Die MOSKVA

Begonnen von Bergedorf, 13 April 2022, 21:21:02

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cam


Urs Heßling

#76
moin,

Zitat von: Spee am 16 April 2022, 20:37:17
Und wenn der Einsatzbefehl genau das sofortige Ablaufen beinhaltet hat? 
In so einem Fall (FK-Treffer) ? dann ignoriere ich ihn
Ich lasse im Wasser schwimmende oder auf einem getroffenen Schiff stehende Kameraden nur "im Stich", wenn es um einen ganz zeitkritischen Einsatz (zB Zangenangriff) geht

Zitat von: Spee am 16 April 2022, 20:37:17
Ich denke da gerade an den im Krieg üblichen Befehl bei Minentreffern nicht zu retten, um das eigene Schiff nicht in Gefahr zu bringen.
Hast Du den Befehl als Dokument verfügbar ?  Den kenne ich nicht.
Abgesehen davon : Erich Koellner  - muß ich Dir als Z-Spezi :TU:) doch wohl nicht sagen

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Spee

Servus Urs,

retten um jeden Preis kann mehr Menschenleben fordern als es zu unterlassen. "U9" wäre m.E. ein gutes Beispiel. Die Rettungsversuche haben die Menschenverluste nur noch schlimmer gemacht. Danach gab es eine entsprechende Weisung in der Royal Navy, dass große Einheiten sofort ablaufen sollen (auch "Queen Mary" vs. "Curacoa").
Das Verhalten der deutschen Zerstörer am 9.12.1944 legt nahe, das hier ein entsprechender Befehl vorlagt. Rettungsversuche von deutscher Seite wurden nicht unternommen.
Das ist immer eine Frage der Risikoabwägung. Brutal, aber logisch.
Da wir aber keine klaren Informationen haben ob "Moskva" überhaupt eine Sicherung bei sich hatte oder nicht, bleibt es Spekulation.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Besitzer

Seemannsgarn wird nicht geflochten,
sondern gesponnen! ;-))

Bergedorf

Zitat von: Spee am 17 April 2022, 00:08:30
Servus Urs,

retten um jeden Preis kann mehr Menschenleben fordern als es zu unterlassen. "U9" wäre m.E. ein gutes Beispiel. Die Rettungsversuche haben die Menschenverluste nur noch schlimmer gemacht. Danach gab es eine entsprechende Weisung in der Royal Navy, dass große Einheiten sofort ablaufen sollen (auch "Queen Mary" vs. "Curacoa").
Das Verhalten der deutschen Zerstörer am 9.12.1944 legt nahe, das hier ein entsprechender Befehl vorlagt. Rettungsversuche von deutscher Seite wurden nicht unternommen.
Das ist immer eine Frage der Risikoabwägung. Brutal, aber logisch.
Da wir aber keine klaren Informationen haben ob "Moskva" überhaupt eine Sicherung bei sich hatte oder nicht, bleibt es Spekulation.

Moin Spee,

hier sind doch die abdrehenden Begleitschiffe zu erkennen:

https://www.navalnews.com/naval-news/2022/04/satellite-image-pinpoints-russian-cruiser-moskva-as-she-burned/

Gruß

Dirk

P.S.: der Kapitän soll wohl heute bei dem Appell gewesen sein und hat somit wohl überlebt.

Urs Heßling

moin,

Zitat von: Spee am 17 April 2022, 00:08:30
retten um jeden Preis kann mehr Menschenleben fordern als es zu unterlassen. "U9" wäre m.E. ein gutes Beispiel. Die Rettungsversuche haben die Menschenverluste nur noch schlimmer gemacht. Danach gab es eine entsprechende Weisung in der Royal Navy, dass große Einheiten sofort ablaufen sollen (auch "Queen Mary" vs. "Curacoa").
Ja, bei Unterwassertreffern ist die Entscheidung sicher schwieriger

Zitat von: Spee am 17 April 2022, 00:08:30
Das Verhalten der deutschen Zerstörer am 9.12.1944 legt nahe, das hier ein entsprechender Befehl vorlag
Meinst Du den Verlust von Z 35 und Z 36 bei "Nil" am 12.12.1944 ?  Danach war nur noch ein Zerstörer, Z 43, zum Retten vorhanden

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Spee

Servus Bergedorf,

das Bild würde ja widerlegen, dass keine Rettungsversuche unternommen wurden. Oder was liegt da "möglicherweise" längsseits?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Bergedorf

Zitat von: Spee am 17 April 2022, 00:40:45
Servus Bergedorf,

das Bild würde ja widerlegen, dass keine Rettungsversuche unternommen wurden. Oder was liegt da "möglicherweise" längsseits?

