Einheitslinienschiff IJN Mikasa von Merit International im Maßstab 1:200

Begonnen von madtatt, 07 Dezember 2025, 17:19:45

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madtatt

Vielen Dank an euch alle für die positive Resonanz!  :O/Y
Das ist toll wenn man weiß, das der Baubericht geschätzt wird. Da fliegen die Finger doch noch mal ein ganzes Stück schneller über die Tasten.  :MLL:
Grüße, der Jölle.

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wirbelwind

Moin Jölle,

finde es ebenfalls toll, die Fertigstellung Deines Modells anhand der aktuellen Bauberichte verfolgen zu können. Du musst schon eine verdammt ruhige Hand haben, um die angestandenen und zukünftig noch notwendigen Filigranarbeiten zu bewältigen. Weiter viel Erfolg.

MfG Rüdiger

madtatt

Auch dir ein herzliches Dankeschön für dein Interesse und deinen guten Wunsch, Rüdiger.  :O/Y

Mit der ruhigen Hand kann ich dir nur zustimmen. Meine Sehkraft lässt schon gewaltig nach, aber dafür gibt es ja Lupenbrillen.
Mit der Hand sieht das schon anders aus. Mein Vater hat einen ordentlichen Tremor in seinen Händen und ich bete dafür, das mich dieses Schicksal nicht auch ereilt.

Aber erstmal heute noch ein kleines Mini-Update.
Der Fockmast ist in seiner Grundstruktur soweit fertig, so dass theoretisch die Segel gesetzt werden könnten.
Um zu schauen ob alles im richtigen Winkel zueinandersteht, habe ich die Masten an ihre Positionen verbracht.



Schaut echt gut aus. Man wird das Schiff dadurch hoch. Schon eine Ecke mehr Mast als zum Beispiel bei meiner Bismarck.



So wie der Archäopteryx für die Vögel ist die Mikasa für mich das Bindeglied, von altehrwürdigen Segelschiffen hin zu den modernen Stahl-Kolossen des zwanzigsten Jahrhunderts.



Jetzt kommen die Feinheiten.
Grüße, der Jölle.

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madtatt

Es folgt das nächste kleine Update.
Es ist das letzte große Bauteil welches doch recht aufwendig herzustellen ist. Darum bekommt ihr mit den Masten immer kleine Zwischenergebnisse weil ich meist froh bin, den jeweiligen Abschnitt ohne größere Blessuren über die Bühne bekommen zu haben.
Vorhin ist es fast passiert.
Als ich ein paar Highlights an den Chipping Punkten anbringen wollte, bin ich mit dem Schirm meiner Lupenbrille oben an die Windfahne gestoßen und zack war sie krumm. Zum Glück ist sie noch dran und das Teppichmonster hat sie nicht gefressen.
Also kein allzu großer Akt, wieder geradegebogen aber trotzdem ärgerlich. Man muss aufpassen wie ein Luchs bei diesen feinen Bauteilen am unhandlichen Mast.
Und das obwohl ich die Messingmasten schon in einen Handgriff stecke um sie leichter bearbeiten zu können wie hier, wo ich die Ätzteil-Seile der Rahen schwarz lackiere.



Und so ist der Grundlack aufgetragen und sie sehen einfach nur klasse aus.



Anschließend noch gealtert und die Grundstruktur der Masten ist abgeschlossen.



Die Signalgaffel kommen erst später an die Masten, da sie mich bei den weitern Bauschritten nur stören würden. Die da wären, Suchscheinwerfer, Matrosen und die Pardunen für den oberen Teil.
Für heute aber erst mal fertig.


Grüße, der Jölle.

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madtatt

Kommen wir zum nächsten kleinen Schritt.
Bevor ich die oberen Masten mit den Pardunen abspannen kann, muss ich alle sonstigen Arbeiten an ihnen vollenden. Dazu gehören auch noch zwei der fantastischen Suchscheinwerfer von der Firma Micro Master die auf die Plattformen gehören.
Um sie sauber aus dem Support zu bekommen, hefte ich sie immer mit doppelseitigem Klebeband auf eine kleine PVC-Platte. So hat man einen sicheren Halt, wenn man diese feinsten Strukturen aus den überflüssigen Druck-Stützen pellt.



