieben. ( Siehe anderen Thread dazu ) .
Dann natürlich auch noch jedes WP-Fahrzeug Beobachten /Scannen , ob da nicht irgendwo eine neue Antenne/Rakete oÄ herausspriesst .
Wenn ja , dann diese bitte auch in 3D fotografieren .
Dazu möglichst mit hoher Geschwindigkeit parallel zum Objekt aufschliessen und dann ein paar schöne Aufnahmen machen .
Dies gelang eigentlich nur per Zufall , oder wenn der Russe Maschinenschaden hatte .
Unsere Bewacher waren damals ,,Poti`s" und immer mal wieder ne ,,Mail" die vorbei brummte.
Wenn wir dann doch mal in guter Fotografier-Position waren , lag schon ein U-Jäger auf Kollisionskurs – mal hat´s gescheppert , mal drehten wir ab ........
Sowohl unsere Heizer als auch unsere Seeziegen (11er) bekamen von der Jagd nach einem Objekt natürlich nicht viel mit – Außer dem ,,"Heizergruß" auf der Schanz – Riesensauerei !.
Und später natürlich etwas Beipönen .
Was an Feinheiten im Radom / Horchraum bei unseren ,,Kaschuben ,, so abging , wusste die Brückencrew natürlich auch nicht .
Tatsache war aber : Immer wenn es dann nach Hause ging , waren wir einen Knoten schneller als bei der Verfolgung z.B. der Kirov ......
Grüße ,
Wolfgang
P.S. Paar Oker-Bilder hätte ich noch , nur wie und wohin hochladen ?
Zitat von: seeziege am 27 September 2010, 09:57:02
Aufklärungsrudergänger...............Wenn Mannöver oder schiessen von den Roten angesetzt war kammen noch die Schweden mit ihrer "Cola-Dose"(Orion),
die Polen mit ihrem "Navigtor"und die Dänen mit ihrer "Flyyvefisken"vorbei die dann doch sehr ruppig und energisch in die Russischen Mannöver eingegriffen haben!
Halle Thorsten und (http://www.gratissmilies.de/gifs/welcome/welc_pla1.gif) , interessant Deine Beiträge..... top
Aufklärungsrudergänger........so etwas wie Gefechtsrudergänger oder ?
ruppig und energisch in die Russischen Mannöver eingegriffen haben.......wie darf man sich das vorstellen ?..... :O/Y
:MG:
Manfred
Zitatruppig und energisch in die Russischen Mannöver eingegriffen haben.......wie darf man sich das vorstellen ?.....
Naja, z.B. auf dem Wegerecht bestehen ist da so eine beliebte Möglichkeit...
Axel
Zitat:...........Aufklärungsrudergänger........so etwas wie Gefechtsrudergänger oder???
Ja,genauso muß man es sich vorstellen!Bei der Optischen Aufklärung wurde,soweit ich von der " Oste "sprechen kann ist immer eine Spezielle Wache aufgezogen.Betsehend aus:Kdt.;Fahr-Wo;NO+Nav-Mt1 & 2,b.z.w.Nav Mstr.;Rudergänger;Fotografen und Videoteam,Schreiber und Beobachter!
Zitat:
......ruppig und energisch in die Russischen Mannöver eingegriffen haben.......wie darf man sich das vorstellen ?.....
...das der Däne oder Schwede sich meistens nicht daran gestört hat was der Russe an Seezeichen gesetzt hat.Egal ob Formationsfahrten,Manövierbehindert/unfähig,";Bitte fernhalten;Flagge "Bravo" u.s.w.....der ist immer ganz abgebrüht da reingefahren!Meistens kam es dann zum "Mannöver des letzten Augenblicks ".
Der Däne,b.z.w Schwede kam ja auch immer nur in die Bucht wenn was von den Russen ebenfalls vor ort war und nicht wie wir für 3 Wochen in einer unserer Boxen gelegen/getrieben sind!
Fotos sind von solchen Aktionen leider nichtvorhanden,da es uns,zumindest den " Oste " fahren untersagt war welche zumachen!
gruß Thorsten
Hallo zusammen,
ich bin in der Zeit von 1989 bis 1997 als 22er (Horchfunker) in Flensburg gewesen und habe auch genug Fahrten auf allen 3 Messbooten gemacht.
Wir sind damals als streng geheim eingestuft worden und zur absoluten Schweigepflicht verpflichtet worden.
Dieses gilt auch nach der Dienstzeit.
Ich kann aber eins sagen was sicher auch viele wissen, beide Seiten wussten immer genug von dem anderen.
Was unsere Aufgabe war möchte ich lieber nicht sagen.
Gruß Mario
Zitat von: Urs Hessling am 27 September 2010, 10:07:37
moin, Thorsten,
Zitat von: seeziege am 27 September 2010, 09:57:02
Die meisten Geräte wurden ja erst von dem BET mitgebracht!
als ex-Mariner sage ich "herzlich willkommen" (die Ehemaligen-Fraktion kann jede Hilfe brauchen)
es gibt aber auch viele (sehr nette :-D :wink:) Nicht-Mariner hier; deswegen erlaube ich mir folgende Anmerkung:
BET = Bordeinsatzteam, d.h. die nicht zur Stammbesatzung des Bootes gehörenden Spezialisten, normalerweise Soldaten des "Fernmeldestabs 70"
Zitat von: seeziege am 27 September 2010, 09:57:02
die Schweden mit ihrer "Cola-Dose"(Orion
http://en.wikipedia.org/wiki/HMS_Orion_(A201)
Gruß, Urs
Hallo,
ich möchte hier keinen beleidigen und bitte alle betroffenen um Entschuldigung, aber zu meiner Zeit gab es für alle die nicht zur Stammbesatzung gehörten einen einzigen Oberbegriff: Mob
Dieser Ausdruck wurde bei einer Ansprache des Kommandanten ( Name ist mir nicht mehr geläufig ) mit den Worten " Ihr sollt zum Mob nicht Mob sagen " zwar verboten, war aber doch recht geläufig und wurde geduldet.
Gruß Pille(ndreher)
Zitat von: E-Meister am 28 September 2010, 00:13:04
Tatsache war aber : Immer wenn es dann nach Hause ging , waren wir einen Knoten schneller als bei der Verfolgung z.B. der Kirov ......
Hallo,
Geschichte hat ihren eigenen Scharm, inbesondere wenn man nach Jahren beide Seiten anhören und betrachten kann ...
Vom Thema her ähnlich ... und schon mal erzählt ...
Story one (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,8200.msg148149.html#msg148149)
(... und darüber liegende posts ...), des weiteren:
Story two (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,8200.msg148152.html#msg148152)
Vielleicht kann @E-Meister noch eine im Hinblick auf die "KIROV" beisteuern ... würde mich freuen ...
Grüsse
OLPE
Moin moin,
zur KIROV kann ich noch eine Geschichte beisteuern, da ich damals bei der "Erstsichtung" mit der alten OSTE dabei war:
Diese Schiffsklasse hatte zuerst noch keinen Namen, sondern wurde als "BAL-COM 1" (Baltic Combattant 1) bezeichnet. Wir hatten Indikationen, dass das Schiff aus dem Finnischen Meerbusen in die Ostsee laufen sollte, um Maschinenerprobungen zu fahren.
Wir lagen also bei 24° Ost, wo die finnischen und russischen Hoheitsgewässer zusammentreffen und sich die Messboote die "rote Nase" geholt haben, auf der Lauer. Plötzlich kam sie raus, huschte an uns vorbei und verschwand genau so schnell Richtung Süden. Wir schmissen die alten Sulzer-Zweitakter an und "jagten" den Kreuzer vor uns her, will heißen, wir folgten mit 12 kn. Mehr war selbst bergab und mit Bullen im Nacken nicht drin.
Endlich, in der Danziger Bucht, hatten wir sie, aber nur, weil hier die Erprobung stattfinden sollte. Natürlich waren wir scharf auf Fotos jeglicher Art, am liebsten Nahaufnahmen, da fast alles an diesem Schiff neu war. Leider hatten die Iwans einen Bewacher für uns abgeteilt: ein Hilfsschiff der Kamenka-Klasse. Das war zwar auch kein Rennboot, konnte aber immerhin zwei Knoten mehr laufen als wir. Immer, wenn wir versuchten, an den Kreuzer heranzukommen, kam der Bewacher von Steuerbord und drängelte uns ab.
