SI

Begonnen von Langensiepen, 07 Juni 2006, 16:32:21

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Langensiepen

SI
Zuerst mal an Wolfgang - siehe `Getriebe `wo dies nicht hingehört -. . Ich bin für ca. 2 Jahre in Arbeit. Liegt am Arbeitsamt wie lang ich ohne Verlust die derzeitige AL-Zeit unterbrechen kann. Wäre dann  ( falls ich noch leben sollte ) 62 und etwas. Dann sieh ich mal was los ist. Evtl. hat sich die Lage in der BRD bin dahin so verbessert, das es sich lohnt nach 46 Beitragsjahren (!!!!) in Rente zu gehen. Ich glaube aber, das ich dann noch etwas nachlegen muß. Das Tanker-Geschäft bleibt, da ich dort nur 4x die Woche und meißst Nachts an der Reihe bin. Z.Z. arbeite ich für einen Schiffs-Rep. Betrieb die Abnahme Maschinenbau Zeichnungen auf.  Ab Oktober kommt dann was anderes, wieder im Bereich Schiffbau – Ausrüstung.
Nun aber...meine Frage. Was ist eigentlich aus der so euphorisch angekündigten Schiffahrt International geworden. Ich hör nix mehr davon. Hab dem Ding aber auch nur 3 Monate Überlebenszeit gegeben. Also hat jemand die Nr.2 und Nr.3 ??????

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Taucher

Viele Grüße vom Alpenrand
Leo

Langensiepen

Ebenso kurz: Wo erhältlich ohne Abo??

schiffbauer

Bernd,
danke für die Info. Freue mich, dass Du mal wieder was "ordentliches" zu tun hast, und nicht nur Deine Enkel begöscherst :-D :-D
Gruß
Wolfgang

t-geronimo

@ Bernd:

Ehrlich gesagt keine Ahnung.  :/DK:
Ich bekomme meine vom Verlag zugeschickt.

Vielleicht in einer sehr gut sortierten Buchhandlung, die auch viele Zeitschriften führt? Da kann man dann auch erst mal schauen ob die (doch recht viele) Kohle für die jeweilige Ausgabe lohnt.
Ich fahr für solche eher seltenen Sachen immer in die Bremer Bahnhosbuchhandlung, da die von der Auswahl her recht gut aufgestellt sind.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Langensiepen

Danke, da liegt das Problem. Wenn Stilke ( richtig geschrieben ??),also die Bahnhofszeitschriftenhändler es nicht haben, ist es wohl auch nur über den Verlage direkt zu bekommen.  Mitte Mai war ich mal fix mit der Bahn unterwegs und habe nach der SI gesucht ( ich bin natürlich nicht wegen der SI durch die Republik die gebahnt.  ) Weder  auf dem Hbh  Hamburg, Essen, Düsseldorf , Frankfurt und Stuttgart  gab es sie. Da man beim Start einer Zeitschrift  meißt 3- 4 Hefte im voraus produziert und dann den Erfolg oder Misserfolg sieht, wird sich dasÜberleben wohl bald heraus stellen. Ich persönlich finde es ja schade, das es außer dem HR keine deutsche Schiffs- oder Marinezeitschrift gibt , mal von Vereinsblättern abgesehen. Mir war aber schon bei der Vorstellung der Nr.1 klar, das man mit dem Konzept nicht weit kommt. Wirklich schade.

Torpedo

Das stimmt. Allerdings ist der HR sehr 1:1250 lastig, obwohl im hinteren Teil immer wieder "Geschichtsabrisse" sind.