Es fehlen noch die Steighilfen um ganz nach oben auf den Masten zu kommen. Laut Bauanleitung sind sie seitlich angebracht. Das habe ich geändert und zwar aus zwei Gründen.
Erstens kann man das auf keinem Bild der Mikasa fest machen. Und von der Azuma gibt es außerdem ein sehr gutes, hochauflösendes Bild, da sind sie so wie bei mir jetzt. Nämlich von hinten angebracht.
Und zweitens passt das meiner Meinung nach nicht vernünftig mit den Rahen, da die Steighilfen ja seitlich an ihnen vorbeimüssten. Darum habe ich das jetzt so gelöst:



Dann fehlte noch ein wenig Man-Power. Ein Ausguck, der nach dem rechten schaut:



Ein Matrose klettert nach oben:



Und am Suchscheinwerfer scheint ein Problem zu bestehen:



Und so ist der Grundaufbau der Masten abgeschlossen.



Morgen kann ich die oberen Pardunen setzen.


Grüße, der Jölle.

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desertfox

Hi Jölle

Ich bin immer ganz geflasht wenn ich deine Fotos sehe und das noch in 1/200 Waaahnsinnig Geil top  :TU:)

Grüße und weiter so vom Desertfox :MG:

t-geronimo

Ich hätte die Masten und ihre Takelage bestimmt "kaputtgezittert"  :?  :MLL:
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

madtatt

Danke schön, und das werde ich Desertfox.  :O/Y
So viel ist es ja jetzt nicht mehr.

Bei den Masten hatte ich zugegebenermaßen auch ein leichtes Nervenflattern, Thorsten. Deshalb hat es bei mir ein kleines bisschen gedauert, bis es dann endlich losging. :MV:

Aber sobald man einmal im Bastelfieber ist, gibt sich das ganz schnell wieder – und dann gibt's ohnehin kein Zurück mehr. 😉
Grüße, der Jölle.

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Darius

Hi madtatt,

die Fortschritte zur Indienststellung sind sehr groß :TU:)
Zum nächsten Tsushima-Jahrestag ist das Modell wirklich einsatzbereit.


:MG:

Darius

madtatt

Das sollte doch mit dem Teufel zugehen wenn ich das nicht hin bekomme, Darius!?  :MG:

Und darum schnell weiter mit den Masten!

Was jetzt noch fehlt, sind die oberen Pardunen. Ich habe mich diesmal dazu entschieden, nicht die dafür vorgesehenen Seile aus dem Ätzteilsatz zu verwenden, sondern sie selbst aus Takelgarn anzufertigen. Meiner Meinung nach sieht das einfach stimmiger aus und passt besser zum Gesamtbild.
Dafür habe ich erst einmal alles vorbereitet. Unter anderem kamen wieder die zweckentfremdeten Relingstützen zum Einsatz, die ich kurzerhand als Seilspanner verwende.



Mit dieser kleinen Lösung vereinfacht sich die Arbeit ungemein, und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Der große Vorteil dabei: Ich kann das komplette Pardunen Paar mit nur einem durchgehenden Faden herstellen. Das spart Arbeit und sorgt gleichzeitig für ein sauberes Erscheinungsbild.



Damit man das Takelgarn auf den Fotos besser erkennen kann, habe ich die nächsten Aufnahmen vor einem weißen Hintergrund gemacht. Hier seht ihr den Fockmast, der inzwischen mit allen zwölf Pardunen ausgestattet ist.



Damit ist der erste Mast komplett fertig getakelt. Ein schöner Schritt nach vorn!



Weiter geht's mit dem Hauptmast.
Anfangs war ich beim Spannen und Ziehen der einzelnen Seile noch etwas vorsichtig, schließlich soll am Ende alles ordentlich sitzen und gleichmäßig aussehen. Aber wie so oft gilt: Mit etwas Übung kommt die Routine. Und zum Schluss ging die Arbeit schon richtig flott von der Hand.



Und ehe man sich versieht, ist auch der zweite Mast fertig!



Damit sind die Takelarbeiten an beiden Masten abgeschlossen und die beiden stehen bereit, um ihren Platz auf dem Modell einzunehmen.



Als Nächstes geht es an den Kran samt Flaschenzug.
Da wartet also schon die nächste kleine Herausforderung auf mich. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!
Grüße, der Jölle.

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HeavyMetalUrOpa

Moin Jölle,

ich neige ehrfürchtig mein Haupt. Das ist kein Modellbau den du hier zeigst, sondern Modellkunst!
Jede Baugruppe ist bei dir ein Modell im Modell. top top :MG:
LG
Ernst
________________________________________________________________________________
,,Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun." – Johann Wolfgang von Goethe

madtatt

Besten Dank, Ernst!  :O/Y

Freut mich, dass dir auch die Details gefallen.
Das ist jetzt auch so ziemlich die letzte, größere Baugruppe.
Danach kommen nur noch Arbeiten wie Reling, Takelage, Mannschaft und ähnliches.
Grüße, der Jölle.