Schließlich spielte unser Kommandant den einzigen Trumpf aus, den wir hatten: die OSTE hatte als ehemaliger Schlepper eine für ein 50 m-Schiff riesige Schraube (guckst du hier... (http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,996.msg147188.html#msg147188)) und damit eine Beschleunigung, von der andere nur träumen konnten. Wir fuhren also wieder einmal mit AK auf die gestoppt liegende KIROV zu, die KAMENKA fuhr an Steuerbord neben uns her und drängte uns langsam nach Backbord ab. Plötzlich ließ unser Kommandant die Maschinen stoppen, ging kurz auf zurück und sofort wieder mit Ruder hart Steuerbord auf "voraus Große". Der Bewacher rutschte noch vorn weg und ehe er gewendet hatte und wieder die Verfolgung aufnehmen konnte, waren wir schon in 100 m Abstand an beiden Seiten der KIROV entlanggefahren und hatten etliche Meter Filmmaterial durchgejagt. Klar, dass wir dabei formatfüllende Detailaufnahmen von allen Antennen und Waffen bekamen.
Für unseren Heizer in der Maschine waren diese Fahrmanöver eine echte Herausforderung. Die OSTE hatte weder Verstellpropeller, wie ALSTER und OKER, noch ein Wendegetriebe. Die beiden Diesel waren ständig direkt auf die Welle gekuppelt und mussten für Rückwärtsfahrt andersherum angelassen werden. Hier hieß es also, die nach "Stop" nachlaufenden Motoren vorsichtig mit Anlassluft abbremsen, die Steuerung umlegen, wieder anlassen und nach wenigen Sekunden das ganze nochmal retour. Eigentlich erstaunlich, dass die Technik das alles schadlos überstanden hat, denn der Dampfer war damals schließlich auch schon rund 40 Jahre alt...
Ich hoffe, der eine oder andere hat Spaß an dieser Geschichte
Viele Grüße von
"Chief Tank" Uwe
Das hört sich ,sprich liest sich, alles sehr interessant an.
Nur, das sind ja alles Erfahrungen und Erlebnisse von uns aus dem Westen. Für mich fehlen die Erlebnisse der"anderen" Seite.
Ich habe am 23.10. 10 in der Rubrik : Was für ein Buch liest Du, ein Buch empfohlen, das genau die Thematik aus Sicht oder als Erlebtes von einem hohen VM-Offizier schildert (Ist keiner von Euch drauf eingegangen , heul-schnief ). Das Buch heißt : Im Alarmzustand. Da wir genau berichtet von den Aufklärungsschiffen Gauss und Hydro... dings ( mir fällt der richtige Name nicht ein )
Gruß Hastei
Hallo Harald - nach der Wende hatten wir mal einen ehemaligen Angehörigen der VM auf der Baustelle. Der war wohl auf der "Jasmund". Erzählt hat er aber relativ wenig. Nur das da Funkaufklärung gemacht wurde sowie Funkmeß.Die "Hydrograph" war ja wohl nur bis 1983 im Einsatz. Obwohl ich als "normaler Tastenquäler" damals versucht habe einige Sachen zu erfahren war bei dem Mann "Funkstille". Nach wie vor denke ich das der Mann damals beim MfS war und .....
Harald, die Bücher die ehemalige Generäle oder Admirale der NVA oder der VM schreiben - da habe ich immer so ein Problem
Gruß - Achim - Trimmer
mag ja sein, Achim, aber dieses Buch hat mir meinen Betrachtungswinkel vergrößert . ich empfehle das Buch zu lesen, auch wenn Ihr
vielleicht denkt,ich bin am Gewinn beteiligt.
Andersherum gibt und gab es ja unzählige Bücher der , wie B.L. sie nennt . Nazi-Marine. Sind da auch Vorbehalte die Bücher zu lesen ?
es grüßt der Hastei
Harald da verstehst Du mich falsch. Ich habe überhaupt nichts gegen Bücher die sich mit Zeitgeschichte beschäftigen. Ich habe aber irgendwie immer etwas Bauchschmerzen wenn Leute die bis gestern völlig im System integriet waren heute mit ihren Wahrheiten Bücher schreiben. Ist zwar jetzt eine andere Person aber sieh Dir mal den Wendehals Günter Schabowski ( Maueröffnung ) an .
Empfehlen kann ich eigentlich Manfred Bischoff. Bei ihm findest Du unter www.manfred-bischoff.de/VSA.htm einen guten Beitrag zur 4.Vermessungsschiffsabteilung der VM. ( 4.VSA )
Gruß - Achim - Trimmer
Zitat von: Chief tank am 18 Januar 2011, 00:22:53
Schließlich spielte unser Kommandant den einzigen Trumpf aus, den wir hatten: die OSTE hatte als ehemaliger Schlepper eine für ein 50 m-Schiff riesige Schraube
Für unseren Heizer in der Maschine waren diese Fahrmanöver eine echte Herausforderung. Die OSTE hatte weder Verstellpropeller, wie ALSTER und OKER, noch ein Wendegetriebe. Die beiden Diesel waren ständig direkt auf die Welle gekuppelt und mussten für Rückwärtsfahrt andersherum angelassen werden. Hier hieß es also, die nach "Stop" nachlaufenden Motoren vorsichtig mit Anlassluft abbremsen, die Steuerung umlegen, wieder anlassen und nach wenigen Sekunden das ganze nochmal retour. Eigentlich erstaunlich, dass die Technik das alles schadlos überstanden hat, denn der Dampfer war damals schließlich auch schon rund 40 Jahre alt...
Ich hoffe, der eine oder andere hat Spaß an dieser Geschichte
Viele Grüße von
"Chief Tank" Uwe
Moin, moin, Uwe,
gerade diese alten Motorentypen machten eigendlich alles mit, wenn der Maschinist (auf Binnenschiffen), die Maschinisten (bei der Marine) den Motor kannten, die neuen Motorentypen würden das nicht durchhalten und mitmachen,
:MG:
Zitat von: Chief tank am 18 Januar 2011, 00:22:53
Ich hoffe, der eine oder andere hat Spaß an dieser Geschichte
... :-D :-D ...
Hier ein Blick auf ein ähnliches Thema im NVA-Forum (http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=3634&st=0)
Vielleicht lassen sich einige Histörchen aus der 'east side gallery' finden ...
Auch ganz interessant:
Defense Imagery: bei "Enter Search Terms"
Jasmund eingeben ... (http://www.defenseimagery.mil/index.htm)
Grüsse
OLPE
Moin Norbert,
mit dem "Kennen" der Motoren war das so eine Sache: die Motoren der OSTE waren in der Bundesmarine absolut einzigartig, sowas wurde an der Technischen Marineschule höchstens beiläufig erwähnt. Das Wissen um die Bedienung musste an Bord von einem zum anderen weiter gegeben werden.
Soweit ich mich erinnere, waren es zwei Zweitakter mit jeweils fünf Zylindern der Schweizer Firma Sulzer, Leistung je 800 PS, die über ein gemeinsames Getriebe auf eine Welle arbeiteten. Die maximale Drehzahl betrug 270 U/min (sorry, ist nicht nach ISO, aber "Minute hoch minus eins" finde ich persönlich doof. Dienstlich nutzen wir auch lieber die englische Bezeichnung "RPM"). Da die Motoren bei vor-zurück-Manövern umgesteuert wurden, brauchten sie gerade beim Anlegen enorme Mengen an Anlassluft. Deshalb befanden sich im MotRaum zwei riesige Druckluftbehälter. Trotzdem soll es ein Fahr-WO einmal geschafft haben, dass die Heizerei "Feuer aus" wegen fehlender Luft meldete, als die OSTE noch mitten im Flensburger Stützpunkt trieb... :-D
Die protokollierte Anzahl an Fahrmanövern bis dahin lag bei ungefähr 90.....
Unser Kommandant hat darauf geachtet, dass seine WOs richtig lernten, mit dem System umzugehen. Deshalb wurde auch schon mal während der Hafenliegezeit An- und Ablegen geübt.