Ich bin ja nach wie vor dafür eine "Internet-Zeitung" zu machen. Kurz das Konzept:

1. Nur im "Abo", dass heißt 40€ für Online-Leser 60€ für die Möglichkeit es auch ausgedruckt zu bekommen.
2. KEIN Versand, Verwaltung auf ein Minimum reduziert. Das Geld geht in einen Pool mit dem Recherchekosten bezahlt werden.
3. Werden aus den Themen Bücher, geht ein Teil des Autorenhonorars wieder in den Pool.
4. Realisierung in Flash, um "copy & paste" und "Drucken" zu steuern
6. Autor kann fast jeder (Abonnent ) werden, der sein Thema der "Redaktion" vorlegt und bei "Annahme" von dieser Recherchekosten erstattet bekommt.
7. Themen sind ausschließlich Marinegeschichte von 1870-heute und "Reportagen" über noch schwimmende Verbände. 

Größte Schwierigkeit ist das Aufsetzen eines solchen Systems und der Anfang. Ich könnte es zwar strukturell konzipieren und die Anforderungen formulieren, es aber nicht selbst realisieren.
Uli "Torpedo"   [WoW Nic: Torpedo_uas]

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Restaurierungsbericht des SEELÖWE, 20er Jollenkreuzer Baujahr 1943
http://facebook.com/r167seeloewe

Langensiepen

Na ja, lasst mal nen alten Mann was dazu sagen.  Zur Einleitung ne kleine Geschichte, die sich  1981 in Hamburg bei der World Ship Society abgespielt hat. James Copper schlägt vor, das die deutsche Sektion ihre eigene Zeitschrift macht. Sie wäre nach GB die zweitgrößte, außerdem haben kleinere Länder wie Norwegen, Holland usw schon längst eine eigene Zeitschrift. Groß Zustimmung und Debatte. Das Ergebnis: Alle wollen die Zeitschrift unter folgenden Bedingungen. Kostenlos, ohne eigne Mitarbeit , nur Artikel die einen selbst interessieren und viel Farbe. Die deutsche Sektion hat bis heute keine Zeitschrift. So wird es dir ergehen. Damit sich jetzt keiner aufn Fuß getreten fühlt: Das folgende betrifft AUSSCHLIESSLICH die Kaiserliche Marine , von Fremdmarinen, der Nazi Marine und den Bew.THW –BRD ( sie finden uns am Hindukusch )  hab ich keine Ahnung.  Wenn das Ding was kosten soll muß es auch was Neues enthalten und keine Aufarbeitung von Zur See unbesiegt und den Gröner bringen.  Neue Fotos, neue Zeichnungen, neue Karten, neue Artikel. Du hast dafür keine Autoren, keine Wasserträger. Du hast keine Leute die z.b. die Artikel in eine PC ( heißt diesmal Personal Computer und nicht ``Politikäl Chor- reckt-nis`` ) gerechte Form bringt. Was rauskommen wird ist eine Computer gerechte SI und die will keiner lesen bzw dafür Geld ausgeben. Außerdem sind alle Versuche ne Sache zu machen, die viele maritime Gebiete umfasst bisher gescheitert.. Ich z.b. würde kein Geld ausgeben für etwas über die japanische Marine oder Hitlers Schlachtschiffe. Andere würden sich einen Scheiß für z.B. die deutsche Irak-Flottille 1915-18 interessieren. Daher laß es sein. Mein Pessimismus speichert sich aus folgenden Quellen: Ich war Abo-Mensch von Die Seekiste ( nur ganz Alten vertraut ), der alten SI ( bis ca.1975), der Marine Rundschau , Sea Breezes , Ship Monthly,  LEKKO, Strandgut usw. Zum Teil habe ich für diese Blätter Artikel geschrieben und kenne ( kannte )die Masse deren Autoren und Herausgeber. Fazit: In der BRD lässt sich eine solche Sache nicht bewerkstelligen.

