Die Panzerschiffe der Kriegsmarine

Begonnen von halina, 15 Februar 2012, 14:06:57

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halina

moin moin, zum Beitrag Panzerschiff Admiral Scheer wäre noch erwähnenswert, dass der erfolgreiche Kommandant Kpt.z.S. Kranke in seinen
späteren Veröffentlichungen als Admiral a.D. die Scheer als das " Glückhafte Schiff der Kriegsmarine " bezeichnete was sich ja auch in den
Kriegsjahren bis zum tragischen Ende im April 45 bewahrheiten sollte .
                                                                                                                                         es grüsst Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

smutje505

Hallo halina hier noch einige Bilder..

Urs Heßling

moin,

Zitat von: halina am 19 Februar 2012, 14:26:27
unter dem Kommando von Kpt.z.S. Theodor Kranke ,  . T.Kranke wurde .:::
Zitat von: halina am 19 Februar 2012, 16:17:00
der erfolgreiche Kommandant Kpt.z.S. Kranke

er hieß Krancke.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

halina

moin moin Smutje , danke vielmals für deine interessanten Bildeinstellungen .  es grüsst Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

halina

hallo forumsfreunde , habt Ihr evtl. Angaben darüber wieviel Todesopfer infolge der Bombentreffer auf die Scheer am 9.4.45 in Kiel zu
beklagen waren ???                                                                                                         
                                                                       es grüsst Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

t-geronimo

Koop/Schmolke, "Die Panzerschiffe der Deutschland-Klasse" und Hans Bäuerlein, "Kreuzer Admiral Scheer - Erinnerungen an "Sophie Cäsar", schreiben von 15 Toten. Koop/Schmolke schlüsseln diese auch nach Dienstgraden auf.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

halina

moin moin Thorsten , vielen herzlichen Dank für Deine schnelle Information . es grüsst Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

halina

#37
moin moin , zum obengenannten Thema heute der letzte Beitrag :

