Einheitslinienschiff IJN Mikasa von Merit International im Maßstab 1:200

Begonnen von madtatt, 07 Dezember 2025, 17:19:45

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desertfox

Hi

9 Euro für so nen Scheinwefer ist super hätte gedacht die kosten weit mehr

Frage der Scheinwerfer kriegt ja irgendwoher Strom willst du das auch noch irgendwie darstellen ? was ja bei deinem Masstab schwierig werden könnte

Grüße vom Desertfox top  :-D

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

madtatt

Guten Morgen ihr beiden.

Stimmt Thorsten, das Porto habe ich beim Preis gar nicht aufgeschlagen. Micro Master nimmt 16,50 Euro für eine Warensendung. Darum versuche ich immer, die Bestellung für ein Modellschiff auf einmal abzuschließen, um eine gewisse Menge zu haben. Gelingt mir allerdings nicht immer, da sich im Laufe eines solch lang andauernden Projektes Sachen ergeben, die man vorher nicht eingeplant hatte.

Was mich zu den Suchscheinwerfern bringt.
Ich denke nicht, dass ich die Stromleitung darstellen werde, Desertfox. Unmöglich ist das nicht, bei meiner Bismarck habe ich auch Leitungen dargestellt, die auf den Aufbauten angebracht waren. Geht recht einfach, dafür benutze ich 0,2mm starken Bleidraht. Aber hier dürfte man von ihnen nicht viel sehen, da ich denke, dass sie entweder unter der Brücke angebracht waren oder im Schienensystem.

Von daher schenke ich mir das an dieser Stelle. :MLL:

Grüße, der Jölle.

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madtatt

Hallo liebe Modellbaufreunde.

Und wieder bin ich ein kleines Stücken weitergekommen.
Als nächstes habe ich mich um die Lippklampen gekümmert. Diese dienen zur Führung von Tauwerk über die Bordwand zum Beispiel für Festmacherleinen. Auch hier musste wieder nachgearbeitet werden, da Pontos nicht ganz sauber bei den Aussparungen für selbige im Holzdeck war. Fast alle waren davon betroffen.



Mit dem Skalpell habe ich die Seite, auf der das Holzdeck überstand abgetrennt und auf der anderen wieder eingefügt. Das Holzdeck ist in dieser Beziehung recht anspruchslos und man sieht davon zum Schluss nichts mehr.



Jetzt fügen sich die Klampen nahtlos in die Aussparungen des Modells.



Damit ist eine weitere Lücke im wahrsten Sinne des Wortes geschlossen.



Nun weiter zu den nächsten 3D Druckerzeugnissen, die Suchscheinwerfer. Hier konnte mich weder Pontos noch KA-Models überzeugen. Die Pontos Scheinwerfer waren in Ordnung, die von KA-Models eine Katastrophe. Sie waren so klein, dass sie nicht über die Reling hinaus zu sehen waren.
Sie hätten nur was genutzt, wenn man im Dunklen auf der Nock seine Schlüssel verloren hätte und sie suchen müsste.  :MLL:
Dazu kamen noch besagte Munitionskisten und die Rettungsringe.



Und hier spielt Micro Master wieder seine Stärke im drucken von Details aus. Die Suchscheinwerfer sind der Wahnsinn.



Schwierig ist nur, sie aus dem Drucksupport zu schneiden ohne die feinen filigranen Details zu zerstören.



Man muss sogar genau hinsehen um nicht fälschlicherweise etwas abzutrennen, was man für einen Support hält aber in Wirklichkeit ein kleiner Hebel oder ähnliches ist.



Die Linsen habe ich dann einfach mit der Metal Color Farbe von Vallejo in Silber angemalt.



Die von mir aufgestellten Kisten gehen in meiner faszination für die Scheinwerfer ein wenig unter. Lasst euch aber sagen, sie sind an die Stellen gekommen wo sie hinsollten.



Damit ist Brücke und Nock fast abgeschlossen. Was noch fehlt ist die Szene mit dem hießen der Signalflaggen.
Dazu brauche ich allerdings einen Mast.  :MZ:



Und die Semaphoren mach ich auch erst ganz zum Schluss. Sie würden mich beim takeln der Signalleinen nur stören. Es sollte kein Problem sein, sie mit einem Tropfen Kleber spät noch zu befestigen.

Und daher, Nock fertig.

Grüße, der Jölle.

