Schlachtkreuzer die 2.

Begonnen von Gneisenau, 24 April 2006, 19:11:05

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Gneisenau

Hallo Jungs,

die Schlachtkreuzer vor allem der Kaiserlichen Marine und deren Pedanten sind ein Steckenpferdchen von mir und ich versuche mal den existierenden Thread zu beleben und vor allem zu differenzieren.

Meiner Meinung nach kann man die Entwicklung der Schlachtkreutzer nicht auf so eine große zeitliche Spanne ausdehnen.  Back to the roots und beginnen mit den "Fishers". Er war einer der größten Seestrategen seiner Zeit und ging imer davon aus das das deutsche Reich als inzigste die nötigen Ressourcen hatte um der Royal Navy "Sorgen" zu bereiten. Er ging allerdings davon aus das die deutschen sich auf eine Kreutzerflotte konzentrieren. Zu deren Bekämpfung waren die Dreadnoughts natürlich zu langsam. Konzeptionell war der Battlecruiser Fishers, genau das Mittel diese Kreutzer zu bekämpfen. Schneller wie alles stärkere, stärker wie alles schnellere. Genau so wurden alle britischen BC gebaut mit allen stärken und vor allem auch allen Schwächen.

Die deutschen wurden geschickt getäuscht,wodurch der erste Pedant "SMS Blücher" auch glänzend misslang.

Die Briten stellten nie in Rechnung das andere Nationen auch Schiffe nach ihren Bedürfnissen bauen konnten.Ein deutscher Schlachtkreutzer konnte nie nach dem britischen Konzept gebaut werden. Es stand nie in Frage das quantitativ die Roayl Navy überlegen sein würde, also mussten die deutschen Einheiten immer standfester sein in ihrer Konstruktion. Dieses wurde dann mit "von der Tann" auch verwirklicht.

Der britisch BS wurde bis Falkland auch genau dazu eingesetzt wofür er geplant war, nämlich die deutschen Kreutzer zu jagen und zu vernichten.Tragisch bei der Geschichte ist ledigich,währe Spee mit Scharnhorst und Gneisenau wild um sich schiessend in Port Stanley eingelaufen hätte er Erfolg gehabt da die Briten am Kohlen waren.Aber so ist das Kriegsglück.

Im Skakerrag wurden die britischen BC zum Aufklären eingesetzt, wenn wir jetzt die Aufgaben Hippers und Beatys gegenüberstellen komt eines zum tragen. Hipper war seiner Aufgabe bewusst wie er seine Einheiten eizusetzen hatte,Beatty nicht. Er war davon getrieben den Feind zu stellen und vernichten, dieses befähigte ihn zum führen eines Linienschiffsgeschwaders aber nicht der BC. Nach der Doggerbank musste auch er wissen wo seine Grenzen mit diesen liegen,Ferngefechte mit deutschen Schlachtkreutzern zu meiden. Nur dort waren die deutschen noch unterlegen und trotzdem musste sein Flaggschiff eingeschleppt werden. Der Erfolg der Versenkung der Blücher war ein Phyrrusieg, das wurde ihm im Skagerrak zum verhängniss. Er kam seiner Aufgabe aufzuklären nicht nach,das übernahm Comodore Goodenough, ein für diese Aufgabe hervorragender Mann. Gegen die Schlachtkreutzer Hippers hatte er aber in diese Aufstellung auch mit der Übermacht von einer Einheit keine Chance.

Mal kleine Anekdote am Rande...warum konnte der älteste deutsche Schlachtkreutzer "von der Tann" als erster einen britischen BC versenken wo  neueren das Feuer eingestellt hatten?