@Hastei
ich hoffe auch, dass sich mal jemand von der "anderen" Seite mit einer Geschichte meldet. Da ist sicherlich auch das eine oder andere bemerkenswerte vorgefallen. Unsere Begegnungen in See sahen meistens so aus, dass bei uns die halbe Freiwache an Deck kam, um zu gucken, während drüben auf dem "Kondor" o.Ä. das Oberdeck geräumt wurde und nur auf der Brücke diverse Offiziere, mit Ferngläsern und Kameras bewaffnet, recht emotionslos zu uns herübersahen. Aber an Stellen, die von der Brücke nicht einsehbar waren, kamen immer wieder Kameraden zum Vorschein, die (wahrscheinlich verbotenerweise) mit uns Kontakt aufnahmen durch Winken, Maßband zeigen usw. :ML:
Grüße von
Uwe
Zitat von: Chief tank am 19 Januar 2011, 01:45:23
ich hoffe auch, dass sich mal jemand von der "anderen" Seite mit einer Geschichte meldet. Da ist sicherlich auch das eine oder andere bemerkenswerte vorgefallen. Unsere Begegnungen in See sahen meistens so aus, dass bei uns die halbe Freiwache an Deck kam, um zu gucken, während drüben auf dem "Kondor" o.Ä. das Oberdeck geräumt wurde und nur auf der Brücke diverse Offiziere, mit Ferngläsern und Kameras bewaffnet, recht emotionslos zu uns herübersahen. Aber an Stellen, die von der Brücke nicht einsehbar waren, kamen immer wieder Kameraden zum Vorschein, die (wahrscheinlich verbotenerweise) mit uns Kontakt aufnahmen durch Winken, Maßband zeigen usw. :ML:
Grüße von
Uwe
Moin, moin, Uwe,
wie das nun nach 1970 auf den MSR Kondor 1 und Kondor 2 und den anderen Kampfschiffen war, kann ich nicht sagen, auch bei den MLR-Schiffen Typ Krake bis 1972, weiß ich nichts,
denkmal, das besonders die Schiffe der 4.Flottille alles etwas schärfer gehandhabt wurde,
wenn wir mit R11 raus mußten, um uns dann an die Oste oder Trave zuhängen, gings immer gemüdlich zu, auch trieben wir uns an Deck umher und machten wir Manschaften mit der 2.Fotokamera Bilder, die 1.Fotokamera war ja beim Kpmmandanten abgegeben :-D , nur die Qualtät der Bilder war nicht doll, lag auch an den Filmen und der minimalen einstellmöglichkeit bei den 6x6 und 6x9 Kameras,
hat nicht jemand von den Besatzungen der Oste oder Trave noch Fotos von unserem Schiff in seinem Bestand und könnte mir welche senden?
Zitat von: marinjo am 17 Januar 2011, 13:33:39
Hallo zusammen,
Wir sind damals als streng geheim eingestuft worden und zur absoluten Schweigepflicht verpflichtet worden.
Dieses gilt auch nach der Dienstzeit.
Gruß Mario
Hallo Mario,
auch jetzt noch ?
:MG:
Manfred
Die Schweigepflicht gilt immer!
Axel
:MG:
Gruß, Urs
Zitat von: Big A am 20 Januar 2011, 14:49:17
Die Schweigepflicht gilt immer!
Axel
Also ich bin ja dann noch 1981 auf der Piet Hein (Kortenaer-Klasse) gefahren......
Was die sogar im "Ziegendeck" über uns (Messboote) wüssten , war schon umfassend .
Mit der halben Besatzung dann noch etwas durch Kiel geschlendert , Kieler Woche !
Iwan müsste spätestens ab diesem Abend alles wissen .
Kieler Woche = Update für Sowjet-Marine (Damals :-D )
Möchte jetzt nicht weiter auf die Kombination Schwesternheime/Bordfeste eingehen......
Wolfgang
Moin denn.
Ich bin seit 1990 als Beamter bei der Marine. Ich war im MFmSkt71 (Twedter Feld), bin jetzt in der Nachfolgedienststelle FmAufklAbschn911.
Ich bin als Resevist 11 Jahre mit allen 3 Booten zur See gefahren. Wir hatten immer jede Menge Spaß, haben aber nie unseren Auftrag
aus den Augen verloren.
Ach, nur um das mal aufzuklären, nicht nur aus dem Stab70 waren Leute an Bord. Wir wollen doch den MFmSkt71 nicht vergessen.
Von dort kamen immer die A1er und ein paar Kaschuben.
Gruß
eko
Hallo & gutem Morgen!
Es kamen aber auch ab und zu auch welche vom Schneeberg im Fichtelgebirge mit als die Station noch betrieben wurde!
Die haben dann immer in den Containern auf dem Mitteldeck zwischen Wachstand & Schornsteindeck Ihre Anlagen aufgebaut!Öfters brachten Sie auch so komische Getränke in Fässern mit die schnell vernichtet worden sind!Irgendwie ist uns aber dieser schwarze Hopfentee nie so gut bekommen!Da hatte man immer ganz doll Kopfaua am nächsten morgen
Die Kameraden vom Berge hatten dafür des öfteren probleme mit dem Seegang!Teilweise taten Sie einem schon leid!Aber feine Kameraden waren sie alle!
Gruß Seeziege Thorsten
moin moin
schade, das hier doch auch eine menge müll erzählt wird.
ich war no auf alster von 82 bis 87.
also fhg
hajo
Servus Hajo,
schade, daß wir darüber nicht aufgeklärt werden. Die Kritik mag berechtigt sein, aber wie soll man das ohne nähere Erklärung wissen?
Zitat von: hajo1946 am 09 Mai 2011, 17:07:01
moin moin
schade, das hier doch auch eine menge müll erzählt wird.
ich war no auf alster von 82 bis 87.
also fhg
hajo
Das möchte ich aber auch bitte genauer wissen was du damit meinst!
Gruß Seeziege
Wer kennt noch das " Schlammi " oder auch russische Botschaft genannte Lokalität in dichter Nachbarschaft zum
Stützpuntk Flensburg - Mürwik ?
Auch hier war man bestens über das Aus- und Einlaufen der in Flensburg-Mürwik liegenden Einheiten informiert.
Einschließlich der Einsatzfahrten der Meßboote.
So wurde man das eine oder andere mal gewarnt, wenn z.B. ein Geschwader nach längerer Zeit zurück erwartet
wurde. Man wollte möglichst keine Flurschäden im Lokal, oft jedoch ohne Erfolg!
Gruß Pillendreher
Moin Moin,
Hallo ihr Aufklärungsdurstigen,
da sich dieses Thema bereits 10 Monate über die Runden quält und sich keiner der Wissenden "Outen" will, bzw darf kann ich den
neugierigen Infoheischern folgenden Tip geben.
Auf meiner Bordhunde HP, haben alte "Trave" Fahrer ein wenig in lockerer Form auch über ihren Einsatzerlebnissen geplaudert.
Schaut mal über folgenden Link nach:
http://www.bordhunde.de/html/bordhunde38_trave.html
MfG
Peter und seine Bordhunde
Zitat von: navy-alignment am 28 Mai 2011, 19:49:52
Auf meiner Bordhunde HP, haben alte "Trave" Fahrer ein wenig in lockerer Form auch über ihren Einsatzerlebnissen geplaudert.
Hallo Peter,
Die Geschichte mit der Kiste....... top
:MG:
Manfred
"Wer kennt noch das " Schlammi " oder auch russische Botschaft genannte Lokalität in dichter Nachbarschaft zum
Stützpuntk Flensburg - Mürwik ?
Auch hier war man bestens über das Aus- und Einlaufen der in Flensburg-Mürwik liegenden Einheiten informiert.
Einschließlich der Einsatzfahrten der Meßboote.
So wurde man das eine oder andere mal gewarnt, wenn z.B. ein Geschwader nach längerer Zeit zurück erwartet
wurde. Man wollte möglichst keine Flurschäden im Lokal, oft jedoch ohne Erfolg!"
Wir sind damals nach den Einsatzfahrten oftmals ins "Schlammi" und hatten unsere wiedergewonne "Freiheit" dort gefeiert. Einmal mussten wir mit unserem Bier einen Sofabrand löschen :-D damit wir wieder was zu trinken bekamen! Hatte funktioniert :roll:
südla
Das Beste in Mürwik war doch der 7-Kneipen-Trip, der in der Johannisbeer-Ranch am Plack begann und über das Nautikus unweigerlich zum Schlammi führte, alles zu Fuß mehr oderw eniger gerade zu erreichen
Axel
...ach Axel, jetzt kann ich mich wieder an so manch alte Sünde erinnern... :-D
Danke :MG:
Grüße Ronny
zwei Fotos, gemacht 1979 von einem Schiff der Volksmarine.
Vielleicht erkennt sich der eine oder andere.
Ambrosius
hallo Ambrosius,
das ist die Alster -- A 50
Gruß Hastei
Hallo,
am 8.7.1980 kam es zu einer Kollision zwischen dem Aufklärungsschiff KOMET und dem dänischen Marinekutter MHV 94.
http://www.navalhistory.dk/English/History/1945_1989/SlagetVedGedser_1980.htm
In Zeiten des "Kalten Krieges" als "Battle off Gedser" :-D tituliert.