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Sprotte

Auch im Orchester des Lebens dringt das Blech am meisten durch.

desertfox


madtatt

Danke schön, ihr beiden.

Was soll ich sagen, es gibt neues aus der Schäfer Werft zu berichten, aber leider keine Fortschritte.
Es kommt jetzt die Zeit, wo sich Modellbauschritte die ich vollendet habe mit neuen verzahnen. Und da ich viele Sachen untereinander vermischt habe, sei es die zwei Zurüstsätze von Pontos und Ka-Models oder auch die gedruckte Sachen von Micro Master, sieht man nun was passt und was nicht.

In diesem Fall geht es um die Abspannseile der Masten. Diese habe ich an ihren Befestigungspunkten kontrolliert, da ich ein komisches Gefühl bei ihnen hatte. Den mittleren Teil der Masten zur Probe angebracht und die Pardunen durch dünne Styrol Rundstäbe simuliert. Leider musste ich feststellen, das mein Gefühl mich nicht getäuscht hatte. Die kleine Dampf Barkasse sitz zu weit hinten und ist im Weg.



Oh Schreck was tun.
Erst habe ich versucht, die Anschlagpunkte der Seile zu verlegen. Das funktioniert aber nicht, es ist einfach zu wenig Platz und wäre auch nicht richtig. Auf den alten Bildern der Mikasa ist gut zu sehen, das sie Pardunen genau dort befestigt waren, wo die Decksaugen jetzt sitzen. Es blieb also nur die Möglichkeit, die Barkasse in ihrer Position zu verlegen.
Also vorsichtig runter damit. Ich bin so froh, das ich Sekunden Kleber nur noch sehr selten benutze. Der Acrylkleber hat wirklich eine gute Festigkeit, lässt sich aber wesentlich besser wider lösen. Vorsichtig mit dem Skalpell die Wiegen gelockert und ohne Bruch entfernt. Ein bisschen Farbe musste dran glauben, kann aber gut wieder nachgearbeitet werden.



Dann die Barkasse testweise nach vorne gelegt.



Und siehe da, jetzt passt das auch mit den Spannseilen wieder. Alle anderen Kutter können bleiben wo sie sind, da habe ich keine Probleme mit den Pardunen.



Puh, das ging gerade noch mal gut.
Grüße, der Jölle.

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madtatt

Hallo liebe Foren-Gemeinschaft.

Ich brauche mal wieder den Rat der maritimen Experten.
Ich näher mich langsam den letzten Details und dazu gehören auch die restlichen vier Kutter die in den Davits am Heck hingen. Zumindest in der schwarz-weißen Friedens Lackierung.
Nun kommen mir aber Zweifel auf ob diese auch an Bord waren, als sie zur Kriegszeit im Einsatz war.
Zum einen habe ich die wenigen Fotos studiert auf der sie in grau abgelichtet wurde, und darauf erkenne ich keine Kutter.
Außerdem habe ich einige Hasegawa Modelle der Mikasa in grau gesehen, die auch keine Beiboote am Heck mit sich führten.

Jetzt bin ich ein wenig verwirrt.  :?  Kann mir dazu jemand was sagen?
Grüße, der Jölle.

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madtatt

Vielleicht noch ein Nachtrag.

Will man als Modellbauer ein Schlachtschiff gefechtsmäßig darstellen, so kann man auf einiges verzichten. Die meisten Beiboote verschwinden, die Reling auf Back- und Achterdeck sind umgelegt oder abgebaut worden und Takelage, die in den Feuerbereich der Geschütze kommen konnten wurden glaube ich beseitigt. Ich habe sogar gelesen, das der erste Offizier der Scharnhorst im 1.WK Ostasien-Geschwader geschrieben hat, wie bei Kriegsausbruch alles nicht zwingend notwendige von Bord gegeben wurde, vor allem Einrichtung aus Holz.
Er beschwerte sich wohl ausdrücklich über das Fehlen des Klaviers in der O-Messe. :MLL:

Das "Holzproblem" betraf also auch die vielen Beiboote, die ja damals fast ausschließlich aus Holz gefertigt waren.

Und jetzt das aber, ich stelle sie nicht während einer Schlacht da.
Sonst würden die Szenen mit dem anbringen der Persenning zum Beispiel wenig Sinn machen. Das hat man bestimmt nicht während eines Gefechtes gemacht. Mein Schiff soll nach 1905 und nach der Schlacht von Tsushima dargestellt werden.

