Bekommt die Russische Marine einen neuen, großen Träger?

Begonnen von Albatros, 20 Mai 2015, 21:56:12

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Urs Heßling

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Albatros

Zitat von: Urs Heßling am 20 Mai 2015, 22:06:37
moin, Manfred,

Zitat von: Albatros am 20 Mai 2015, 21:56:12
Und hier geht es zum ,,Neuen"
http://de.sputniknews.com/militar/20150520/302403815.html
Das Thema hatten wir gerade schon hier http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,24037.msg270955.html#msg270955  :wink: :O/Y

Gruß, Urs

Hallo Urs,

bei der schnellen Durchsicht der Beiträge der letzten zwei Wochen war mir dies entgangen....

:MG:

Manfred

Leutnant Werner

Ein atomgetriebenes Schiff mit 18.000 Tonnen Verdrängung und 200 Metern Länge als "Zerstörer" zu bezeichnen. Ich hab da so meine Schwierigkeiten bei der Rezeption....

Big A

Da gibt's ja Vorgänge in Japan, zwar nicht nuklear, aber genauso groß und auch als Zerstörer bezeichnet...

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Tostan

Zitat von: Leutnant Werner am 21 Mai 2015, 03:57:58
Ein atomgetriebenes Schiff mit 18.000 Tonnen Verdrängung und 200 Metern Länge als "Zerstörer" zu bezeichnen. Ich hab da so meine Schwierigkeiten bei der Rezeption....

Na und? wenn wir Siebentausendtonnenfregatten haben können die Russen doch ruhig achzehntausender Zerstörer bauen, in Russland ist eh alles etwas größer ;)

Ehrlich gesagt halte ich die Bezeichnung und die Klasse "Zerstörer" für veraltet. Allrounder sind Kreuzer nach klassischer Definition, spezialisierte Schiffe Fregatten, mit eingeschränkter Seeausdauer auch Korvetten. Irgendwie drücken sich aber heute die meisten um die Typisierung "Kreuzer".


der erste

Na und? wenn wir Siebentausendtonnenfregatten haben können die Russen doch ruhig achzehntausender Zerstörer bauen, in Russland ist eh alles etwas größer ;)

Ehrlich gesagt halte ich die Bezeichnung und die Klasse "Zerstörer" für veraltet. Allrounder sind Kreuzer nach klassischer Definition, spezialisierte Schiffe Fregatten, mit eingeschränkter Seeausdauer auch Korvetten. Irgendwie drücken sich aber heute die meisten um die Typisierung "Kreuzer".
[/quote]

Hat wohl auch etwas mit der Gemütslage der Nation zu tun, bzw. damit, was man glaubt dem Volk an Militarisierung zumuten zu können, man ist ja friedliebend. Und Fregatte, egal wie groß sie ist, klingt nicht so kriegerisch wie der Begriff "Zerstörer". Die Russen hatten, wenn auch aus anderen Gründen, da schon andere Begriffe für ihre Schiffe, z.B. großes U-Boot-Abwehrschiff. Wir haben nur noch "maritime Fähigkeitsträger".
Noch zur Kusnezow. Unter dem Namen "Riga" auf Kiel gelegt, Während der Bauphase in "Leonid Breschnew" umbenannt und am 05.12.1985 zu Wasser gelassen. Während des Ausbaues wurde er am 11.08.1987 in "Tbilissi" umbenannt um schließlich am 04.10 1990 seinen endgültigen Namen zu bekommen - "Flottenadmiral der Sowjetunion N.G.Kusnezow".

Tostan

#8
Zitat von: der erste am 21 Mai 2015, 08:29:14
Noch zur Kusnezow. Unter dem Namen "Riga" auf Kiel gelegt, Während der Bauphase in "Leonid Breschnew" umbenannt und am 05.12.1985 zu Wasser gelassen. Während des Ausbaues wurde er am 11.08.1987 in "Tbilissi" umbenannt um schließlich am 04.10 1990 seinen endgültigen Namen zu bekommen - "Flottenadmiral der Sowjetunion N.G.Kusnezow".

Ja. nun muss man dazu bedenken dass die "Kusnezow" nur ein Notbehelf war. Im Prinzip nur eine Weiterentwicklung der alten Kiews und wohl auch schon Technologieträger für die Uljanows, welche ja nie fertiggestellt wurden. Dazu zog sich der bau ewig hin in der Phase des Niedergangs und dann die 90 wo eh kein Geld da war - Kein wunder dass der Träger nun dringend größere Reparaturen benötigt, das wurde ja auch schon vor Jahren gefordert, ist also längst überfällig.