Es führte im Nachgang zu diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen der DDR und Dänemark. Die DDR hat die Kollision als Fehler von MHV 94 beim überholen durch die KOMET abgetan.
Ist seitens der VM oder in der Nachwendeliteratur mehr über den Vorgang bekannt?
Ist eine Einschätzung der Verantwortlichkeit auf der Basis dieser Beschreibung u d Fotos der dänischen Seite möglich?
Nach den Bildern zu urteilen, würde ich meinen, dass der Minensucher der KONDOR-Klasse sich provokativ verhalten hat. Der Däne konnte als Höchstfahrt gerade mal 10,5 Knoten laufen. Wie kann man da provozieren :?
Grüße Ronny
Zitat von: RonnyM am 17 Mai 2016, 16:32:37
Nach den Bildern zu urteilen, würde ich meinen, dass der Minensucher der KONDOR-Klasse sich provokativ verhalten hat.
Grüße Ronny
Kleine Korrektur: Es war kein MSR sondern ein "Vermessungsschiff" (Aufklärer) der 4. VSA.
Zitat von: bettika61 am 17 Mai 2016, 14:55:53
Ist seitens der VM oder in der Nachwendeliteratur mehr über den Vorgang bekannt?
Habe dazu nichts gefunden, weder in der Literatur vor bzw. nach 1990 noch in Zeittafeln/Chroniken der VM. Möglich, dass in Pfeiffers "Gegner wider Willen" dazu etwas steht, habe das Buch aber derzeit nicht greifbar.
Ich bezog mich auf Beates dän. Navalhistory, wo Bilder in diesem Zusammenhang die KONDOR-Klasse zeigen.
Grüße Ronny
Hallo,
gekommen bin ich auf das Thema über das http://www.odensebunkermuseum.dk/
das sich in seiner Ausstellung über den "Kalten Krieg" mit der Kollision beschäftigt.
Aus der Ausstellung etwas Schriftverkehr, die schlechte Bildqualität ist dem fehlendem Stativ geschuldet :-(
Guten Abend,
interessante Beiträge zu diesem Thema:
http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=21997
Einen schönen Abend!
Uwe
Hallo,
dort gibt's auch was über die Kollision mit der Komet
http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=2168&st=30
Hier mal zwei Links:
Hydrograph (http://www.parow-info.de/f/fe/fea/Hydrogr.html)
Begegnungen auf See (http://www.parow-info.de/f/fn/Begegnung.html)
Hier gibt es was zu lesen über die Seeaufklärung der Volksmarine (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung.html) und über deren Aufklärungsergebnisse (70er und 80er Jahre) der Bundesmarine (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-1.html).
Hallo zusammen, bin erst seit kurzem in diesem Forum. Habe mit Interesse die Diskussion zu den Aufklärungsschiffen gelesen. Bevor ich mich einklinke, kurze Info zur Person. Ich war 20 Jahre bei der Volksmarine und war davon 16 Jahre ausschließlich in der militärischen Aufklärung tätig. Von 1974 bis zur Außerdienststellung 1983 war die "Hydrograph" meine "Heimat". Anschließend war ich noch kurze Zeit Kommandant der "Meteor". Danach ging's in den Stabsdienst (Bereich Aufklärung).
Keine Ahnung, wo ich anfangen soll, bzw. was überhaupt interessiert. Vielleicht ein paar Dinge zur diskutierten Funkaufklärung und Zugehörigkeit zum MfS. Es wurde richtig dargestellt, dass die gesamte Aufklärungseinheit (4. Vermessungsschiffsabteilung) und der Funkdienst-18 nicht zum MfS, sondern zur Volksmarine gehörten. Es ist auch richtig, dass es auf der "Hydrograph" einen Raum gab, der ausschließlich den "Schweigefunkern" (umgangssprachliche Bezeichnung für Funkaufklärer) des MfS (Hauptabteilung III - Funkaufklärung/zentrales Objekt Berlin Wuhlheide) vorbehalten war. Während der Funkdienst-18 bei jedem Gefechtseinsatz präsent war, kamen die "Berliner" (HA III) nur an Bord, wenn auf der NATO-Seite größere Manöver anstanden bzw. die "Hydrograph" in die Nordsee abkommandiert wurde. Es war also durchaus nicht ungewöhnlich, dass beide Funkdienste an Bord vertreten waren. Richtig ist aber auch, dass die Trennung streng eingehalten wurde ... jeder berichtete nur an seine Einheit. Die Betriebsräume durften von keinem "Fremden" betreten werden.
Das erstmal auf die Schnelle
Grüße und einen schönen Tag
Hallo Neuling ( weis ja nicht ob W für Walter, Werner oder Wolfgang steht)
Erst einmal herzlich willkommen in unserer Mitte.
So haben wir nun in dieser Sache einen richtigen Spezialisten unter uns der ggf.
zu den interessanten Themen schreiben und auch vielleicht geraderücken kann.
Vor einigen Jahren hatte ich einen Nachbarn der auf die Gegenseite fuhr und
lange Fahrten bis vor Leningrad mitmachte.
Das tollste woran ich mich erinnere ist wie eines de sowj. Riesenunterseeboote
direkt neben dem Schiff aufgetaucht ist.
Wünsche Dir viel Spaß und auch ggf. Neues hier im Forum.
Viele Grüße
Theo
Zitat von: Parow am 11 Januar 2021, 18:14:06
Hier gibt es was zu lesen über die Seeaufklärung der Volksmarine (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung.html) und über deren Aufklärungsergebnisse (70er und 80er Jahre) der Bundesmarine (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-1.html).
Spannende Updates - auch in Hinsicht auf die MS-Datenbank.
:MG:
Darius
Hallo,
kann mich dem Theo nur anschließen in der Begrüßung und Spannung im Thema!
Hier ein Foto meiner Sammlung der METEOR einkommend Warnemünde von einer ihrer letzten Missionen am 20.06.1990, zu einem Zeitpunkt als die Volksmarine dann wirklich eigener Herr an Bord war.
REINHARD
moin,
interessantes Bild :TU:)
Ich meine mich zu erinnern, daß "Komet" und "Meteor" im Einsatz ohne Buggeschütz fuhren.
Gruß, Urs
Hallo Urs,
zumindest METEOR bei i. D. mit Kennung D 43 noch mit Buggeschütz, später desarmiert, KOMET mir nur ohne Waffe bekannt - REINHARD
Hallo,
zum Nachtisch (oder als Nachschlag...) - ein frühes Foto KOMET 197x abends einlaufend Warnemünde. Ohne Waffe und nur Podest zwischen Mast und Schornstein, gedeckter Stand dort später eingebaut - REINHARD
Zitat von: Urs Heßling am 13 Januar 2021, 12:32:37
moin,
interessantes Bild :TU:)
Ich meine mich zu erinnern, daß "Komet" und "Meteor" im Einsatz ohne Buggeschütz fuhren.
Gruß, Urs
Moin Urs,
im Einsatz ja, ohne Geschütz. Allerdings sollen die Geschütze gelegentlich (jährlich?) aufgerüstet und auch damit geschossen worden sein, so wie es auch bei einigen der Hilfsschiffe erfolgte. Erstes sind Infos aus einem anderen Forum, zweites habe ich selber erlebt.
Gruss Frank
Zitat von: WLindemann am 12 Januar 2021, 07:55:31
Hallo zusammen, bin erst seit kurzem in diesem Forum. Habe mit Interesse die Diskussion zu den Aufklärungsschiffen gelesen. Bevor ich mich einklinke, kurze Info zur Person. Ich war 20 Jahre bei der Volksmarine und war davon 16 Jahre ausschließlich in der militärischen Aufklärung tätig. Von 1974 bis zur Außerdienststellung 1983 war die "Hydrograph" meine "Heimat". Anschließend war ich noch kurze Zeit Kommandant der "Meteor". Danach ging's in den Stabsdienst (Bereich Aufklärung).
Keine Ahnung, wo ich anfangen soll, bzw. was überhaupt interessiert. Vielleicht ein paar Dinge zur diskutierten Funkaufklärung und Zugehörigkeit zum MfS. Es wurde richtig dargestellt, dass die gesamte Aufklärungseinheit (4. Vermessungsschiffsabteilung) und der Funkdienst-18 nicht zum MfS, sondern zur Volksmarine gehörten. Es ist auch richtig, dass es auf der "Hydrograph" einen Raum gab, der ausschließlich den "Schweigefunkern" (umgangssprachliche Bezeichnung für Funkaufklärer) des MfS (Hauptabteilung III - Funkaufklärung/zentrales Objekt Berlin Wuhlheide) vorbehalten war. Während der Funkdienst-18 bei jedem Gefechtseinsatz präsent war, kamen die "Berliner" (HA III) nur an Bord, wenn auf der NATO-Seite größere Manöver anstanden bzw. die "Hydrograph" in die Nordsee abkommandiert wurde. Es war also durchaus nicht ungewöhnlich, dass beide Funkdienste an Bord vertreten waren. Richtig ist aber auch, dass die Trennung streng eingehalten wurde ... jeder berichtete nur an seine Einheit. Die Betriebsräume durften von keinem "Fremden" betreten werden.