Gruß

Peter

Lutscha

Die britischen "Pedanten" der deutschen Schlachtkreuzer litten vor allem unter dem Geiz der Briten in ein neues Feuerleitsystem zu investieren, schlechten Granaten und der Forderung nach sehr hoher Feuergeschwindigkeit, was zu viel Cirdit an Orten führte, wo es eigentlich nicht in der Menge sein sollte.
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Mario

Beatty stieß zu Beginn der Schlacht auf ein deutsches Geschwader von Schlachtschiffen. Er wußte, das hinter ihm das englische Gros stand und durfte mit Sicherheit annehmen, das hinter den deutschen Schlachtkreuzer bald das deutsche Gros auftauchen würde.
Da er davon ausgehen mußte, das er nicht zwangsläufig unterlegen war, nahm er die Schlacht an, band den Gegner und "wartete" auf das nachfolgende Hauptgeschwader.
Was hätte er sonst tun sollen ??? Die einzige Alternative dazu wäre eine Kehrtwende und schnelle Flucht in Richtung der eigenen Hauptflotte, so wie es die kleinen Kreuzer getan hätten. Doch damit hätte er nicht nur seine Karriere vorzeitig beendet, er hätte damit vor allem gegen eine der wichtigsten Traditionen der Royal Navy verstoßen.

Lutscha

Zum Thema Jutland und zu viel Cordit gibts gerade nen interessanten Thread bei warships1: http://p216.ezboard.com/fwarships1discussionboardsfrm1.showMessage?topicID=7667.topic

Bill Jurens ist da ein wenig anderer Meinung.
Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

Typisch deutsche Argumentationsweise.

Thomas

Zitat von: Mario
Was hätte er sonst tun sollen ??? Die einzige Alternative dazu wäre eine Kehrtwende und schnelle Flucht in Richtung der eigenen Hauptflotte, so wie es die kleinen Kreuzer getan hätten. Doch damit hätte er nicht nur seine Karriere vorzeitig beendet, er hätte damit vor allem gegen eine der wichtigsten Traditionen der Royal Navy verstoßen.

Hallo Mario,

genau: engage the enemy more closely - alles andere ist nach Ausbildung und Tradition undenkbar.

Grüße
Thomas :wink:

En Echelon

@ Gneisenau

ich bin normalerweise keiner, der auf Grammatik oder Rechtschreibung rumreitet, aber es gibt Sachen, da fallen mir beim lesen die Zähne aus:

Ein Pedant ist ein akribisch peinlich genauer Erbsenzähler, man könnte auch Korinthenkacker sagen. Pedanten sind also Leute, die etwas pedantisch genau nehmen, so wie ich jetzt gerade.  8)

Was Du meinst ist das (nicht der) Pendant, frz. für das Gegenstück. Der Plural ist nicht Pendanten sondern Pendants.

Btw. ein Kreutzer ist der Bruchteil eines Talers und somit Zahlungsmittel in Entenhausen und kein Fahrzeug. Die von Dir so favorisierten Fahrzeuge sind Kreuzer. Da sollten wir schon genau sein finde ich, weil wir hier sonst irgendwann noch Tserschtöhrer fahren...

Und noch eins, was aber viele falsch machen (sogar dicke Bundeskanzler): wie und als! Etwas ist gleich wie und anders als.
Bsp.:
Die Briten sind schneller ALS die deutschen aber genauso dumm WIE sie

Ein Phyrrus-Sieg heißt eigentlich Pyrrhussieg und das Skakerrag heißt Skagerrak.

Nix für ungut, aber mir schält sich echt die Hornhaut ab, wenn ich sowas lesen muss...
Gruß

Jan


Nicht Schiffe kämpfen, sondern Menschen!