Scheer

Oh Mann, wenn ich das so lese, dann kommt mir nun wirklich langsam der Eindruck, das nicht das Internet die Wurzel allen Übels auf dem Buch- und Zeitschriftenmarkt ist, sondern der blanke, unerschütterliche Pessimismus.
Schaffen es drei, vier Publikationen nicht den Durchbruch zu schaffen, so schafft es auch die fünfte nicht.
Wenn man nach Fehlschlägen einfach in Pessimismus aus bricht und sein Ziel aus den Augen verliert, dann geht es auch nicht weiter., klar, aber wenn ein W. von Braun so gehandelt hätte, dann wären die Amerikaner wohl nicht auf dem Mond gelandet.
"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", so lautet ein altes Sprichwort. Und es ist wahr !
Wenn ein Gutenberg nicht nach ersten Fehlschlägen weitergemacht hätte, dann würden wir heute nicht über Bücher diskutieren.

Sicher gibt es in periodischen Publikationen Teile die einen nicht interessieren, na und. Ist das ein Grund dafür, das man diese Publikation nicht liest.
Oh weh, wenn dem so wäre, dann würden sich Zeitungen wir die Frankfurter Allgemeine ja gar nicht mehr verkaufen.
Oder lässt einer die Zeitung im Ständer, nur weil neben dem, für ihn interessanten, Politik- und Wirtschaftsteil auch ein unwichtiger Lokalteil, ja sogar Heirats- und Todesanzeigen drin sind?

Kommen wir auf eine maritime Zeitschrift zurück:
Ist denn, in dreiteufelsnamen, diese breite Streuung an Themen nicht genau das, was den Reiz ausmachen kann ? Da wird dann auch über den Tellerrand geschaut. Da wird wohlmöglich das Interesse an einem Thema erweckt was ich als Leser so noch nicht auf der Rechnung hatte.
Ich verstehe das langsam nicht mehr !
Da wird einerseits über die Einseitigkeit geklagt, die im Bereich der Buchneuerscheinungen und auch im Internet herrscht, andererseits wird propagiert, das man sich maximal eine Zeitschrift kaufen würde, die einen dann doch recht einseitigen Inhalt hätte.
Einer Zeitschrift, die genau einen solchen einseitigen Inhalt hätte wäre, auf dem Markt, ein recht schneller Tod beschieden, da die Zielgruppe zu klein ist.
Nur aus der eigenen Kaufgewohnheit einen Erfolg oder Misserfolg abzuleiten ist schlichtweg Unsinn !
Ironisch und überspitzt gesagt könnte ich dann auch folgendes sagen:
"Mich interessieren Königshäuser und die Scheidungskriege von Stars und Sternchen einen Schei..dreck. Blätter wie Frau mit Herz oder Das goldene Blatt werden also mit Sicherheit untergehen". Mist nur, das ich übersehe, das es auch dafür eine Zielgruppe gibt.

Warum, zum Kuckuck soll eine Zeitschrift, vertrieben über das Internet keinen Erfolg habe? Nur weil das Internet, pardon, Sche.... ist?

Vor einigen Generationen hat man geglaubt, das sich das Auto niemals als Fortbewegungsmittel für die breite Masse durchsetzen würde. Wenn es nicht einige wenige Optimisten gegeben hätte, die gegen alle Widerstände und pessimistischen Vorhersagen an ihren Zielen festgehalten hätten, dann, ja dann, würden wir immer noch hoch zu Roß oder per pedes durch die Lanschaft streifen.
Das Handy ! Zum Beginn der festnetzunabhängigen Form des Telefonierens hat man dieses für eine teschnische Spielerei gehalten. Allenfalls interessant für die oberen Zehntausend oder das Geschäftsleben. Und heute? Es gibt mehr Handys als Festnetzanschlüsse !


Ich find´s langsam zun Ko.... wenn immer wieder gesagt wird "nein, sowas ist in der BRD nicht möglich"
Warum geht die BRD denn am Stock? Ein Land, eine Nation, welches in seiner Geschichte lange Zeit Vorreiter und Motor auf allen Ebenen, sei es Technik oder Kultur war ! Es ist dieser besch...ene Pessimismus, dieses, mittlerweile typisch deutsche, Gejammere was das wahre Übel ist. Ich selbst bin hin und wieder auch nicht frei davon, aber ich höre irgendwann damit auch wieder auf und versuche wieder positiv zu denken. Wenn ich dies nicht täte, dann könnte ich mir ja auch gleich die Kugel geben.

