Habsburg zur See

Begonnen von Urs Heßling, 02 April 2013, 23:33:38

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halina

#45
Moin , hier als Erinnerung noch einige Fotos vom Schlachtschiff "SMS SZENT ISTVAN" von 1914-1917              Gruss Halina

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Traiber von der Sektion Historiker FHS
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Peter K.

Fein, dass Alexander Traiber sein Einverständnis zum Zeigen der Bilder gegeben hat!

Die zweite Aufnahme zeigt vorne SZENT ISTVAN, dahinter TEGETTHOFF und dann VIRIBUS UNITIS - wahrscheinlich von PRINZ EUGEN aus fotographiert!
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

halina

Die "SMS VIRIBUS UNITIS" war das erste fertiggestellte Schlachtschiff der Tegetthoff-Klasse mit Indienststellung am ersten
November 1912 , als Besonderheit sei zu erwähnen , dass die Geschützkonstruktion mit 30,5 cm in Drillingsrohren in jener
Zeit wohl weltweit in dieser Schiffsklasse führend war und auch die Zielgenauigkeit und Feuerleittechnik der in den SKODA-
Werken in Pilsen hergestellten Geschütze waren von hoher Qualität .
Wegen der in der Meerenge von Otranto liegenden Sperre war auch dieses Schiff nebst den anderen in der Adria gebunden,
so dass die meiste Zeit im Hafen von Pola verbracht wurde .    Die "Viribus Unitis" war auch am 9./10. Juni 1918 an der
vorgesehenen Operation gegen die Sperre von Otranto beteiligt , die jedoch wegen des Verlustes der "Szent Istvan"
abgebrochen werden musste .  Kurz vor dem Waffenstillstand am 3. November 1918 wurden am 1. November von Kampf -
Schwimmern der italienischen Marine Torpedo-Sprengsätze zur Detonation gebracht die zur Versenkung des Schiffes im
Hafen von Pola führten , ca. 400 Seeleute verloren dabei Ihr Leben , darunter auch der Kommandant .
                                                                                                                                                                              Gruss Halina
Hier noch einige Fotos als Ergänzung unter freundlicher Zugabe von Hern Alexander Traiber

Bild # 1  Der Stapellauf der "SMS VIRIBUS UNITIS" am 24.Juni 1911 in Triest 

Bild # 2 Die Fertigung eines 30,5 cm Geschützturmes für dieses Schiff 1909 im Skoda-Werk Pilsen

Bild # 3 Die vorderen Geschütztürme auf dem Schlachtschiff

Bild # 4 Das Auslegen des Torpedo-Netzes aus Stahlgeflecht , eine Knochenarbeit für das seemännische Personal

Bild # 5 Kaiser Karl I bei einem Bordbesuch in Marineuniform im Rang eines Admirals

Bild # 6 Das traurige Ende , das Schiff im sinkenden Zustand im Hafen von Pola 1918













" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Urs Heßling

#48
moin,

Zitat von: halina am 12 April 2013, 12:42:08
... als Besonderheit sei zu erwähnen , dass die Geschützkonstruktion mit 30,5 cm in Drillingsrohren in jener Zeit wohl weltweit in dieser Schiffsklasse führend war
auch im Vergleich mit der Dante Alighieri ?

Zitat von: halina am 12 April 2013, 12:42:08
Kurz vor dem Waffenstillstand am 3. November 1918 wurden am 1. November von Kampf -
Schwimmern der italienischen Marine Torpedo-Sprengsätze zur Detonation gebracht die zur Versenkung des Schiffes im Hafen von Pola führten , ca. 400 Seeleute verloren dabei Ihr Leben , darunter auch der Kommandant .
http://de.wikipedia.org/wiki/Janko_Vukovi%C4%87-Podkapelski

Gruß,Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

halina

#49
Hallo Urs , zeitlich gesehen wurde die "Viribus Unitis" früher in Dienst gestellt als die "Dante Alighieri" , somit korrekt betrachtet
auf das Du ja grossen Wert legst, das erste Schiff mit Drillingstürme . Wiki schreibt dass die Qualität der Skoda-Kanonen besser als
die in England gefertigten für die DA gewesen sein sollten , die von Skoda waren als SK konstruiert , ob dies auch bei den in GB
gebauten der Fall war kann ich nicht beantworten , ich hoffe unsere Artillerie-Spezialisten wissen mehr darüber .
                                                                                                                                                                                   Grüsse Günter
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Spee

die von Skoda waren als SK konstruiert

Und die auf "Alighieri" waren KK?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

halina

Wegen der nicht notwendigen Löschung aller Bilder aus meinem Beitrag # 39 hier noch mal eine Neueinstellung . Gruss Halina

Bild # 1  Die "SMS SZENT ISTVAN" aufgenommen ca. 1915

Bild # 2 Das Schiff von Torpedos getroffen in den Morgenstunden des 10.6.1918 bereits mit Schlagseite
                              Bundesarchiv , Bild 134-C2280 / CC-BY-SA 3.0

Bild #3 Im Hintergrund die begleitende "SMS Tegetthoff'"   ,  Freigabe von Alexander Traiber

Bild #4 Nach ca. 3 Stunden seit der Torpedierung ist die "Szent Istvan" gekentert und sinkt
                                                   
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                      Phil Borman

halina

Moin , noch eine Korrektur sorry , dieses Foto sollte das Bild # 1 sein .                                                                         Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
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                      Phil Borman

halina

Hier noch kurz die Erwähnung der zwei Schlachtschiffe, die weitgehend ähnliche technische Daten hatten .