Das erstmal auf die Schnelle
Grüße und einen schönen Tag
Moin und herzlich willkommen,
da haben wir ja geballte Kompetenz ins Forum bekommen.
Womit ich gleich eine erste Frage hätte. Du hast ja bereits angedeutet, dass die Schiffe z. T. unterschiedlich ausgerüstet waren. Gab es auch Unterschiede im Einsatzbereich von Hydrograph und den beiden MSR-Ablegern. Ich könnte mir vorstellen, dass Hydrograph als projektierter Fischtrawler für eine längere Einsatzdauer und -strecke geeignet war.
Gruss Frank
Es geht weiter mit der Seestreitkräfte Dänemark (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-2.html)
moin,
da hatte man die Schnellboote der Willemoes-Klasse ein klein wenig unterschätzt:
Die Boote konnten nicht 4, sondern 8 FK HARPOON in 2 Vierfach-Startern an Bb und Stb tragen.
Gruß, Urs
Urs, wir wussten das schon, aber wir sagten es nicht jedem. Aber ohne Spass. Auch bei uns gab es unterschiedliche Angaben. In den Dokumenten an Bord stand es aber richtig drin, und wurde auch so gelehrt(die Dokumente liegen mir vor). Allerdings schrieb der Weyer auch nicht alles, was er wusste.
Hallo,
nun, es kamen wohl beide Varianten zur Anwendung: sowohl 2x2, aber auch 2x4 "Harpoon"-Starter --/>/> klick (https://www.navalhistory.dk/English/TheShips/Classes/Willemoes_Class(1977).htm)
Grüsse
OLPE
Es geht weiter mit Luftfahrzeuge kapitalistischer Staaten (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-4.html) und Bewaffnung (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-5.html).
Weiter geht es mit den Schiffen der USA (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-7.html) und von Großbritannien. (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-6.html)
Danke Parow für die Updates!
:MG:
Darius
moin,
Zitat von: Parow am 25 Januar 2021, 18:25:51
Weiter geht es mit den Schiffen der USA (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-7.html) und von Großbritannien. (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-6.html)
Hm. So ganz verstehe ich die Systematik nicht. Ergebnis von Stichproben:
Bei den USA fehlen die Träger, die nuklearangetriebenen Kreuzer und die schnellen Versorgungsschiffe,
Bei der Royal Navy fehlen die Träger der
Invincible-Klasse und die ab 1980 in Dienst gestellten Zerstörer vom Typ 42.
Warum ?
Gruß, Urs
Lieber Urs,
schon "Schiffe der NATO im Ostseeraum" aus dem Deutschen Militärverlag Berlin 1966 beschränkt sich willkürlich nur auf die in diesem Seegebiet aufgefaßten Schifstypen der damaligen Zeit. Da tauchen dann auch schon mal die ESSEX-Klasse oder die SALEM-Kreuzer auf. Dieses an den Schulen der NVA eingeführt Lehrbuch von Korvettenkapitän Georg Kautz gab es auch im Buchhandel (50 MDN ??) und wurde mangels anderem Geeignetem gerne gekauft. Auch heute in Fragen der Schiffserkennung mit einem allgemeinen Teil und den verschiedenen in der Ostsee agierenden Marinen, ein gutes Nachschlagewerk.
Grundlagen und Fotos lieferte sicherlich auch der Einsatz vom HYDROGAPH und anderer operativ eingesetzter Schiffe (Seeschlepper WISMAR, KARL FR. GAUSS vom SHD). Fotos und Skizzen ließen Wünsche offen.
Weniger bekannt dürfte es sein, daß die Volksmarine schon früh mit eigener Dienstvorschrift etwas für die Schiffserkennung tat.
Über lange Zeit bis zurück in den DDR-Arbeitskreis für Schiffahrts- und Marinegeschichte hatte Jürgen Richter (+) dieses maritime Spezialgebiet erforscht und Belegstücke gesammelt. Dieses haben wir im Gröner-Kreis weitergeführt und einige Belege möchte ich hier zeigen.
Für 1964 ist ein Werk in moderner Plaste/Schraubbindung überliefert, daß im Querformat von rund 40 cm Breite kaum für einen Kartentisch an Bord taugte. Auch für Stabsarbeit eher unhandlich. In guter Druckqualität griff man damals schon auf die Skizzen des Weyers zurück.
Wenige Jahre später gab es dann in unregelmäßigen Abständen ein Handbuch, welches sich direkt auf die kapitalistischen Flotten aus dem Weyer beschränkte.
Urheberrecht läßt grüßen!
Es war im Hochformat etwa 1/3 größer und in der Thematik beschränkt auf eine 1:1 Kopie des aktuellen Weyers. Anstößigkeiten wie Deutschland in den Seitenüberschriften tilgte man durch das Einspiegeln von Bundesrepublik Deutschlands. Peniebel wurden alle Marinen des damaligen Ostblocks - Weyer/Marinen sozialistischer Staaten ausgeblendet, was an manchen Stellen zu halben weißen Seiten führte. Sicherlich gut geeignet für gelegentliche Notizen, Anmerkungen und Ergänzungen.
Gedruckt auf bestem Eiweißpapier dürfte die Auflage nie sehr hoch gewesen sein und nicht alle Schiffe und Boote erreicht haben. Für die an sich excellente Ausführung zeigte sich die gut ausgestattete Seekartendruckerei des SHD verantwortlich. Sie war es auch, die gelegentlich intern in kleiner Auflage interessante Schiften zur Marinegeschichte in Auftrag nahm. Erinnert sei hier an die Geschichte des Seehydrographischen Dienstes oder ein Heftchen zur Listung aller Beiträge des Deutschen Marinekalenders/Marinekalender der DDR seit der ersten Ausgabe im Jahr 1965. Ob diese auf das Wirken Admiral Ehms zurückging, bleibt zu untersuchen. Immerhin soll in seinem Keller in der Satower Straße von Rostock das Modell des Kreuzers PRINZ EUGEN gestanden haben. Doch das sind schon wieder andere Themen...
REINHARD
moin, Reinhard,
danke Dir :MG: top
Gruß, Urs
Zitat von: SchlPr11 am 28 Januar 2021, 13:14:09
...
Wenige Jahre später gab es dann in unregelmäßigen Abständen ein Handbuch, welches sich direkt auf die kapitalistischen Flotten aus dem Weyer beschränkte.
Urheberrecht läßt grüßen!
Es war im Hochformat etwa 1/3 größer und in der Thematik beschränkt auf eine 1:1 Kopie des aktuellen Weyers. Anstößigkeiten wie Deutschland in den Seitenüberschriften tilgte man durch das Einspiegeln von Bundesrepublik Deutschlands. Peniebel wurden alle Marinen des damaligen Ostblocks - Weyer/Marinen sozialistischer Staaten ausgeblendet, was an manchen Stellen zu halben weißen Seiten führte. Sicherlich gut geeignet für gelegentliche Notizen, Anmerkungen und Ergänzungen.
Gedruckt auf bestem Eiweißpapier dürfte die Auflage nie sehr hoch gewesen sein und nicht alle Schiffe und Boote erreicht haben.
...
Moin,
das kann ich aus meiner Bordpraxis bestätigen. Im genannten Büchlein waren 1 : 1 vom Weyer die NATO-Marinen plus Ostseeanlieger Schweden, Finnland gelistet. Dazu kamen, warum auch immer Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile, die Seemacht Israel!!!, Japan und Australien. Die Volksmarine sowie deren Verbündete waren außen vor. Das Buch lag auf See auf der Brücke aus, war heiß begehrt und das einzige Exemplar an Bord auf unserem Dampfer ersatzlos auch mal für ein halbes Jahr verschwunden.