Es wird wieder Zeit für Visionäre, für Pioniere, die ihr Ziel im Auge behalten und nicht aufgeben. Leute die weiter an eine Sache glauben und zur Not andere Wege einschlagen um diesen Glauben am Leben zu erhalten.
Notfalls machen sie Platz und lassen andere die Arbeit fortführen, vernichten aber nicht aus blanken Pessimissmus die bereits bestehenden Vorarbeiten (unlängst an hier äusserst bekannter Stelle geschehen). Fehlschläge oder persönliche negative Erfahrungen mögen deprimierend sein, sollten aber in dem Optimismus enden, das es doch weitergehen kann !!

Und so ist es auch bei den Verlagen und Autoren von Büchern und/oder Zeitschriften!!
Hier gehören auch die Visionäre an die entscheidenen Schaltstellen. Hier muss endlich begriffen werden, das wir nun doch im 21. Jahrhundert angekommen sind. In einem Jahrhundert in dem ganz neue Marketingstrategien her müsen als noch im Letzten. Die Grundlagen für eine zusätzliche, neue, moderne Form der Kommunikation ist im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gelegt worden. Mit dem Internet ist eine Plattform geschaffen worden welche, und ich wiederhole mich, die Form der Wissenssammlung in einem Buch nicht ersetzt sondern nur ergänzt, die nun aber die tagesaktuelle Form der Zeitung oder die inhaltsärmere Form der Zeitschrift doch mittelfristig ersetzt. Dieses jetzt schon zu erkennen und nicht als sinnlos ab zu tun legt den Grundstein für den Erfolg.
Mein seliger Vater sagte auch immer "Ne, min Jung, mit disse neimoodsche Waark as disse Komputers heff ick nix to doon und will ick ook nix to doon hebben."
Er sagte aber auch "Dat is aober mien Mienung. Du jung, du sallst di geern doormit anfrüünden un doormit arbeiden. Dat ist de Toekumst (Zukunft)."
Hinter diesen Worten eines einfachen Mannes steckte eine Weisheit, die ich mir so zu eigen gemacht habe, das ich sie (egal welche Neuerungen die Zukunft bringt) auch an meine Kinder weitergeben werde.

Wilfried

Moin, moin zusammen!

Interessant, wie sich dieses Thema entwickelt. Auf der einen Seite, der durch erlebte Enttäuschungen entstandene Pragmatismus im Denken und Handeln; dem gegenüber der Mut, eventuell etwas Neues zu wagen ... beides irgendwie deutsch.
Und nun kommt diese typisch deutsche Eigenschaft hinzu - bloß kein Risiko. Sie zieht sich durch alle Schichten unserer Gesellschaft. Womit wir damit gelandet sind, ist jeden Tag auf den Portalseiten der Zeitungen zu lesen.
Daß ganze dann noch gepaart mit der absoluten Unbeweglichkeit im Denken, Beratungsresistenz und Arroganz sowie Überheblichkeit von Politikern und Unternehmenslenkern, (Unternehmer im wörtlichen Sinne mag ich gerne aussparen) die maximal 4 Jahre im voraus und vor allem an ihr eigenes Fortkommen denken.
Der Bogen zu einer Zeitschrift, die vielleicht neu entstehen soll, ist schnell gespannt.
Was bringt uns daß? Die erste Frage. Was kostet daß? Zweiter Punkt. Und paßt daß in unsere Firmenphilosophie. Wenn zweiter und dritter Punkt abgenickt worden ist, spätestens bei den Gewinnprozenten wird ein solches Objekt in den meisten Fällen scheitern.
Wobei es hier völlig egal ist, um welches Objekt es sich handelt. Solange in Deutschland jeder BWL-Student im ersten Semester lernt, daß es die Hauptaufgabe eines Unternehmens ist, Gewinne zu maximieren, wird der Glaube an Zukunftsprojekte über den Tag der Quartalszahlen hinaus, mit staatlich subventionierter Unterstützung, ins Abseits katapultiert.
Nischenprodukte wurden nur solange geduldet, wie die Hauptumsatzquellen kräftig sprudelten.
So in etwa läuft es heute in den noch in Deutschland produzierenden Firmen ab.