Teil 3                                  Das  Panzerschiff  ADMIRAL GRAF SPEE

Als drittes und letztes Schiff der Deutschland-Klasse und mit dem letzten Genehmigungsverfahren der Reichsregierung für ein Grosskampf-
Schiff wurde der Bauauftrag zur Kiellegung des Panzerschiffes C an die Marinewerft Wilhelmshaven mit Datum 1.10.1932 erteilt .
Der Stapellauf erfolgte am 30.6.1934 und die Indienststellung am am 6.1.1936 unter dem Kommando von Kpt.z.S. Conrad Patzig , bis zu
diesem Zeitpunkt waren die Baukosten auf ca. 82 Millionen Reichsmark aufgelaufen .
Die Länge der Graf Spee wurde mit 186 metern , die Breite mit 21,6 m und die Standardverdrängung mit ca.12.300 t angegeben , aber die
Limitüberschreitung war schon kein Thema mehr da bereits bei der Indienststellung das deutsch-britische Flottenabkommen von 1935 in
Kraft war . Die Antriebsleistung an den 2 Wellen erfolgte mit je 4 MAN-Dieselmotoren und einer Leistung von ca. 52.000 WPS , womit eine
Höchsgeschwindigkeit von ca. 28,5 kn erreicht wurde . Neben der Mittelartillerie von 15 cm waren die 28 cm-Geschütze in 2 Drillingstürmen
angeordnet und für die Seeaufklärung 2 Bordflugzeuge mit Katapult-Startvorrichtung . Die Stärke des Panzerdecks betrug ca. 45 mm und
ging über die ganze Schiffsbreite , ausserdem war der Seitenpanzer über die gesamte Schiffslänge um ein Deck höher ausgeführt als bei den
Schwesterschiffen . 1938 neben anderen Umbauarbeiten die beiden seitlichen Scheiwerferplattformen am Turmmast entfernt und dafür an
der Stirnseite eine Einzelplattform montiert , ausserdem erhielt die Spee als erstes Schiff der Kriegsmarine das Schiffsradar Fu-MG 38 vom
Typ Seetakt mit einer Schiffserkennung bis zu einer Entfernung von ca. 25 Km .
Nach Abschluss der Probefahrten + Einarbeitung der Besatzung wurde die Spee von 1936-37 Flottenflaggschiff beim Einsatz von Sicherungs-
Aufgaben an der spanischen Mittelmeerküste mit 5 Reisen von August 1936 bis Februar 1938 . Vom 15.-22.5.1937 als Flaggschiff Teilnahme
an der Schiffsparade anlässlich der Krönungsfeier von KING GEORGE VI in Spithead .
Am 1.11.1938 erhielt Kpt.z.S. Hans Langsdorff das Kommando über Admiral Graf Spee mit der Teilnahme am grossen Flottenmanöver im
April 1939 zusammen mit der Gneisenau , Deutschland und Scheer sowie anderen kleineren Einheiten im Atlantik unter Führung von
Admiral Boehm . Ende Mai 1939 Begleitsicherung bei der Rückführung " LEGION CONDOR " aus Spanien und Eintreffen in Hamburg .
Auslaufen aus Wilhelmshaven am 21.8.1939 und auf Warteposition im Südatlantik bis 29.9., danach Beginn des Handelskrieges , begleitet
vom Versorgungsschiff ALTMARK mit ca.20.000 BRT mit dem Kapitän Heinrich Dau unter Führen der Reichsdienstflagge .
Die nun anlaufenden Operationen der Graf Spee waren sehr erfolreich mit der Versenkung von 9 Schiffen mit ca.50.000 BRT und einigen
gekaperten Dampfern , wobei Kpt. Langsdorff sehr geschickt vorging , zunächst Aufforderung durch das Bordflugzeug an den Kapitän :
" Maschinen stoppen und die Besatzung in die Rettungsboote und kein Funkverkehr " , erst als der letzte Mann das Schiff verlassen hatte
wurde mit der Versenkung begonnen , so dass bei allen durchgeführten Operationen kein Todesopfer zu beklagen war .Die Matrosen wurden
von der ALTMARK übernommen mit zuletzt 303 Seeleuten und die Offiziere gingen auf die Graf Spee mit insgesamt 51 Personen die an Bord
ziemlich grosse Bewegungsfreiheit hatten . Obwohl Kapt. Langsdorff sofort nach jeder Versenkung eine neue Position einnahm und oft durch
Namensänderung und Hissen anderer Flaggen die Identifizierung seines Schiffes erschwerte so wurde doch durch Notrufe einiger Frachter
der britischen Admiralität das Operationsgebiet der Spee bekanntgegeben . Neben anderen in Marsch gesetzten Einheiten war der Verband
mit dem schweren Kreuzer EXETER und den leichten Kreuzern AJAX + ACHILLES unter Führung des Commodore HARWOOD der Meinung,
dass die Spee in Richtung Ostküste Südamerikas kurslaufend ist was dann auch erfolgte . Das letzte Treffen mit der ALTMARK fand am 6.12.
statt mit Treibstoffergänzung für die geplante Rückreise nach Deutschland .
Im Seeraum vor URUGUAY trafen am 13.12. die britischen Kreuzer auf die SPEE mit gleichzeitiger Feuereröffnung , wobei die EXETER schwer
und die anderen Kreuzer erheblich beschädigt wurden . Im Gefechtsverlauf erhielt die SPEE ca. 30 Treffer , war aber mit der Artillerie noch
voll kampffähig . Es ist in diesem Zusammenhang unerklärlich warum Kpt. Langsdorff nicht die Verfolgung der schwerbeschädigten EXETER
aufnahm die mit Schlagseite und in Schleichfahrt in Richtung Falkland davonzog , sondern den Kampf abbrach .Der Hinweis die leichten
Kreuzer hätten dies verhindert ist nicht nachvollziehbar, diese mussten doch wegen dem 28cm - kaliber weit ab in Deckung gehen .
Warum Kapt. Langsdorff das Seegefecht beendet hat was er später als grosse Fehleinschätzung eingeräumt hat, könnte damit begründet
sein, dass er beim Anblick der 36 Toten und vieler Verwundeter seines Schiffes tief erschüttert war und keine taktischen Entscheidungen
mehr treffen konnte , ihm war wichtiger das Überleben der Besatzung zu sichern im Gegensatz zum Namensgeber des Schiffes Admiral
Graf Spee der in der Falklandschlacht von 1914 , gerade mal 1000 sm von hier entfernt im Gefecht mit britischen Einheiten unterging .
Auf Grund der erheblichen Beschädigungen war es sicher richtig den Hafen von Montevideo anzulaufen mit dem Versuch einer möglichen
Notreparatur der technischen Einrichtungen . Selbst wenn diese hätten stattfinden können wäre ein Ausbruchsversuch in die offene See
zum Scheitern verurteilt , draussen warteten bereits der schwere Kreuzer CUMBERLAND sowie die Achilles und Ajax , weitere Einheiten
waren im Anmarsch .Nach 72 stündigem Aufenthalt musste die Spee am 17.12. den Hafen verlassen mit Kpt. Langsdorff und 40 Mann
seiner Besatzung die dann das Schiff mit Sprengladungen zerstörten und im flachen Wasser der Rio de la Plato - Mündung auf Grund
setzten wo es dann noch 3 tage brannte .
Nachdem die Besatzung in Sicherheit war und nach Argentinien verschifft werden konnte nahm sich Kpt. LANGSDORFF in Buenos Aires
am 19.12.39 das Leben . Kurz vorher antwortete er noch auf die Frage eines Reporters wegen des Gefechtsverlaufes : " mir sind 1000
junge überlebende Matrosen lieber als 1000 tote Helden "  womit er nochmals seine vom Elternhaus geprägte Denk-und Verhaltensweise
zum Ausdruck brachte .     Seine Beisetzung fand am 22.12. unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung der Spee-Besatzung sowie fast
aller Offiziere der versenkten und gekaperten Schiffe mit militärischen Ehren statt . Das tragische Ende des Panzerschiffes ADMIRAL GRAF
SPEE und seines Kommandanten wurden weltweit mit Bestürzung aufgenommen .
                                                                                                                              Grüsse an Alle von Halina
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           
                                                                                                                                                                                                     


