Schlachtschiff X - Form und Berechnung, angewandt

Begonnen von harold, 23 März 2006, 19:30:45

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Huszar

Mir fallen zwar die augen aus, kann sie aber nicht finden...

wirst aber schon recht haben.

(mir kommen die Vierlinge ein wenig zu leicht vor - bei den Drillingen rechne ich mit 2656)

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Lutscha

Das ist ganz schön schwer, Huszar, die Drillinge der Yamato wogen 2774 metrische Tonnen. (G&D)

Die der Iowa wogen 1,728.4 - 1,735.4 mt.

Die Vierlinge der Richelieu wogen 2,476 mt. Unsere wären dann etwas schwerer. (Vielleicht so 2800-3000 Tonnen?)
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

harold

...ich geh von 2350 t aus, verteilt wie folgt:

1050 t Panzer- und Strukturgewichte Turm und Drehmechanismen, oberhalb Drehkranz
740 t Barbettepanzer über 6 m Höhe
400 t Rohre und Mechanismen in Turmhöhe
je 40 t pro Deck an inneren und angehängten Maschinerien ü Panzerdeck
je 25 t auf den beiden Plattformdecks darunter
je 20 t an der Basis
-------
2350 t

und dazu kommen noch die tragenden Schotten und Längsverbände zusätzlich zur Schiffskörperstruktur, die ich mit ca 340 t veranschlagt habe.
Also 2690 t (ohne Munition) bei Vierlingen, mit 330 mm Barbette- und Turmpanzer (im Schnitt; nicht überall gleich).

Räsonabel, diese Werte?

Harold
4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Lutscha

Dann solte das Gewicht ok sein, wobei ich kein Fan von schwacher Turmpanzerung bin, auch wenn Barbettentreffer ohne Durchschlag der Panzerung Türme in der Regel ersteinmal ausschalten spart man sich doch (für den Turm) katastrophale Schäden. Durch 330mm kommt man auf jede Entfernung durch, auch wenn Granaten leicht abgleiten.

Ich würde bei Front und Barbette 400mm aufwärts gehen (eher 450), Decke/Seite 250+ und Heck je nachdem, was man so als Ausgleich braucht. (ansonsten fallen die Türme auch aus der eigentliche IZ des schiffes raus, was imo kontraproduktiv ist.

Gut, hier gehts aufgrund der von Harold anvisierten Größe wahrscheinlich nicht anders.
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Blane

Zitat von: LutschaGut, hier gehts aufgrund der von Harold anvisierten Größe wahrscheinlich nicht anders.

Hm, vielleicht ist ja noch ein wenig drin.

Harold, bist Du mit Deinem Entwurf am Limit oder gäbe es da noch einen kleinen Spielraum??
Schöne Grüsse
Christian

Lutscha

Ähm, Harold, ich spiele gerade mit deinem Prog rum.

Ein paar Fragen, erstens, wie kriege ich den prism. Koeff. und sehe ich das richtig, dass ich die Werte auf den jeweiligen Seiten immer neu eingeben muss?
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

harold

Nein, nicht am Limit...

Im von Lutscha vorgeschlagenen Fall würden meine Barbetten bei 420 mm je 940 t wiegen,
und der Turm (420/250/200) etwa 930t (den hatte ich auf der Decke sogar dicker angesetzt).
Die restlichen Gewichte kann ich gleich lassen; und komme so insgesamt auf
2420 t  (70 t mehr als ursprünglich vorgeschlagen).
Die 340 t an Turmtrageschotten sind äquivalent der Decksdurchbrechungen gerechnet, also eher auf der sicheren Seite (250 wären wahrscheinlicher... so dass es sich sogar wieder ausgliche).

Wie gesagt, für´n Vierlingsmodell; und als Größenordnung verdaut dies mein bisheriger Rumpf locker.

Meld mich hiermit ab bis Montag abends, es rufen die Berge...

Harold
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- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Blane

Na dann wünsche ich Dir mal viel Spass!! :D
Schade, dass Du dann wohl morgen nicht beim Chat dabei bist :cry:
Schöne Grüsse
Christian

harold

Nee- jetzt noch Rucksack packen, und dann ab ins Salzburgische!

Bis dann,
Harold
4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Huszar

Anscheinend hab ich mich stark verrechnet...

hmmm...schauenwasgeht...


mfg
alex
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Huszar

Sehen wir mal, ob dieses Screenshot-Dings funzt...








mfg

alex
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harold

So, back from se mountains (und zwar früher als angedacht...)

@ lutscha:
"erstens, wie kriege ich den prism. Koeff. und sehe ich das richtig, dass ich die Werte auf den jeweiligen Seiten immer neu eingeben muss?"

...mach mal PN oder mail an formgabe[at]utanet.at mit Tabelle, und ann schaun wir uns das an, OK?