Das Signal- und Artilleriepersonal bekam an der Flottenschule einige Unterrichtsstunden im Schiffs- und Flugzeugerkennungsdienst und bei mir war es sogar Thema zur Abschlussprüfung der Uffz.-Ausbildung. In den Unterrichtsräumen und Lehrkabinetten waren zudem ringsum Modelle und Schattenrisse von NATO-Schiffen und Flugzeugen angebracht, gut für die Schulung des fotografischen Gedächtnis. Eigene Einheiten auch hier eher rar gesäht. Die Geheimniskrämerei war ein wesentliches Merkmal des Dienstes in der NVA und der VM im Besonderen 8-)
Um wenigstens irgendetwas zum vergleichen zu haben, sind in mühevoller privater Kleinarbeit solche Merkblätter, wie auf Parows Seite zu sehen, von Hand angefertigt worden. Da wurde alles frei zugängliche Material aus Zeitungen und Zeitschriften mehr oder weniger liebevoll zusammengetragen und katalogisiert. Manche haben diese Sammlungen bei Dienstende mit nach Hause genommen oder aber auch an den Nachfolger übergeben.
Vieleicht kann unser Neuforist WLindemann, von dem mutmaßlich die Unterlagen auf Parows Seite sind, dazu genaueres schreiben. Die Einheiten der V-Schiff-Abteilung, insbesondere die Hydrograph hatten ja wesentlich mehr Begegnungen mit NATO-Einheiten und Gelegenheit für schöne Fotos als Ottonormalvolksmarinist. Unsereiner durfte nicht fotografieren, wurde man trotzdem erwischt wurde der Film belichtet und die Kamera bis zum nächsten Urlaub eingezogen.
Gruss Frank
Naja, alles war nun nicht Weyer. Es gab auch andere Nachschlagewerke, einige stell ich ein. Die DV-70/5 gab es 1959 auch in normaler Buchgröße. An der OHS in Stralsund gab es Lehrmaterialien und in den 80er Jahren gab es an Bord Drehscheiben und das kleine Handbuch für die Hosentasche (11,5x 7,7 cm).
Noch eines
moin,
Zitat von: der erste am 29 Januar 2021, 22:04:59
Naja, alles war nun nicht Weyer. Es gab auch andere Nachschlagewerke, einige stell ich ein.
Beispiel "Lightning" aus DV 70-4 mit erstaunlichen Ungenauigkeiten:
- Weder in der niederländischen noch in der dänischen Luftwaffe eingesetzt
- Höchstgeschwindigkeit > 2000 km/h
- Gipfelhöhe > 20.000 m
- Kein Nuklearwaffenträger
Absicht ?
Gruß, Urs
Gut beobachtet Urs. Kopierseitig ging es nicht anders. Die TTD der Lightning befinden sich auf der Rückseite. Die dargestellten TTD beziehen sich auf die Seite davor, das war die "Hunter" F.MK6,9,10 .
moin, Holger,
Ah ja ... hm ... da hätte ich auch selbst drauf kommen können ... müssen ? :embarassed:
Aber der Jäger Hawker Hunter war meines Wissens auch kein Nuklearwaffenträger
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Heßling am 14 Januar 2021, 18:55:30
moin,
da hatte man die Schnellboote der Willemoes-Klasse ein klein wenig unterschätzt:
Die Boote konnten nicht 4, sondern 8 FK HARPOON in 2 Vierfach-Startern an Bb und Stb tragen.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Heßling am 14 Januar 2021, 18:55:30
moin,
da hatte man die Schnellboote der Willemoes-Klasse ein klein wenig unterschätzt:
Die Boote konnten nicht 4, sondern 8 FK HARPOON in 2 Vierfach-Startern an Bb und Stb tragen.
Gruß, Urs
Hallo Urs, das hatte mit Unterschätzung nichts zu tun. Keines der beobachteten Willemoes-Boote hatte jemals 8 Harpoon an Bord. Es gab auch in der uns zur Verfügung stehenden Literatur (Jane's Fighting Ships, Weyers Flottentaschenbuch) nirgendwo einen Hinweis auf die 8er Variante. Das war halt so bis Ende der 80er Jahre.
Viele Grüße
Zitat von: 2M3 am 14 Januar 2021, 09:37:03
Zitat von: Urs Heßling am 13 Januar 2021, 12:32:37
moin,
interessantes Bild :TU:)
Ich meine mich zu erinnern, daß "Komet" und "Meteor" im Einsatz ohne Buggeschütz fuhren.
Gruß, Urs
Moin Urs,
im Einsatz ja, ohne Geschütz. Allerdings sollen die Geschütze gelegentlich (jährlich?) aufgerüstet und auch damit geschossen worden sein, so wie es auch bei einigen der Hilfsschiffe erfolgte. Erstes sind Infos aus einem anderen Forum, zweites habe ich selber erlebt.
Gruss Frank
Hallo,
Zitat von: Urs Heßling am 31 Januar 2021, 15:19:30
Aber der Jäger Hawker Hunter war meines Wissens auch kein Nuklearwaffenträger
in der Phase der NATO-Strategie der ,,Massiven Vergeltung" (massive retaliation) zu jener Zeit musste der WP durchaus davon ausgehen, dass das Potenzial von Nuklearwaffenträgern sich auch auf Flugzeuge wie die ,,Hawker Hunter" erstreckt ... Diese optionale Möglichkeit wäre sicher vor den Augen östlicher ,,Aufklärer" verborgen bzw. nicht (gleich) in die Öffentlichkeit getragen worden ...
Inwieweit bei der Herausgabe der von Holger genannten älteren (Lehr)Materialien die nukleare Option des Flugzeugtyps ausgeschlossen werden konnte, bliebe nochmal zu eruieren. Hinzu kommt m.E. noch der eher subjektive bzw. ideologisierende Gedanke, dass ein bedrohlicher Gegner mit Nuklearknüppel natürlich noch bedrohlicher wirkt ... letztlich um die Motivation der eigenen Leute zu erhöhen ...
Soweit.
Grüsse
OLPE
Hallo,
Zitat von: WLindemann am 01 Februar 2021, 09:42:50
Zitat von: Urs Heßling am 14 Januar 2021, 18:55:30
moin,
da hatte man die Schnellboote der Willemoes-Klasse ein klein wenig unterschätzt:
Die Boote konnten nicht 4, sondern 8 FK HARPOON in 2 Vierfach-Startern an Bb und Stb tragen.
Gruß, Urs
Hallo Urs, das hatte mit Unterschätzung nichts zu tun. Keines der beobachteten Willemoes-Boote hatte jemals 8 Harpoon an Bord. Es gab auch in der uns zur Verfügung stehenden Literatur (Jane's Fighting Ships, Weyers Flottentaschenbuch) nirgendwo einen Hinweis auf die 8er Variante. Das war halt so bis Ende der 80er Jahre.
Viele Grüße
siehe --/>/> klick (https://www.navalhistory.dk/English/TheShips/Classes/Willemoes_Class(1977).htm) (2. Bild) und die Daten --/>/> klack (https://en.wikipedia.org/wiki/Willemoes-class_missile_boat). Ich gehe davon aus, das im normalen Seebetrieb nicht immer die "volle Ladung" FK mitgeführt wurden ... aber eben die potenzielle (und konstruktive) Möglichkeit bestand, 8 "Harpoon" auf den Startgestellen zu montieren ... Bei den Seeerprobungen des Typschiffes hat man diese Variante mit Sicherheit durchexerziert (mit Dummy oder echter "Harpoon" incl. Lagerung/Transport der Container, Übergabe an Bord, Handlung der (künftigen) Besatzung, Hub- und Kranvarianten, mechanische Befestigungen, Kabel/Stecker, Seegangsverhalten des Bootes, Ablauf bis zum Start, Schuß, Auswirkung des Abgasstrahls, Containerwechsel, Farbzustand danach, usw.)
Grüsse
OLPE
Jeder Harpoon-Starter kann mit 1-4 Raketen beladen werden. Auf den meisten Fotos der Willemoes-Klasse sieht man nur vier Raketen an Bord, es gibt aber auch Fotos mit 8 Raketen.
Die Sehested, heute Museumsschiff in Kopenhagen, hat vier Rohre an Bord, man sieht aber gut, dass vier weitere Platz haben:
(http://www.modellmarine.de/images/albums/sehested-kopenhagen/sehested36.jpg)
(http://www.modellmarine.de/images/albums/sehested-kopenhagen/sehested31.jpg)
http://www.modellmarine.de/index.php/fotogalerien/216-museumsschiffe/4110-daenisches-schnellboot-sehested (http://www.modellmarine.de/index.php/fotogalerien/216-museumsschiffe/4110-daenisches-schnellboot-sehested)
Die sind mir auch schon ohne Starter begegnet.
Jack
Es geht weiter mit Schiffen und Booten der ,,kapitalistischer Staaten" (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-3.html)
von Belgien über Nigeria und Schweden bis zu den Vereinigte Arabische Emirate, die sich im Seegebiet der HYDROGAPH befunden haben.
moin,
interessant ist, was NICHT drin ist.