Neue Flugzeugträger geistern immer mal wieder durch die russischen Medien, meist auch mit Terminen die nur heiße Luft sind, hier mal beispielhaft ein Artikel von anno 2010(gewünschter Stapellauf 2020!) http://de.sputniknews.com/militar/20100226/125267793.html

Mal eine Grundlegende Frage: die Flugdeckkreuzer der Sowjetunion wurden ja alle in der Ukraine gebaut, in Mykolajiw. Hat Russland heute Werften für so große Kriegsschiffe? So ein 70000tonnenschiff legt man ja auch nicht mal so einfach irgendwo auf Kiel. Von dem KnowHow mal ganz zu schweigen - dass auch damals "die Ukrainer" gebaut haben wird ja in den verlinkten Artikeln schon angesprochen, aber das ist auch schon 30 Jahre her - auch die Ukrainer mit Träger-KnowHow sind wohl größtenteils schon in Rente.

Zitat von: der erste am 21 Mai 2015, 08:29:14
Und Fregatte, egal wie groß sie ist, klingt nicht so kriegerisch wie der Begriff "Zerstörer". Die Russen hatten, wenn auch aus anderen Gründen, da schon andere Begriffe für ihre Schiffe, z.B. großes U-Boot-Abwehrschiff. Wir haben nur noch "maritime Fähigkeitsträger".

Du meinst, das russische Schiff wird mit bedacht so martialisch "Zerstörer" genannt? "Kreuzer" ist ja eigentlich eher gemütlicher, für den Normalbürger eher mit Kreuzfahrtschiff zu assoziieren als "Zerstörer"  :-D
Die Funktionsbezeichnung finde ich auch eher besser, aber die Stammt auch noch aus der Zeit, als nur Kreuzer(die es ja auch in der Sowjetunion gab) allrounder waren. Heute sind ja schon Fregatten sowohl vom Gewicht als auch von der Aufgabenvielfalt dort wo zu Kaisers Zeiten noch leichte Kreuzer waren.

der erste

Das Problem mit der Kusnezow ist und war auch bei den anderen ehemaligen Flugdeckkreuzern, das man keine Möglichkeiten hatte sie einfach an der Pier mal, salopp gesagt, anzubinden und auszuschalten. Sie liegen und lagen immer auf Reede, entweder vor Anker oder an der Tonne. Man hat es nie geschafft entsprechende Pieranlagen zu bauen. Und so verschleißen sich die Geräte und Anlagen eben. Das große Problem auf der Kusnezow ist die Kesselanlage und die Rohranlagen.

Gonzo

Ich dachte die Sevmash-Werft wäre die einzige die ein Schiff wie die Kuznezow aufnehmen könnte!?

Hier im Forum wurde doch mal geschrieben das man dort zuerst vis 2018 Admiral Nachimov wieder instandsetzen möchte. Danach sollte dann Pjotr Velicky folgen und danach erst Admiral Kuznezow. Hat man die Kuznezow jetzt vorgezogen?


The Voice

In God we trust - all others we track

Kaschube_29

Moin Uwe,

dieser "Nachbau der E2C Hawkeye" ist die "Yak-44" ("Як-44"), die 1993 für die "Ulyanovsk" ("Ульяновск") vorgesehen war und deren Entwicklung begonnen wurde. Die "Yak-44" kam aber nicht über ein Holzmodell hinaus.

Hier dazu auf dem russischen Wikipedia eine Info: https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%AF%D0%BA-44

Bis dann,

Kaschube_29 (Axel)
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

olpe

Zitat von: Gonzo am 21 Mai 2015, 15:52:10
Ich dachte die Sevmash-Werft wäre die einzige die ein Schiff wie die Kuznezow aufnehmen könnte!?
Hallo,
die "ADMIRAL KUZNETSOV" liegt des öfteren in der Reparaturwerft Nr. 35 in Murmansk-Rosta zur planmäßigen Reparaturen bzw. Wartungen, für Dockungen steht das Schwimmdock PD-50 des Schiffsreparaturwerkes Nr. 82 in Roslyakovo zur Verfügung, das liegt nördöstlich von Murmansk ... einmal ums Eck des Kola-Fjords. Dort befindet sich der Träger jetzt auch zur Besichtigung des Unterwasserschiffes. Mögliche größere Reparaturen und geplante Umbauten finden dann aber in Severodvinsk statt.

In Severodvinsk existieren ja zwei Werften: die "Sevmash"-Werft (Werft 402) mit dem Vorrang für Neubauten, aber seit geraumer Zeit auch für Reparaturen und Umbauten ... sowie die Schiffsreparaturwerft "Zvezdochka" (NATO: Naval Yard YAGRY ISLAND") gegenüber. Die "ADMIRAL KUZNETSOV" wird wohl zur Generalreparatur erst mal zu "Zvezdochka" kommen. Das Dock dieser Werft ist durch das kleine Docktor zu schmal für einen Träger ... daher besteht die Möglichkeit der Dockung im Trockendock bei "Sevmash" ... wenn die anderen Dockaufträge durch sind und wenn das Schiff durch das dortige Docktor passt. Bei der ehemaligen ,,ADMIRAL GORSHKOV" (ex. ,,BAKU", die heutige INS ,,VIKRAMADITYA") war das schon eine recht knappe Angelegenheit ...
Hier noch einige Bilder:
Grüsse
OLPE

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