Also ist, wenn man eine Idee hat, Phantasie im Bereich der Vermarktung gefragt. Uli hat hier ja schon eine Sache angeregt; warum eigentlich nicht?
Die Thematik Kaiserliche Marine ist ein wahrlich stiefmütterlich behandeltes Kind; da stimme ich dem Bernd zu.
Aber er macht einen großen Denkfehler, wenn er andere Bereiche ausklammern möchte.
Entscheidend ist die ausgewogene Themenwahl; viele Interessenten müssen sich angesprochen fühlen. Oft wird eine Publikation nur wegen eines ganz bestimmten Fotos, eines Artikels oder einer Zeichnung erworben.
Wenn es gelingt, für ein solches Projekt kompetente Autoren, Bildinhaber, Zeichner in ein gemeinsames Boot zu holen ... vielleicht noch einen Übersetzer?
Das Internet bietet einen Kundenkreis, von dem viele Verlage nur träumen - und wie ich feststelle, das Potential, was sich hier bietet, noch gar nicht wahrgenommen haben.

Es ist wirklich an der Zeit, eingefahrene Gleise zu verlassen ... die Kommukationsformen haben sich nicht verändert; nein - sie haben sich erweitert.
Vor 10 Jahren habe ich noch nicht einmal daran gedacht, auf dieser Plattform Bilder einzustellen, die heute weltweit gesehen werden können.

Ich mit meinen 56 Jahren - gelernter Schriftsetzer - glaube jedenfalls an dieses Medium. Ich habe einmal folgenden Text gelesen - und er hat auch heute seine Bedeutung noch nicht verloren. Mehr als das Blei in der Flinte hat das Blei im Setzkasten die Welt verändert. Auch wenn der Setzkasten heute die Tastatur und das Papier zum Monitor geworden ist ...

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried

... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...
http://www.passat-verlag.de
http://www.kartonskipper.com
http://www.forum-marinearchiv.de - wenn Marine Dein Ding ist!

t-geronimo

Jungs, nicht den Mut verlieren.

Nur weil hier einige anwesend sind, die sich am liebsten einen Rettungsring aus Blei um den Hals hängen und dann über Board springen möchten (warum tun sie es eigentlich nicht? was hält sie noch hier??), geht die Welt nicht unter.
Sie wird sich weiter drehen, auch wenn die Mutlosen es kaum glauben mögen...
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Langensiepen

Vielleicht mal in Ruhe meinen Text lesen. Über Computer, Internet  oder andern neumodischen Kram steht da ÜBERHAUPT NIX. Es geht darum Informationen über Marinegeschichte u.a. per Internet zu vermarkten. Also Infos gegen Geld abzugeben. Ob das nun eine Zeitschrift ,ein Buch  oder das Internet ist, ist völlig belanglos. Der KÄUFER möchte etwas zur Hand haben was ihn interessiert und was für ihm neu ist. Dafür aber gibt es in der BRD keinen Markt.  Versuche dieser Art auf dem maritimen Sektor sind bisher gescheitert. Wenn dem nicht so wäre hätten wir die Marine Rundschau, die  SI  ( in alter Urform ) und was noch Alles weiterhin .  Wenn ich mich dann  pessimistisch über den Erfolg einer solchen Aktion auslasse hat das mit Erfahrungen zu diesem Thema zu tun. Ich wäre doch der letzte der sich über den Erfolg Ärgern würde. An Hand welcher Erfahrungen glaubt ihr denn das die Sache ein Erfolg werden KANN?  Ihr werdet sehen was an Personal bleibt wenn es um Arbeit geht.  Wo sind die Leute die was NEUES bringen? Mault mich doch nicht an. Zeigt der Welt das ihr es könnt und macht die Sache.