So wird (bewußt ?) die Tripartite-Klasse (https://de.wikipedia.org/wiki/Tripartite-Klasse) nur durch die niederländischen Alkmaars dargestellt, die belgischen und französischen Einheiten dieses erfolgreichen Projekts drei verbündeter Staaten, die auch in der Ostsee waren, fehlen.
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Heßling am 01 Februar 2021, 15:20:01
moin,
interessant ist, was NICHT drin ist.
So wird (bewußt ?) die Tripartite-Klasse (https://de.wikipedia.org/wiki/Tripartite-Klasse) nur durch die niederländischen Alkmaars dargestellt, die belgischen und französischen Einheiten dieses erfolgreichen Projekts drei verbündeter Staaten, die auch in der Ostsee waren, fehlen.
Gruß, Urs
Moin Urs,
die wurden ja auch erst ab 1983 in Dienst gestellt, zu der Zeit als der Ersteller der Bildersammlung schon nicht mehr in einer Bordverwendung war. :MZ:
ZitatVon 1974 bis zur Außerdienststellung 1983 war die "Hydrograph" meine "Heimat". Anschließend war ich noch kurze Zeit Kommandant der "Meteor". Danach ging's in den Stabsdienst (Bereich Aufklärung).
Gruss Frank
Die Bilder in den Katalogen waren auch immer schön anzusehen. Aber mit dem täglichen Dienst bei uns (6.Flottille)hatte das nicht allzu viel zu tun. Die Kräfte der BRD, Dänemark und Schweden hatten wir im Kopf, incl. Bewaffnung und deren Reichweite. Alles andere konnte man nachschauen, allzu oft waren sie ja nicht vor unserer Haustür.
Moin, noch eine Bemerkung zur Bewaffnung der Aufklärungsschiffe der VM. Alle Schiffe fuhren generell ohne Artilleriebewaffnung. Für drei Schiffe war im Mobilisierungsfall eine Bewaffnung mit 25mm- Geschützen in Doppellafette vorgesehen. "Meteo" und "Komet" je ein Geschütz, die "Jasmund" konnte mit 3 Geschützen armiert werden. Für die "Hydrograph" war keine Bewaffnung vorgesehen. Die Artilleriebestückung wurde sehr selten und nur für kurze Zeit im Rahmen von Übungen geprobt.
Grüße aus Berlin
WL
Nochmal moin,
zum Thema "Aufklärungsmaterial" (Beitrag von 2M3<Frank>) an Bord der Aufklärungsschiffe. Wir hatten die gleichen, offiziell vom Kommando der Volksmarine herausgegeben, Dokumente zur Schiffserkennung inkl. TTD. Zusätzlich besaßen wir ein (regelmäßig aktualisiertes) Exemplar "Weyers Flottentaschenbuch". Für die Ausbildung der Besatzung im Schiffserkennungsdienst war das alles aber nur bedingt nutzbar. Wir haben deshalb selbst eine Schiffserkennungsmappe (Schiffe und Boote des Kommandos Ostseeausgänge) angefertigt , die später auch vervielfältigt und an Schiffe der 4.Flottille verteilt wurden. Auf Grund unserer bestens ausgestatteten Fotoausrüstung und eines Fotolabors an Bord sowie des "intensiven Kontakts" mit den gegnerischen Schiffskräften, verfügten wir über eine reiche Fotoauswahl. Viele der Fotos und Blätter mit den TTD auf der Parow-Seite stammen aus dieser Schiffserkennungsmappe. Zusätzlich haben wir für den Schiffserkennungsdienst Fotos verwendet, auf denen die Schiffe/Boote nur schlecht zu sehen waren (Nebel, teilweise Aufbauten etc.). Das war dann die zweite Stufe der Ausbildung nach der Erkennung von "Postkarten-Motiven".
Grüße
WL
Moin ,
bin 2M3<Frank> noch eine Antwort zu den Einsatzgebieten der Aufklärungsschiffe schuldig. Es ist in der Tat so, dass nur die "Hydrograph" die Zulassung für unbeschränkten Einsatz hatte. Sie konnte bis Windstärke 12 eingesetzt werden. Die "Hydrograph" war ein umgebauter Seitentrawler Typ "Okean", die in großer Stückzahl für die Fischereiflotte der UdSSR in der Volkswerft Stralsund gebaut wurden. Diese Schiffe waren sehr seetüchtig . Aufgrund der großen Treibstoff- und Wassertanks (185 t)waren sie wie "Stehaufmännchen". Ohne großen Wassereinbruch kenterten die nicht. D.h., die "Hydrograph" und später auch die "Jasmund" befuhren auch die Nordsee.
Die beiden Schiffe Projekt 65 ("Meteor" und "Komet" ) waren bis Wind 10 zugelassen. Ihr Einsatzgebiet beschränkte sich auf die Ostsee (einschließlich Kattegat).
Grüße aus Berlin
WL
So, noch einmal moin,
Urs Heßling hatte nach der Systematik der Ergebnisse der Seeaufklärung auf der Parow-Seite gefragt. Grundsätzlich ist es so gewesen, dass die VOF (Vereinte Ostseeflotten .... Volksmarine, Polnische Seekriegsflotte, Baltische Rotbannerflotte) genau abgegrenzte Verantwortungszonen hatten. Daraus leiteten sich auch die Aufklärungsbereiche ab. Für die Volksmarine war das das NATO Kommando Ostseeausgänge (COMBALTAP), also die Streitkräfte der BRD und Dänemarks. Deshalb sind diese beiden Flotten auf der Parow-Seite nicht nur mit Fotos und Daten , sondern auch mit ihren Strukturen dargestellt. Alles andere erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Schiffs- und Fliegerkräfte anderer Staaten wurden bei Flottenübungen und zufälligen Begegnungen fotografiert.
Grüße aus Berlin
WL
Hallo,
zur Bewaffnung JASMUND:
Mobmäßig vorbereitet: 2-2,5 Flak-Zwilling 2-M-3 Dotierung 2040 Schuss,
1 dann 2-Starter FAM 14/FASTA4 achtern Brückendeck,
zusätzl. gepl. ab 1989: 2-2,3 Flak2 ZU-23 auf dem Aufbaudeck neben Hauptmast, Täuschkörper-Wurfanlage PK-16 mit 2 Startanlagen KL-10016
Genannte 2-2,5 Flak-Zwilling 2-M-3 waren vorgesehen auf dem Basisentwurf Hochseeversorger 602. Der Einbau der beiden achteren Waffen mußte mangels Schußfeld durch den RADOM-4 entfallen. Es blieb nur bei der Waffe auf der Back. Erst bei Ausrüstungsvervollständigung 1988/89 wurde die Bewaffnung JASMUND wie oben erweitert.
REINHARD
Moin,
super. Danke für die detaillierten Infos zur Bewaffnung der "Jasmund". Ich hatte nur die offiziellen Angabe aus der Militärpresse genommen.
Grüße aus Berlin
WL
Hallo,
ich erlaube mir mal, auf die schönen Bilder der "JASMUND" von Harald (@Rudergänger) von vor einigen Jahren hinzuweisen:
https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,19340.msg216988.html#msg216988 (https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,19340.msg216988.html#msg216988) ...
Grüsse
OLPE
Hallo,
ähnlich ihrer Halbschwestern, den Hochseeversorgern 602 kränkelte JASMUND an ihrer Antriebsanlage aus einem aufgearbeiteten Dieselmotor 14D40 aus dem Kolomnaer Diesellokomotivenwerk.
Für ein Schiff dieser Zweckbestimmung, und natürlich auch für die Versorger, eigentlich ein unhaltbarer Zustand, um bei Ausfall keinen Ersatz bieten zu können. In der Projektphase geplante Motorisierung konnte der DDR-Motorenbau und Werftindustrie nicht liefern. Weitere Details im Jahresverlauf in der geplanten Publikation des Bandes Gröner 9/2 zu den Schiffen und Booten der bewaffneten Kräfte in der DDR.
Nun meine damit im Zusammenhang stehende Frage nach kompetenter Auskunft:
Für die Werftzeit zur Vervollständigung der Ausrüstung JASMUND 1988/89 wurde auch ein elektrischer Hilfsantrieb zur Minderung der Misere geplant. Ist dieser bis zur Wiederindienststellung des Schiffes tatsächlich eingebaut worden? Vergleichbares gab es nach Quellenlage auf den Küstenschutzschiffen 1159/KONI zur Schleichfahrt und für den Notfall tatsächlich.