Die Frage ist also eher, hat man die Boote anschließend wieder an Bord gebracht.
Grüße, der Jölle.

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madtatt

Meine Frage nach den Beibooten am Heck, ist denke ich mal geklärt.
Meine Infos, die ich in anderen Foren erhalten habe besagen, das ich mich im Prinzip frei entscheiden kann ob ich sie darstelle oder nicht. Ich begehe in keinem Fall einen historischen Fauxpas.
Aber am wahrscheinlichsten dürfte es sein dass diese Boote, wenn ein Kampfeinsatz drohte nicht in den Davits hingen und sie wohl nach Tsushima permanent von Bord genommen wurden.
Und so werde ich sie auch weg lassen, was das ganze enorm vereinfacht. Diese Diva von Schiff hat mich schon bis hier her extrem gefordert.

Zunächst habe ich mich aber ein letztes mal um das Hauptdeck mittschiffs gekümmert.
Ich habe einen neuen Hersteller für 3D Drucksachen gefunden und bin mit dem Besitzer in Kontakt getreten. Es hat einen sehr netten und fruchtsamen Gedankenaustausch gegeben und nun gibt es bei ihm, in meinem Maßstab Kisten und Fracht zu kaufen.
Diese sind vornehmlich für ein Hafendiorama bestimmt, aber es fallen genug einzelne Kisten und Fässer an, um mein Modell damit zu bestücken. Außerdem bietet er auch Figuren an.

Hier mal der Link zu Modellbauray

Und so habe ich mir eine kleine Auswahl zusammengestellt.



Angemalt und gealtert machen sie einen sehr guten Eindruck.



Also ab aufs Schiff damit. Es muss noch Proviant gebunkert werden.



Auch von Backbord ist noch gut was zu erkennen.



Unter der Pinasse hat es mich einige Versuche gekostet, die Kisten und Fässer abgelichtet zu bekommen. Aber ich denke mal, das ich wieder an Tiefe beim dem Modell dazu gewonnen habe.



Auch die Bücke hat noch eine Kiste bekommen, in der die Persenning gelagert wird.



Und einer muss ja den Dreck aufkehren....



Jetzt bekommt der Schornstein noch seine Krone und dann geht es an den Ankerbereich.
Grüße, der Jölle.

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madtatt

Ahoi zusammen.

Kommen wir zu einem weiteren Detail, das ich schon ziemlich zu Anfang geplant und vorbereitet hatte. Den Auslösemechanismus für die Anker.
Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich am Rumpf drei Aussparungen erstellt habe um dieses Detail im Eigenbau einzufügen. Dazu erst mal wieder die Einzelteile vorbereiten. Profile, Messingröhrchen und ein Auslösehebel, der aus einer Relingstütze angefertigt wurde.



Alles mit viel Geduld zusammengefügt und fertig zum Einbau.



Es passt wunderbar zusammen und ich bin zufrieden. Der Auslösehebel wird erst angebracht, wenn die Reling verbaut ist.



Dann zur Probe eine Kette eingehangen, die später den Anker an seiner Liegeposition halten wird.



Was mich zum Selbigen bringt.
Ein weiteres mal muss ich auf die künstlerische Freiheit zurückgreifen und historische Fakten ein wenig zurechtbiegen. Und das aus folgendem Grund.
Drei...



Das sind die Anker die mir zur Verfügung stehen.
In der Mitte das original Bauteil welches auch so von der Firma Pontos zum Einbau vorgesehen wäre, ohne irgendeine Verbesserung. Erneut hat mich Pontos hier enttäuscht, da hätte ich mehr erwartet.
Rechts außen versucht es KA-Modells besser zu machen, mit einem Anker aus Zinn. Netter Versuch, aber sehr schlecht umgesetzt.
Was bleibt mir also, ihr ahnt es schon.
Zwei...



Ich werde also den Anker der nicht der richtige ist, von Micro Master benutzen. Ich setze hier wahrlich auf die Detailtiefe, die in diesem Fall vor der historischen Akkuratesse für mich steht.
Darum werde ich den Anker modifizieren und um es mit dem alten Ebay Slogan zu sagen,
Eins, meins...



Mann, ist dieser Anker klasse.
Grüße, der Jölle.

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Auch im Orchester des Lebens dringt das Blech am meisten durch.

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