Begleitflugzeugträger / Leichter Flugzeugträger

Begonnen von MP, 17 Januar 2015, 08:32:29

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MP

Hallo!

Nachdem ich mich länger schon nicht mehr gemeldet habe, wollt ich mich mal wieder zu Wort melden, um mein zweites Modellprojekt in Angriff zu nehmen. Das Schlachtschiff "Ersatz-H" wurde mitlerweile beendet und befindet sich grad in der Umsetzung. Leider ist meine externe Festplatte die Tage kaputt gegangen und so ist mein Excel-Kalkulator mit den Werten verloren gegagen (für Leute die Interesse daran hätten)

Nun, zum Thema ... mein Gedanke hinter meinem zweiten Projekt war und ist ein "leichter Flugzeugträger", der als Begleiteinheit für meine "Ersatz-H" sowie andere Großkampfschiffe bzw. Kampfgruppen fungieren soll. Ich stütz mich dabei immernoch auf den ""Handelsstör-Träger" Threat --> http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,16010.0.html

Es soll sich dabei nicht zangsläufig um die bestmögliche Lösung mit dem Wissen von Heute handeln, sondern um ein mögliches Design jener Tage auf Basis der damaligen (deutschen) Kentnisse im Bereich Trägerbau. Meine groben Gedanken hierzu sind:

- Panzerschiff P Rumpf als Basis (sprich LüA Rumpf ~ 216,5m und Breite Rumpf ~ 24,5m)
- Panzerung auf Niveau eines schweren Kreuzers
- mindestens 8x Jäger (zwei Schärme) + 12x Stuka/Torpedobomber (drei Schwärme) + 5x Reserveflugzeuge (1x je Schwarm)

Was denkt ihr? Was würdet ihr machen?

MfG,
Micha
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Urs Heßling

moin,

Zitat von: MP am 17 Januar 2015, 08:32:29
- Panzerung auf Niveau eines schweren Kreuzers
Der Träger benötigt "nur" eine Horizontalpanzerung (gegen Luftangriffe). Wenn er in ein Überwassergefecht gerät, hat der Verbandsführer etwas grundsätzlich falsch gemacht.

Zitat von: MP am 17 Januar 2015, 08:32:29
- mindestens 8x Jäger (zwei Schärme) + 12x Stuka/Torpedobomber (drei Schwärme) + 5x Reserveflugzeuge (1x je Schwarm)
mW fliegen Stuka in Ketten (3), Torpedobomber in Ketten oder Rotten (2).

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Sven L.

Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Peter K.

Wie werden die Maschinen in den Hanagardecks rangiert?
Wo befinden sich dort Wartungsbereiche?
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

redfort

Zitat von: Peter K. am 17 Januar 2015, 20:35:04
Wie werden die Maschinen in den Hanagardecks rangiert?
Wo befinden sich dort Wartungsbereiche?

Die Katapulte stehen am Anfang zu dicht zusammen, Kollisiongefahr und Startbehinderung beim Katapultschuss.
Gemischte Aufbewahrung, ein Treffer in den Hangerdecks und alle z.B. Jäger waren einmal.
Zudem würde dich die Reserveflugzeug stockiert aufbewahren, d. H. auseinandergenommen, spart Platz !
Wo sind die Bereiche der Triebwerks- und Instandsetzungswerkstätten. (z.B. für Motorenprobeläufe etc.)
Und viele Sachen mehr !
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

MP

#5
@Urs

Gut, da muss ich es umformulieren ^^ ... ich geh so von ~ 25 Flugzeugen gesamt aus ;)

Und nur so am Rande, weis nicht, wie weit das bekannt ist, aber es gab ja die Ju 87 V25, die zum Prototypen der E-Reihe umgebaut wurde, was ein Ersatz für die Ju 87 C und Fi 167 sein sollte. Bei dem Flugzeug gab es die Möglichkeit zum Anbringen einer Aufhängevorrichtung für ein 765kg LT 5 b Torpedo, wodurch die Ju 87 E als Beides verwendbar war, Stuka und Torpedobomber.



Edit: Was die Panzerung angeht, hier geh ich von der Situation aus, das Deutschland nunmal nicht über so viel Mittel verfügte, wie andere Nationen, um einen vollständigen Trägerverband auf zu stellen und daher, ganz so wie sie es auch bei der Graf Zeppelin gemacht haben, eben mehr so einen leicht verkappten Träger bräuchten bzw. gebaut/designed hätten. Und wenn ich mir dann auch die späteren japanischen Träger angucke, die teilweise über beachtliche Vertikalpanzerung verfügten ... z.B. die Taihō mit einem 6" Gürtel ...

@Halvar

Hm, ich hab mir eher was ausgemalt, was in die Richtung des "Projektes Weser" geht ^^  :wink:

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Sven L.