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wirbelwind

Moin Jölle,

betrachte jedesmal mit Freude Deine geposteten Baufortschritte. Gerade auch bei den winzigsten Details, die Du akribisch abbildest. Nochmals meine Hochachtung.Bin natürlich, wie einige hier im Forum auch, auf die Fertigstellung Deines Modellschiffes gespannt. Bin mir sicher, das wird ein Schmankerl.

MfG Rüdiger

madtatt

Auch dir, Rüdiger, ganz lieben Dank!  :O/Y

Es freut mich wirklich sehr, dass mein Baubericht so gerne gelesen wird. Wenn ich euch damit begeistern kann, dann habe ich wohl einiges richtig gemacht!  :MG:

Und glaube mir, ich bin mindestens genauso gespannt wie ihr auf das fertige Modell! Viel ist tatsächlich nicht mehr zu tun, aber ausgerechnet auf den letzten Metern lauern noch ein, zwei knifflige Herausforderungen. Jetzt heißt es also Daumen drücken, konzentriert bleiben und hoffen, dass alles gutgeht.

Ihr dürft also weiterhin gespannt bleiben – ich bin es selbst schließlich auch!  :MLL:
Grüße, der Jölle.

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madtatt

Einen schönen Sonntag wünsche ich der Modellbaugemeinschaft.

Für mich ist es heute ein ganz besonders toller Sonntag. Mir ist ein kleiner Schritt gelungen bei dem ich anfangs ehrlich gesagt noch nicht so recht wusste, wie ich ihn vernünftig umsetzen sollte. Umso mehr freue ich mich jetzt über das Ergebnis und möchte euch natürlich daran teilhaben lassen.
Also gibt es heute einen sehr kurzen Baubericht.
Aber der Reihe nach!

Für die Taljen am Kranbaum musste ich mir etwas einfallen lassen. Da ich die Reihenfolge der Bauschritte bei meinem Modell ziemlich kräftig umgekrempelt habe, konnte ich das ursprünglich dafür vorgesehene Ätzteil für die Flaschenzugkombination nicht mehr verwenden.
Und mal ganz ehrlich: Mit den flachen, zweidimensionalen Ätzteil-Seilen werde ich ohnehin nicht so richtig warm. Da musste eine andere Lösung her!
Also habe ich kurzerhand die Ätzteile zerlegt und die Blöcke von den Läufern getrennt.



So weit, so gut.
Doch jetzt kam die eigentliche Herausforderung: Mein erster eigener Block mit einer richtigen Scheibe sollte entstehen. Ich hoffe übrigens, dass ich die Fachbegriffe diesmal einigermaßen richtig verwende. Falls nicht, dürft ihr mich gerne korrigieren!  :MZ:
Zunächst habe ich meine alte Ätzteilkiste durchforstet. Und siehe da: Tatsächlich fanden sich darin ein paar passende Scheiben, die sich für mein Vorhaben wunderbar eigneten.
Anschließend habe ich die Ätzteilblöcke weiter zerlegt, bis ich jeweils die beiden Seiten einzeln vor mir hatte. Auf eine der Hälften habe ich dann die passende Scheibe aufgelötet.



Danach kam die zweite Hälfte wieder darauf. Für die Aufnahme der Öse habe ich oben noch ein kleines Profil eingelegt. So konnte ich das Ganze sauber zusammenlöten, ohne dass sich das filigrane Bauteil dabei verzieht.
Und dann war es tatsächlich so weit: Mein erster selbst gebauter Block mit einer richtigen Scheibe war fertig!



Mit diesem kleinen Testobjekt bin ich schon richtig zufrieden. Endlich eine schöne, dreidimensionale Rolle, die auch nach etwas aussieht!



Und jetzt kommt für mich das eigentliche Bonbon an der ganzen Sache: Ich kann mein Takelgarn ganz einfach durch den Block fädeln. Keine flache Ätzteil-Optik mehr, sondern eine Lösung, die dem Vorbild schon deutlich näherkommt.



Damit wäre ich theoretisch jetzt sogar in der Lage, einen richtigen Flaschenzug – pardon, eine richtige Talje – zu bauen. Und mit meinem Kranbaum könnte ich, wenn er nicht festgeklebt wäre, tatsächlich eine meiner schönen 3D-gedruckten Pinassen zu Wasser lassen.
Und das alles im Maßstab 1:200!



Was mich besonders freut: Ich habe nicht einfach irgendeinen Kompromiss gefunden, sondern eine Lösung, die sowohl in der Handhabung als auch optisch überzeugt.
Wenn dieser Sonntag nicht einfach klasse ist, dann weiß ich auch nicht!?  :ML:

Ich wünsche euch allen noch einen schönen und entspannten Sonntag und wie immer gilt: Anregungen, Tipps und konstruktive Kritik sind herzlich willkommen!
Grüße, der Jölle.

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