Leutnant Werner

@Gneisenau,
dass die Blücher glänzend mißlang, finde ich nicht.
Geschwindigkeit: Blücher schaffte bei forcierter Maschinenleistung etwa 26 Knoten, was unter den sogenannten "Hybriden" (zwischen Panzerkreuzer und Schlachtkreuzer) wohl eine Bestleistung ist. Weder Edgar Quinet, noch die Pisa und San Marco oder die Amerikaner und Japaner und schon gar nicht der Rurik konnten diese Geschwindigkeit auch nur annähernd erreichen. Blücher konnte auf der Doggerbank ihre Geschwindigkeit in der deutschen Linie auch noch halten, als Beatty zur Jagd blies, die Geschwindikeitserhöhung befahl und die Incincible-Klasse-Schlachtkreuzer seines Geschwaders hinter die Lyons und Tigers zurückfielen.
Panzerung: Blücher verfügte über eine großflächige Gürtelpanzerung die im Bereich der Zitadelle satte 180 mm dick war, 28mm mehr als bei den Invincibles. Auf der Doggerbank schluckte sie etwa 50 (!) schwere Treffer, bevor sie unterging.
Bewaffnung: Die 21cm/l45 von Blücher verschoss bei 30 Grad Rohrerhöhung eine 125 Kg schwere Granate auf eine Maximalreichweite von 19.100 m. Auf der Doggerbank war das die größte Reichweite aller eingesetzten Geschütze.

Gegen eine Lyon hat Blücher natürlich keine Chance, aber im 1 gegen 1 gegen eine Invincible sehe ich sie nicht chancenlos. Sie könnte sich je nach Wetterlage eventuell entziehen oder aber auf große Entfernung einen "lucky punch" landen.

@en echelon: Hoffentlich ist mein Beitrag grammatikalisch und orthographisch hinreichend. Ich möchte nicht, dass Du schon wieder leiden musst!

Gruß
Lt.

Reiner

@En Echelon

WOW,
sind wir aber kleinlich heute :wink:
War doch für jeden verständlich, was gemeint war!!

Gruß
Reiner

Spee

Servus,

Was hätte er sonst tun sollen ??? Die einzige Alternative dazu wäre eine Kehrtwende und schnelle Flucht in Richtung der eigenen Hauptflotte, so wie es die kleinen Kreuzer getan hätten. Doch damit hätte er nicht nur seine Karriere vorzeitig beendet, er hätte damit vor allem gegen eine der wichtigsten Traditionen der Royal Navy verstoßen.

Beatty hat im Grund genommen aber genau das getan. Oder warum heißt die Phase nach Sichtung der Hochseeflotte und der Kursänderung Beatty's "Run to the North"? Evan-Thomas stand ja aus diesem Grund plötzlich der deutschen Aufklärungsgruppe und der anlaufenden Hochseeflotte allein gegenüber. Beatty ist mit Sicherheit nicht geflohen, aber das Auftauchen der Hochseeflotte schien ihn doch überrascht zu haben.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

DHEO

@ Leutnant Werner

wenn wir hier schon Korinther ka... *lol* dann will ich auch :wink: :

Lyon ist eine französische Stadt, Du meintest wohl eher den Schlachtkreuzer Lion, Lion zu deutsch Löwe, oder einfach auch wohlschmeckender Schokoriegel *grööl* :mrgreen:

Grüße

Dirk

Spee

@Dheo,

wenn wir hier schon Korinther ka...

ich hoffe doch, du meinst die Trauben = Korinthen und nicht die Bewohner der Stadt? Dann wären es Korinther  :D  .
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Reiner

Wobei die Korinthen nach den Korinthern benannt sind.... :D

Mann ist das jetzt aber offtopic.

Gruß
Reiner

Leutnant Werner

@Dheo,
Du hast ja so recht - und nicht nur die Lyon.... Ich denke dabei auch an "Geschwindikeitserhöhung", und ein oder zwei Kommata habe ich auch vergessen!
Kommt davon, wenn man Texte einfach mal schnell reinhackt. Jetzt wird mich en echelon braten!
Gruß
Lt.

Reiner

@ Leutnant Werner
Und über die
"Incincible-Klasse-Schlachtkreuzer"
wollen wir wohl besser auch nicht reden :oops:

Gruß
Reiner

Leutnant Werner

@Reiner,
Es wird ja immer schlimmer! Und dabei bin ich total nüchtern und kann mich nicht mal über diese Schiene rausreden....
Gruß
Lt.

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