Zitat von: Peter K. am 17 Januar 2015, 20:35:04
Wie werden die Maschinen in den Hanagardecks rangiert?
Auf engstem Raume, wie ich es z.B. täglich auf meiner Arbeit (Automobilbereich Bhv) erlebe. Bei den Flugzeugen ist es dabei noch leichter, da diese im Prinzip auf der Stelle gedreht werden können.

Zitat
Wo befinden sich dort Wartungsbereiche?
Flugzeuge werden am Abstellplatz gewartet. Die Werkstätten befinden seitlich der Hangardecks in den dortigen Räumlichkeiten.

siehe H. Evers "Kriegsschiffbau" S. 83 Dort befindet sich ein schöner Grundriss des unteren Hangardecks der Ark Royal, welcher mir als Vorlage gedient hat.
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Sven


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Sven L.

Zitat von: redfort am 17 Januar 2015, 21:41:01
Zitat von: Peter K. am 17 Januar 2015, 20:35:04
Wie werden die Maschinen in den Hanagardecks rangiert?
Wo befinden sich dort Wartungsbereiche?

Die Katapulte stehen am Anfang zu dicht zusammen, Kollisiongefahr und Startbehinderung beim Katapultschuss.
Gemischte Aufbewahrung, ein Treffer in den Hangerdecks und alle z.B. Jäger waren einmal.
Zudem würde dich die Reserveflugzeug stockiert aufbewahren, d. H. auseinandergenommen, spart Platz !
Wo sind die Bereiche der Triebwerks- und Instandsetzungswerkstätten. (z.B. für Motorenprobeläufe etc.)
Und viele Sachen mehr !
Da die Katapulte versetzt angeordnet sind, sollte eigentlich klar sein, dass das Backbord-Katapult zuerst schleudert und danach das Steuerbord-Katapult.
Ein gemischte Aufbewahrung ist - entschuldige bitte - große Humbug. Wichtig ist, im Evers nachzulesen, zuerst die Jäger zu starten. Wenn die nun zwischen den Stukas stehen, mußt man viel zu viel hin- und herrangieren. Kostet enorm Zeit!
Je Staffel habe ich zwei Reserveflugzeuge mit dazu stellen können. Da in den ursprünglichen Schlachtkreuzer Magazinen viel Platz ist, könnte man dort evtl. noch zerlegte Flieger reinpacken. Müßte ich mir nur mal Gedanken über einen passenden Aufzug machen.
Im übrigen finde ich pers. Einsatzbereite Reserveflugzeuge sinnvoller, da diese quasi sofort zur Verfügung stehen. Da ich auch Reserveflugpersonal mit an Bord habe, könnten diese im Notfall auch zur Verteidigung verwendet werden.
Zu deiner letzten Frage - siehe ein Post vorher von mir.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Sven L.

Zitat von: MP am 17 Januar 2015, 21:52:48
@Urs

Gut, da muss ich es umformulieren ^^ ... ich geh so von ~ 25 Flugzeugen gesamt aus ;)

Und nur so am Rande, weis nicht, wie weit das bekannt ist, aber es gab ja die Ju 87 V25, die zum Prototypen der E-Reihe umgebaut wurde, was ein Ersatz für die Ju 87 C und Fi 167 sein sollte. Bei dem Flugzeug gab es die Möglichkeit zum Anbringen einer Aufhängevorrichtung für ein 765kg LT 5 b Torpedo, wodurch die Ju 87 E als Beides verwendbar war, Stuka und Torpedobomber.

Schaust du dir die Seitenansicht meines Entwurfes an, siehst du achtern drei Stukas mit ebendiesem Torpedo ;-)
Der nach meinen Infos allerdings nur 750 kg schwer.

Ich arbeite z.Zt. an einer Studie die ich demnächst hier im Forum reinstellen werde.  Dort im Anschluß findest du dann auch den Entwurf eines kleinen Flottenträgers mit rd. 28 Flugzeugen.
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Sven


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t-geronimo

Wie willst Du denn in der Enge Flugzeuge warten? Wartung bedeutet nicht nur Öl auffüllen, sondern sie auch mal auseinander bauen und Teile erneuern zu müssen. Das ist in der Enge schlicht unmöglich, weder im stillen Hafen und erst recht nicht bei Seegang auf See.
Selbst wenn es möglich wäre, würde das aber bedeuten, das ein einziges auseinandergebautes Flugzeug den Transfer anderer verhindern würde, weil man nicht dran vorbei kommt.

Bei Seegang wird auch Deine enge Aufbewahrung scheitern, wenn die Zeichnung maßstabsgerecht sein soll.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Sven L.