                                                               
                                                                                                                       
       
       
       
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

halina

hallo , im Anhang noch einige Fotos zum Beitrag

Bild  1   Admiral Graf Spee 1936  Bundesarchiv DVM 10 Bild 23-63-06/CC-BY - SA 3,0

Bild 2      "             "          1937 in Portsmouth mit HMS HOOD + HMS RESOLUTION  U.K.  public domain

Bild 3     "              "          1938 Achterschiff  Urheber: Charles Mc Cain  CC - BY -2.0

Bild 4     "              "          Dez. 1939 mit Seetakt-Radar  Urheber : U.S. Naval Historical Center     Gemeinfrei

Bild 5     "              "          Admiral Graf Spee nach Sprengung   U.K.    puplic domain


                                                                                                                                   grüsse Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

t-geronimo

Du mußt in Deinem Text einige Male Kent durch Exeter ersetzen, denn Kent war nie beteiligt.

Graf Spees Artillerie als voll kampffähig zu bezeichnen halte ich für nicht richtig. Rein technisch für die Geschütze mag das stimmen, aber die SA war knapp an Munition (genauso wie Harwoods Schiffe) und die MA litt stark unter zerstörten Munitionsaufzügen. Außerdem gab es Beschädigungen an der Optik des E-Meßgerätes im Vormars.

Laut O'Hara erhielt GS drei 20,3-cm- und siebzehn 15,2-cm-Treffer.

Ajax wurde tatsächlich beschädigt, Achilles jedoch nicht.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Q

Ausserdem halte ich die Annahme, das im Falle der Verfolgung der Exeter durch GS die Leichten Kreuzer Ajax Achilles auf Abstand geblieben waeren fuer mehr als gewagt. Bei der dir vorschwebenden Feuerverteilung, und dem nicht unerheblichen Geschwindigkeitsueberschuss den die Ajax Achilles gegenueber der GS hatte, waere ein Aufschliessen mehr als wahrscheinlich. In diesem Fall waere nicht nur die 6" Artillerie wirksamen, sondern auch die Gefahr eine Torpedierung groesser.

Ausserdem wurde nicht Zeitgleich das feuer eroeffnet. Die GS hatte die Feuereroeffnung. Wenn ueberhaupt, haette Langsdorff ablaufen muessen bei Sichtung der gegnerischen Einheiten. Haette vielleicht klappen koennen.

Don`t Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

smutje505

Hallo hallina auch hier habe ich einige Bilder dazu..

Teddy Suhren

Hai

Ist auf dem Bild "Graf Spee Seetakt" eigentlich noch ein Teil der Turmattrappe zu sehen?
Gruß
Jörg

WoWarships Nick: Teddy191 im FMA Clan

halina

moin moin, zunächst danke für den Korrekturhinweis . noch einige ergänzende Angaben zum Beitrag

EXETER : schwere Schäden mit 61 Toten und 23 Verwundete
AJAX    :  schwere Beschädigung mit 7 Toten und Verwundete
ACHILLES : leichte Beschädigung mit 4 Toten
Graf Spee : starke Trefferschäden mit Ausfall technischer Einrichtungen. Ausfall des Munitionsaufzuges bei nur einem 15cm-Geschütz
                 Verluste : 36 Tote und 60 Verwundete

Die Feuereröffnung erfolgte von der SPEE am 13.12. um 06.18 Uhr und von der EXETER um 06.20 Uhr
                                                                                                                                                              gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

halina

hallo Smutje , hab vielen Dank für deine ergänzenden Fotobeiträge . es grüsst herzlich Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

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