@ Alex:
nanu, 57.500 metrische Tonnen??
- du hast sie ein wenig schlanker gemacht, ihr aber einiges mehr an Tiefgang verpasst, stimmt das?
Nimm ihr mal sämtliche Bunkerinhalte runter auf ca jeweils 20% (oder gleich auf null), dann hat sie im Vorschiff gewaltig an Auftrieb... ungut für die sehr hohen Gewichte der SA.
Hast du die Version mit der vertikalen Verteilung schon? -die ist für den Schwerpunkt ziemlich aufschlussreich ... denn noch weiter nach oben kitzeln kann man die Spantkoeffizienten im Vorschiff kaum -
- sonst wird sie kippelig.

Mach mal Screenshot der Kurvenwerte für den von dir veränderten Rumpf - ich fürchte nämlich, dass die Geschwindigkeit (oder der Leistungsbedarf) da unter/über unsere Sollwerte rutschen :)

Harold
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- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

harold

,,Form & Berechnung anhand von...", also wieder mal ein bisschen Theorie gefällig?
So zu kleinen Verbesserungen an der Rumpfform?

Wir könnten natürlich alles als ,,Rumpf" bezeichnen, auch einen eingetauchten sperrigen Quader (der hätte dann so ziemlich den maximalen Widerstand bei ebenfalls sehr großer benetzter Fläche...) oder eine Halbkugel (die hätte im Verhältnis zum Volumen die geringste benetzte Fläche,  jedoch ebenfalls horrende Widerstandswerte).

Interessanter wäre schon ein eingetauchtes Halb-Ellipsoid (weil es einer Außenflächenminimierung dient),
aber Rumpf ist dies nun auch noch keiner...



Flächenminimierung? Warum?
Weil eingetauchte Fläche Widerstand generiert. In der Praxis nimmt man z.B. Paraffin- oder Teflonrümpfe für maßstäbliche Schleppversuche, weil beide Materialien so gut wie keine Adhäsion an der Oberfläche zulassen.
Ist ein Rumpf sehr stark bewachsen (so was kommt in südlicheren Meeren bald mal vor!) oder voller Buckel (sprich Nieten), dann wird die ansonsten gern vernachlässigte eingetauchte Außenfläche zum Problem.

Aber wie berechnet man diese Außenfläche?

Wenn wir unser Schiff (wieder mal...) längs in viele kleine Scheiben schneiden, so entspricht jede Scheibe einem Spant, und der hat eine definierte Abwicklungslänge unter Wasser. Würden wir diese vielen Spantabwicklungen mal dem jeweiligen Abstand zwischen ihnen (als sehr schmale Rechtecke) aufaddieren, so hätten wir die widerstandsgenerierende Fläche.

Aber wie kommen wir zur Länge des abgewickelten Spants?

Vorausgesetzt,  die Außenhaut ist so gut wie möglich an das jeweilige Volumen optimiert (also ohne konkave Linien), gibt es eine verblüffend simple Näherungsformel



also doppelte Quadratwurzel aus Spantkoeffizient, mal Summe aus Tiefgang und halber Breite.

Dies angewandt für unseren Beispielrumpf, dann zeigt sich die Unterwasserfläche graphisch (allerdings ohne ,,Angehänge" = Wellenhosen, Ruder, Kielflossen, Schlingerkiele etc)



als weitere Kontrollkurve, ob unser Rumpf eher widerstandsarm oder doch zu klobig geworden ist.

Je geringer die Gesamtfläche (prozentuell verglichen mit einem Quader aus L x B x T; getauchte Außenfläche 2LT + LB ) ist, desto besser;
je höher sie ist, verglichen mit einem Halbellipsoid (große Achse = L; kleine Achse = B gleich T/2; getauchte Außenfläche 2pLB), desto schlechter.

Kam mir grad so in den Sinn, damit unsere Rumpf-Veränderer auch noch diesen Parameter einrechnen können.

Harold
4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Huszar

Hallo, Harold!

Hier die Kurven:





Bei Abteilung 1 hab ich 80 Tonnen für den Bugüberhang reingepackt. Kommt mir aber etwas wenig vor... allzuviele "feste" GEwichte kenn ich nicht, die im Bug untergebrach werden könnten  :oops:
37m Breite ist - glaube ich - noch im Ramen des Möglichen. 10,5 Meter Tiefgang bei Vollausrüstung ebenfalls.

mal sehn


mfg

alex
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harold

Servus Alex!

Mach ihr mal bei 4 ein wenig mehr Breite, und bei 5 ein bissi weniger ...
... und in 2 könnte sie dann etwa 30 t mehr bunkern.
Gewichte in 1?  Anker.

Harold
4 Ursachen für Irrtum:
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