Moin,

ja, ich sehe das auch so, dass ein Schiff Hilfe leistet, während sich der Rest in Sicherheit begibt.

Gruß

Dirk

Spee

Servus Urs,

mir ist deine Intention vollkommen klar und ich bin einer Meinung mit dir, "Rettung wann immer möglich".
Ich wollte nur aufzeigen, dass es gelegentlich Situationen gibt, wo es nicht angebracht ist (logisch betrachtet, nicht menschlich). Sollten die Sicherungsschiffe der "Moskva" das Seegebiet aus "Befürchtung" weiterer Angriffe o.ä. verlassen und damit keine Hilfe geleistet haben, wär das wirklich erbärmlich. Aber diese Unterstellung würde ich keiner Marine der Welt machen, ohne Fakten dazu zu haben.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

juergenwaldmann

https://forums-airbase-ru.translate.goog/2022/04/t114625_29--povrezhdeniya-i-gibel-rkr-moskva.8553.html?_x_tr_sch=http&_x_tr_sl=ru&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

Es ist ein Teil der Mannschaft der Moskva , die hier nach dem Verlust des Kreuzers angetreten ist .
Genaue  Angaben fehlen natürlich noch .
LG  Jürgen

Wiking

Hallo,

trotz allem wünsche ich erst einmal ein frohes Osterfest.

Zitat von: Besitzer am 16 April 2022, 22:39:30

Zitat:
Laut den wahrscheinlich unparteiischsten türkischen und rumänischen Quellen kenterte und sank der Kreuzer viel früher, kurz nachdem er getroffen worden war. Starken Gerüchten zufolge wurden 54 Besatzungsmitglieder von einem türkischen Tanker gerettet, der sich zufällig in der Nähe befand, etwa 17 Seemeilen südwestlich der Insel Zmeiniy (Snake), in der Nähe der Position, an der der Kreuzer getroffen wurde. Der Tanker verbrachte einige Zeit in der Nähe dieser Position, setzte die Fahrt fort und erreichte den Bestimmungshafen in der Donau.


wenn das so stimmt müsste es doch irgendwelche weiteren Pressemitteilungen geben.
Der Hafen an der Donau wird doch in Rumänien liegen da sollte es doch auch Fotos geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Wiking :MG:


bettika61

Zitat von: Bergedorf am 17 April 2022, 00:27:21

P.S.: der Kapitän soll wohl heute bei dem Appell gewesen sein und hat somit wohl überlebt.
Hallo,
Der Kommandant Anton Kuprin soll auf dem Video zu sehen sein
https://investigator.org.ua/ua/topnews/241930/
ZitatDer Telegram-Kanal des Verteidigungsministeriums Russlands berichtete über das Treffen des Oberbefehlshabers des Marineadmirals Nikolai Evmenov mit dem Kommando der Schwarzmeerflotte und der Besatzung des Raketenkreuzers "Moskau" in Sewastopol. Zur gleichen Zeit, mit Ausnahme des Schiffskommandanten Anton Kuprin, weder der Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte Igor Osipov noch andere Offiziere, die in "Moskau" gedient haben, das veröffentlichte Video nicht.
Da deren Echtheit bezweifelt wird, gilt gleiches für das Überleben des Kommandanten
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

kalli

Im Krieg wird gelogen, manipuliert, diffamiert, gefälscht, verheimlicht, propagiert und was weiß ich nicht noch alles. Das gehört zum ,,Handwerkszeug" jeder Kriegspartei.

Wiking


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