Spee

@Bernd,

gut gebrüllt  :-) !
Aber dann mal die klare Gegenfrage. Wie könnte bzw. sollte sowas dann aussehen?
Bevor wir über Sinn und Unsinn einer Zeitschrift hin und her diskutieren, Vorschläge, Wünsche, Meinungen etc. dazu. Dann könnte man anhand der Mitglieder hier mal sehen, ob ein solches Unternehmen wirklich nutzlos ist. Gäbe es z.B. ein Interesse an einer vierteljährlichen Ausgabe des "Forum's"? Wäre doch ein Ansatz, kein großes Ding und dann sieht man ja, wie es sich entwickelt.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Torpedo

#14
Da ich es schon mal formuliert habe, will ich es auch weiter ausführen.
Nein, Bernd, Deinen Pessimismus teile ich nicht, habe ihn aber sehr wohl zur Kenntnis genommen und auch verarbeitet. Im Grunde genommen basieren meine Vorschläge und Thesen GENAU auf Deinen Bedenken:

1. Es gibt keinen Markt für Bücher weil diese mindestens in 3000er Auflage auf den Markt gebracht werden müssen, damit sie sich rechnen ERGO niedrigere Auflage wie z.B. der HR (Hamburger Rundbrief) oder eben ein Auflageunabhängiges Medium wie eine geschützte Website (die Pornoindustrie macht das seit zehn Jahren vor!)
2. Es ist kein Geld da für Recherchen, die ja so viel kosten. ERGO das Projekt nutzt die Einnahme genau dafür - um Recherchen wieder möglich zu machen.
3. Themen können hier im kleinen Kreise getestet und publiziert werden, OHNE dass es ein Groschengrab wird wegen der aufwändigen Recherche. Es können also sowohl Profis wie DU, aber auch Anfänger und Hobby-Historiker sich daran beteiligen, WENN sie etwas produzieren, was wissenschaftlichen Ansätzen genügt. (Vorkontrolle durch Betreiber)
4. Durch eine einmalige Einrichtung und laufende Betreuung von Enthusiasten (wie hier im Forum) entstehen so gut wie keine laufenden Kosten.
5. Möglicherweise entwickeln sich dadurch Autoren und auch Themengebiete. Recherchematerial wird zusammengetragen und den "Mitgliedern", denn es handelt sich um einen Verein, zur Verfügung gestellt. Dass so etwas in bestimmten Rahmen funktioniert zeigt u.a. der Arbeitskreis Historischer Schiffsmodellbau.

Die einzige Hürde ist die einmalige Entwicklung und Aufsetzung eines Systems, was NICHT öffentlich ist und bei dem Quellen nicht EINFACH reproduziert und verbreitet werden können. Auch das war eine DEINER Bedenken.

Ich habe angeboten ein solches System zu konzipieren (habe ich früher beruflich gemacht), kann es allerdings nicht programmieren. Es würde sich ein CMS anbieten mit einem Flash-Ausgabefrontend. Außerdem kann man einen Druckservice anbieten, der sich recht simpel realisieren ließe. Also alles machbar.

Die Frage ist, ob sich genügend Enthusiasten zusammenfinden, die es starten und geeignete Autoren, die es unterstützen, auch wenn es sich um ein Internet-Projekt handelt. Vielleicht kann man dafür sogar Forschungsgelder oder Fördergelder bekommen, bzw. findet einen Sponsor. Möglicherweise sogar Herr Tamm, der so seine Archive mit aufbereitet bekommt? Man könnte zumindestens mal fragen!
Uli "Torpedo"   [WoW Nic: Torpedo_uas]

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Restaurierungsbericht des SEELÖWE, 20er Jollenkreuzer Baujahr 1943
http://facebook.com/r167seeloewe

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