Zitat von: t-geronimo am 18 Januar 2015, 12:49:31
Wie willst Du denn in der Enge Flugzeuge warten? Wartung bedeutet nicht nur Öl auffüllen, sondern sie auch mal auseinander bauen und Teile erneuern zu müssen. Das ist in der Enge schlicht unmöglich, weder im stillen Hafen und erst recht nicht bei Seegang auf See.
Selbst wenn es möglich wäre, würde das aber bedeuten, das ein einziges auseinandergebautes Flugzeug den Transfer anderer verhindern würde, weil man nicht dran vorbei kommt.

Bei Seegang wird auch Deine enge Aufbewahrung scheitern, wenn die Zeichnung maßstabsgerecht sein soll.

Zuerst die bescheidene Gegenfrage wie die Engländer das wohl auf der Ark Royal gehandhabt haben bzw. wie die Amerikaner und Japaner es auf ihren "vollgepfropften" Trägern gemacht haben. Dann muß ich sagen, das es sehr wohl möglich ist ggf. einen Motor dort auszubauen. Ok, ich habe eben noch vorne und hinten die Breite des Hangars jeweils etwas verbreitert. Macht aber gegenüber dem vorherigem Entwurf nicht allzuviel Mehr an Platz. (ca. 1,5 m mehr).
Wenn ich nach einem Einsatz weiß, dass das eine oder andere Flugzeug defekt ist bzw. eine dringende Überholung benötigt, kann dieses oder diese, jeweils im unteren Hangar geparkt werden. Im oberen stehen dann die Einsatzbereiten. Oder anders ausgedrückt. Ensatzbereite stehen am nächsten zu den Aufzügen. Gutes stauen ist halt wichtig. Man kann gut oder schlecht stauen. Erleb ich selber täglich auf der Arbeit.
Was deinen letzten Satz betrifft - Sorry - ich kann selber Laschen und weiß das man auch 50 t (High & Heavy) und mehr sehr gut gegen verrutschen im Seegang sichern kann ;-) Und die Flieger wiegen bestenfalls das dreifache eines Mittelschweren PKW's. Und bei Sturm werden halt Sturmlaschings angebracht.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Sven L.

Da der Thread-Ersteller einen kleineren Begleitträger wünscht und das meinen Intentionen einer ausgewogenen Flotte entgegenkommt, hier eine kleinere Variante, die auf der Rumpfbasis meines Super-A-Typ-Kreuzer bzw. verbesserten Panzerschiffes basiert.

Hier ist im Bereich der Flieger auch mehr Platz. Trotzdem haben auf den beiden Hangardecks insgesamt 40 Flieger Platz.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Q

Ich finde deine CV Entwuerfe sehr gelungen. Einzig gefaellt mir deine Aufstellung der schweren Flak nicht so recht. Da wuerde mir die von der Seydlitz vor und hinter der Insel eher zusagen. Wuerde auch Platz sparen und mehr Rohre in der Breitseite bedeuten. Ausserdem weis ich nicht, ob die Hoehe der Hangardecks fuer die aufgestellten Flugel der Bf 109 ausreichen? Oder waren diese Beigeklappt?


Don't Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Sven L.

Zitat von: Q am 18 Januar 2015, 14:45:26
Ich finde deine CV Entwuerfe sehr gelungen. Einzig gefaellt mir deine Aufstellung der schweren Flak nicht so recht. Da wuerde mir die von der Seydlitz vor und hinter der Insel eher zusagen. Wuerde auch Platz sparen und mehr Rohre in der Breitseite bedeuten. Ausserdem weis ich nicht, ob die Hoehe der Hangardecks fuer die aufgestellten Flugel der Bf 109 ausreichen? Oder waren diese Beigeklappt?

Ich habe die SFlak so aufgestellt, gerade weil mir die der Seydlitz nicht gefiel :-) Aber das ist erstmal reine Geschmackssache.
Da müßte man sich wegen des nicht so breiten Decks Gedankenn wegen evtl. Verwirbelungen machen.

Und ja, die Flächen der Bf 109 sind beigeklappt.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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redfort

ZitatBei den Flugzeugen ist es dabei noch leichter, da diese im Prinzip auf der Stelle gedreht werden können.

Sorry aber das ist wirklicher Humbug.

ZitatEin gemischte Aufbewahrung ist - entschuldige bitte - große Humbug. Wichtig ist, im Evers nachzulesen, zuerst die Jäger zu starten. Wenn die nun zwischen den Stukas stehen, mußt man viel zu viel hin- und herrangieren. Kostet enorm Zeit!

Na, das will ich aber bezweifeln, das da ein Schiffsbaugelehrter ahnung von Trägerfunktionen bzw. Taktiken hat, ebenso ein Hobby-Konstrukteur.
Lese mal da die Grundsatzberichte bzw. Schreiben der  Dienststellen zwischen dem Reichsluftfahrtministerium und Kriegsministerium über die GRAF ZEPPELIN durch, sehr zu empfehlen.
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

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