Das Typschiff der Schlachtschiffe , die "SMS TEGETTHOFF" wurde in Triest gebaut und am 14.7. 1913 in Dienst gestellt . Mit
der Beschiessung von Ancona am 24.5.1915 und Teilnahme am gescheiterten Vorstoss gegen die Sperre von Otranto im
Juni 1918 waren keinere grössere Einsätze zu verzeichnen , so dass die meiste Zeit im Hafen von Pola verbracht wurde .
Das Kriegsende überlebte das Schiff unbeschadet , am 25.3.1919 an Italien ausgeliefert und 1924/25 verschrottet .

Die "SMS PRINZ EUGEN" ebenfalls in Triest gebaut und als vorletztes Schiff dieser Klasse am 8.7.1914 der Flotte übergeben .
Auch diese Einheit war an der Beschiessung von Ancona und der Otranto-Unternehmen beteiligt, nach Kriegsende wurde
das Schiff kurzzeitig unter italienischer Flagge gefahren , jedoch 1920 an Frankreich übergeben , wo es als Zielschiff für die
französische Flotte diente , am 28.7.1922 von 4 Schlachtschiffen zusammengeschossen und versenkt .
                                                                                                                                                                         Grüsse Halina

Im Anhang noch einige Fotos , freundlicherweise von Alexander Traiber freigegeben

Bild # 1 Der Stapellauf der "SMS TEGETTHOFF" am 21.3.1912 in Triest

Bild # 2 Das Schiff eingedockt in Triest

Bild # 3 Hier die Ansicht auf das Achterschiff

Bild # 4 Die "SMS PRINZ EUGEN" in Fahrt mit hoher Geschwindigkeit

Bild # 5 Reger Betrieb auf dem Oberdeck der PE

Bild # 6 Die PE beim Schiessen mit der schweren Artillerie 30,5 cm , hier von oben betrachtet

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                      Phil Borman

Urs Heßling

#54
moin, Günter,

schöne Bilder  top :MG:

Thorsten: noch ein Kandidat http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,3036.msg42153.html#msg42153

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

harold

Anfrage an die Fachleute:
S.M.S. Prinz Eugen hatte ja, bevor sie als Zielschiff diente, ihrer SA "zu Versuchszwecken" in Frankreich an Land gegeben, auch die MA; hier sieht man's:



Zwölf großkalibrige Rohre (und ebensoviele der MA) können nun nicht einfach so spurlos verschwunden sein (denkt man), aber meine Archivarbeit im CAA (in Châtellerault damals 2007) ergab - nix!

Wo blieben die?
Gibt es Aufzeichnungen über die "Versuche"?
Gibt es (zeitnahe) neue französische Befestigungs-Anlagen - oder später auch welche, in denen entsprechende Kaliber verbaut wurden?
:MV:


4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Peter K.

#56
ZitatWegen der nicht notwendigen Löschung aller Bilder aus meinem Beitrag # 39 hier noch mal eine Neueinstellung.
Das sehe ich nicht so, denn auf meine diesbezügliche Aufforderung erfoglte keinerlei Reaktion!
Im Fall der neu eingestellten Bilder gehe ich wohlwollend davon aus, dass eine Berechtigung zum Zeigen aller Bilder vorhanden ist!

ZitatBild # 2 Das Schiff (TEGETTHOFF) eingedockt in Triest
... das kann insofern nicht stimmten, weil es in Triest kein Dock gab, das Schiffe dieser Klasse aufnehmen konnte.
TEGETTHOFF liegt hier im Dock "SD 22" in Pola!

Auch hier hatten wir schon mal ´was zum Thema.

Und zu dem Geschützen der PRINZ EUGEN gibt´s hier ´was zu lesen, allerdings nichts neues!
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

halina

Hallo Harold , bin zwar kein Fachmann , es könnte wohl sein dass den Franzosen die gute Zielsicherheit der von Skoda
gebauten 30,5 cm - Geschützen bekannt war und wohl deshalb die Rohre näher untersucht hatten , denn der eigearbeitete
Drall in den Rohren beeinflusst sicherlich die Geschwindigkeit und Treffgenauigkeit , ganz schlecht waren diese Werte bei
früheren Konstruktionen in Glattrohr-Ausführung .
                                                                                                                                                                Grüsse Halina
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                      Phil Borman

109

Waren schöne Schiffe - sollte man auch mal bauen ...  :-)
Thanks & Sources: Nilsson (research) and J.Arntz (research, drawings).
http://artisanmodeler.blogspot.de/

Peter K.

Zitat...  es könnte wohl sein dass den Franzosen die gute Zielsicherheit der von Skoda gebauten 30,5 cm - Geschützen bekannt war und wohl deshalb die Rohre näher untersucht hatten, denn der eigearbeitete Drall in den Rohren beeinflusst sicherlich die Geschwindigkeit und Treffgenauigkeit , ganz schlecht waren diese Werte bei früheren Konstruktionen in Glattrohr-Ausführung.
... entschuldige bitte, aber was soll diese überaus sinnreiche Aussage und in technischer Hinsicht vollkommen neue Erkenntnis nun zur Diskussion beitragen? Sorry, ich versteh´s nicht!  :/DK:
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

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