Wie notwendig es für JASMUND wurde, zeigte ein Vorfall (Datum unbekannt, um 1986/87) als das Schiff wohl in der Nähe der Kadetrinne (?) liegenblieb und OTTO VON GUERICKE aus Warnemünde zur Hilfe herauskam. Oder war es nur eine Übung, um der Eventualität zu trotzen?
Auf jeden Fall hat die Gegenseite sich die Aktion ganz aus der Nähe dokumentiert. Mit dem Smut am Schankleid und manch Beobachter im Aufbau an der Reling. Leider muß ich mich auch hier hinter dem Urheberrecht verstecken...
Dafür hier beide Schiffe zusammen an der Betonpier der vormaligen 4. Flottille auf der Hohen Düne im Winter 1990/91.
REINHARD
Und zum Schluss Begegnung mit Schiffe und Boote der UdSSR und VR Polen (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung-8.html)
moin,
da hat man die Tashkent (https://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12754.msg143336.html#msg143336) ja glatt verpaßt :O/Y
Gruß, Urs
Moin,
"Tashkent glatt verpasst". Stimmt, ist aber auch nicht sonderlich verwunderlich. Wie schon erwähnt, waren die eigenen Einheiten (also auch die der UdSSR und Polen) nur zufälliger fotografischer "Beifang" bei Aufklärungseinsätzen.
Grüße aus Berlin
WL
Zitat von: SchlPr11 am 03 Februar 2021, 15:32:48
Hallo,
ähnlich ihrer Halbschwestern, den Hochseeversorgern 602 kränkelte JASMUND an ihrer Antriebsanlage aus einem aufgearbeiteten Dieselmotor 14D40 aus dem Kolomnaer Diesellokomotivenwerk.
Für ein Schiff dieser Zweckbestimmung, und natürlich auch für die Versorger, eigentlich ein unhaltbarer Zustand, um bei Ausfall keinen Ersatz bieten zu können. In der Projektphase geplante Motorisierung konnte der DDR-Motorenbau und Werftindustrie nicht liefern. Weitere Details im Jahresverlauf in der geplanten Publikation des Bandes Gröner 9/2 zu den Schiffen und Booten der bewaffneten Kräfte in der DDR.
Nun meine damit im Zusammenhang stehende Frage nach kompetenter Auskunft:
Für die Werftzeit zur Vervollständigung der Ausrüstung JASMUND 1988/89 wurde auch ein elektrischer Hilfsantrieb zur Minderung der Misere geplant. Ist dieser bis zur Wiederindienststellung des Schiffes tatsächlich eingebaut worden? Vergleichbares gab es nach Quellenlage auf den Küstenschutzschiffen 1159/KONI zur Schleichfahrt und für den Notfall tatsächlich.
Wie notwendig es für JASMUND wurde, zeigte ein Vorfall (Datum unbekannt, um 1986/87) als das Schiff wohl in der Nähe der Kadetrinne (?) liegenblieb und OTTO VON GUERICKE aus Warnemünde zur Hilfe herauskam. Oder war es nur eine Übung, um der Eventualität zu trotzen?
Auf jeden Fall hat die Gegenseite sich die Aktion ganz aus der Nähe dokumentiert. Mit dem Smut am Schankleid und manch Beobachter im Aufbau an der Reling. Leider muß ich mich auch hier hinter dem Urheberrecht verstecken...
Dafür hier beide Schiffe zusammen an der Betonpier der vormaligen 4. Flottille auf der Hohen Düne im Winter 1990/91.
REINHARD
Moin,
während der Werftliegezeit der "Jasmund" 1988/89 wurde u.a. eine E-Maschine als Notantrieb eingebaut. Diese sollte für 6 kn Fahrt (max.) sorgen. Die planmäßige Werftliegezeit (WLZ-6) wurde im September 1989 mit einer Seeerprobung abgeschlossen (Beginn war geplant am 18.09.1989). Angaben stammen aus einem Marineforum der Volksmarine
Anfrage bezüglich des Vorfalls in der Kadettrinne läuft. Mal sehen , ob irgendjemand für Erleuchtung sorgt.
Viele Grüße
WL
Hallo,
danke für die Information, die ich so mit in die Dokumentation aufnehmen werde.
Möglicherweise identische Anlage wie KSS 1159/KONI: Hilfsantrieb/Schleichfahrt bis 6 kn: 1 UKA-135
Und noch etwas "Fleisch bei die Fische" - Dublette Radom 4 der JASMUND als Tischlereigebäude im früheren Objekt der HA III in Hohen Luckow bei Rostock. Beim Wandeln durch das Dorf überkommt auch heute noch ein ganz eigenartiges Flair...
Mit besten Grüßen - REINHARD
Hier eine Episode des Starts der Rakete ,,Barbarella" von der Hubinsel ,,Barbara". (https://www.parow-info.de/f/fn/Aufklaerung.html#Barbarella)
Vielen Dank! Eine interessante Geschichte und gute Fotos!
Ich hatte davon noch nichts gehört - obwohl ich die Rakete in München wahrscheinlich schon gesehen habe...
Moin,
vor einiger Zeit waren die Einsatzmöglichkeiten der Aufklärungsschiffe der Volksmarine ein Thema. Einen Aspekt hatte ich vergessen zu erwähnen . Die beiden Aufklärungsschiffe "Meteor" und "Komet" waren , außerhalb ihrer eigentlichen Aufgabe, für den Einsatz von Kampfschwimmern vorgesehen. Sie konnten diese verdeckt absetzen und aufnehmen. Im Rahmen von Übungen wurde das auch trainiert.
Grüße aus Berlin und frohe Ostern
Was meinst Du mit "verdeckt absetzen"? Habt ihr besondere Vorrichtungen gehabt?
Moin Holger,
im ehemaligen NVA-Forum wurde von einer Schleuse berichtet, die nachträglich mit einem verschliessbarem Gitter versehen wurde, da man durch diese auch Besuch vom BBKF (BitterBösen KlassenFeind :wink:) bekommen konnte. Durch diese Schleuse sollte auch das Tauchsonar abgesenkt werden.
Gruss Frank
Ach guck an.
Moin zusammen,
korrekt. Beide Schiffe besaßen einen Taucherschacht, durch den die Kampfschwimmerabgesetzt und aufgenommen werden konnten. Der war , zumindest auf der "Meteor", nicht mit einem Gitter verschlossen. War auch nicht nötig, da der Raum ständig unter Verschluss war. Es ist auch richtig, dass eine der beiden hydroakustischen Anlagen (MG329) durch diesen Schacht per Seilwinde abgesenkt werden konnte. Diese Anlage konnte aber nur treibend benutzt werden. Eine aktive Verfolgung von U-Booten war damit nicht möglich. Sie diente der Suche von U-Booten in den Sprungschichten. Mit der anderen Anlage (KLA58m) konnten unter Wasser fahrende U-Boote begleitet werden.
Grüße aus der Hauptstadt
Hier mal was über die Jasmund. (https://www.parow-info.de/f/fe/fea/Jasmu.html)
Moin,
mit den Infos über die "Jasmund" (Parow-Info) dürften die Fragen, ob und warum das Schiff einen Hilfsantrieb bekommen hat, geklärt sein. Die weiter oben erwähnte , angebliche, Havarie in der Kadettrinne (mit Abschleppen durch die "Otto von Guericke") konnte durch keinen der kontaktierten ehemaligen Besatzungsmitglieder bestätigt werden.
Viel Grüße aus Berlin
Hallo,
das die JASMUND für ihere brisanten Aufgaben völlig untermotorisiert war, dürfte unbestritten sein. Die Beschreibung zum maschinellen Entwicklunggangs des Projektes Versorger 602 ist Teil im absehbaren Gröner-Band 9/2. Denn auch für die Versorger-Schwesterschiff war eine einzelne Hauptmaschine aus aufgearbeiteten Motoren schon fragwürdig.
Im Archiv des Nordholzer AERONAUTICUM gibt es dieses Foto der JASMUND zusammen mit OTTO VON GUERICKE nahe am internationalen Fahrwasser - siehe Frachter links angeschnitten.
Ob nun Havarie oder Übung - interessant bleibt weiterhin ein Hinweis auf das Ereignis oder zum Datum zwecks Einordnung in die kurze Lebensgeschichte als JASMUND.
REINHARD
Moin,
habe nochmal eine Anfrage an ehemalige Besatzungsmitglieder gestartet. Vielleicht kommen mit dem Foto Erinnerungen hoch. Melde mich umgehend, wenn Antworten da sind.
Viele Grüße