Seelöwe (Teil 2)

Begonnen von Bergedorf, 04 April 2012, 18:05:23

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mhorgran

Hallo Urs

Etwas seltsam.
Du hast dein Post (Heute um 14:45:09) geändert und zwar das mein nachfolgendes Post ziemlich dämlich aussieht.
Ursprünglich war in deinem nur folgendes enthalten:
Nähmen wir einmal an, die zwei Jagdgeschwader im Westbereich (2 und 27 ?) wären voll aufgefüllt, d.h. verfügten über ca. 200 Maschinen. Damit ließen sich also 50 Bomber (d.h. ein geschwächtes Geschwader) decken. Das ist kein "Großangriff", wie ihn Alex vorsieht.

Außerdem hatten die Bf 109 angeblich erhebliche Probleme, die Ju 87 zu decken, weil sie den Sturzangriff nicht mitmachen konnten ... ?


und darauf hab ich geantwortet.

Urs Heßling

Zitat von: mhorgran am 16 Oktober 2012, 17:22:01
Etwas seltsam.
Du hast dein Post (Heute um 14:45:09) geändert und zwar das mein nachfolgendes Post ziemlich dämlich aussieht.
Ursprünglich war in deinem nur folgendes enthalten:
Nähmen wir einmal an, die zwei Jagdgeschwader im Westbereich (2 und 27 ?) wären voll aufgefüllt, d.h. verfügten über ca. 200 Maschinen. Damit ließen sich also 50 Bomber (d.h. ein geschwächtes Geschwader) decken. Das ist kein "Großangriff", wie ihn Alex vorsieht.

Außerdem hatten die Bf 109 angeblich erhebliche Probleme, die Ju 87 zu decken, weil sie den Sturzangriff nicht mitmachen konnten ... ?


und darauf hab ich geantwortet.

Nein, mein Lieber, unterstelle mir nicht etwas, was nicht stimmt, da bin ich dann doch empfindlich!

Ich habe meine erste mail nicht nachträglich geändert.

In der ersten mail ging es um 2 Jagdgeschwader (Nr. 2 und Nr 27, beim letzteren mit ?). Diese mail ist unverändert! (bitte lesen)

In der zweiten mail ging es um die Anzahl der Jagdgeschwader (2 im Westen, 6 bei Calais)

Ich sehe nicht, daß Deine mail "dämlich" wirkt; ich fühle mich nur ohne Antwort.

OK ?

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

mhorgran

Hallo Urs

Sorry du hast dein Post geändert bzw. etwas dazugeschrieben.

geschrieben:
« Antwort #489 am: Heute um 14:45:09 »
und
« Letzte Änderung: Heute um 15:23:10 von Urs Hessling »


Und wie gesagt, ich hab auf 2. + 26. JG geantwortet.

Urs Heßling

#498
moin, Stefan,

OK, ich sehe jetzt, was Du meinst, ich habe praktisch zeitgleich mit Deiner mail geändert.

Ich bitte mir nun einmal zu glauben, daß ich nicht innerhalb von 47 Sekunden (1) Erkenne, daß Du eine mail geschrieben hast, (2) Deine mail lese und (3) daraufhin etwas ändere (was auch nicht meine Art wäre).
Deine mail kam in den Rechner, als ich meine Änderung gerade schrieb. Ich kann mich auch erinnern, was ich geändert habe. Ich habe hinter "wie viele Maschinen" ein Fragezeichen gesetzt, weil ich das vergessen hatte.

Abgesehen davon: Ich sehe keinen Unterschied zwischen
Zitat von: Urs Hessling am 16 Oktober 2012, 14:45:09
Nähmen wir einmal an, die zwei Jagdgeschwader im Westbereich (2 und 27 ?) wären voll aufgefüllt, d.h. verfügten über ca. 200 Maschinen. Damit ließen sich also 50 Bomber (d.h. ein geschwächtes Geschwader) decken. Das ist kein "Großangriff", wie ihn Alex vorsieht.

Außerdem hatten die Bf 109 angeblich erhebliche Probleme, die Ju 87 zu decken, weil sie den Sturzangriff nicht mitmachen konnten ... ?

und
Zitat von: mhorgran am 16 Oktober 2012, 17:22:01
Ursprünglich war in deinem nur folgendes enthalten:
Nähmen wir einmal an, die zwei Jagdgeschwader im Westbereich (2 und 27 ?) wären voll aufgefüllt, d.h. verfügten über ca. 200 Maschinen. Damit ließen sich also 50 Bomber (d.h. ein geschwächtes Geschwader) decken. Das ist kein "Großangriff", wie ihn Alex vorsieht.

Außerdem hatten die Bf 109 angeblich erhebliche Probleme, die Ju 87 zu decken, weil sie den Sturzangriff nicht mitmachen konnten ... ?


Zitat von: mhorgran am 16 Oktober 2012, 17:22:01
Ursprünglich war in deinem nur folgendes enthalten:

so ist es, und das ist unverändert. Wo ist das Problem ?

Gruß, Urs

P.S.
Zitat von: mhorgran am 16 Oktober 2012, 20:04:23
Und wie gesagt, ich hab auf 2. + 26. JG geantwortet.

Ja, glaube ich Dir, aber dann hast Du Dich möglicherweise (einfach) verlesen.

Gruß, Urs
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mhorgran

Hallo Urs

ZitatIch bitte mir nun einmal zu glauben, daß ich nicht innerhalb von 47 Sekunden (1) Erkenne, daß Du eine mail geschrieben hast, (2) Deine mail lese und (3) daraufhin etwas ändere (was auch nicht meine Art wäre).
So (3.) würde ich dich auch nicht einschätzen.

Wenn der Rest (nach der "Änderung") schon vor meinem Post dabei gestanden wäre hätte ich mir meinen Hinweis "sparen" können. Ich wollte nur darauf hinweisen das mein Post eben nicht mit deinem jetzigen Post zusammenpaßt - mit der 1.Version schon. Okay  :-D

Urs Heßling

moin,

OK, nachdem wir das nun geklärt haben, klären wir bitte noch Folgendes, um eine Wiederholung zu vermeiden ...

Eingangsbedingung ist deutsche Luftherrschaft (wie entstanden, wird nicht diskutiert)

Bitte konkret:
- durch mehr Luftwaffe als tatsächlich vorhanden (z.B. JG 4, 5, und 6) oder weniger RAF ?

- heißt das, daß die Ju 87, die Ju 88 und die Horizontalbomber keinen Jagdschutz mehr brauchen, oder sind "irgendwo" noch RAF-Reste "da" ?

- Soll man es, z.B, mit der "Luftherrschaft" der Alliierten am 6.6.44 über der Normandie vergleichen können ?

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Knouterer

Na ja ... bei einer minimalen Vorwarnungszeit von 10 Tagen müsste man davon ausgehen dass Hitler, in einem Anflug von Optimismus, etwa am 15.9.1940 den Befehl gibt Seelöwe in Gang su setzen.
Das heisst, die Luftherrschaft muss zu dem Zeitpunkt errungen oder in greifbarer Nähe sein.
Wie es genau dazu kommen könnte, wollen wir dann in der Tat vielleicht lieber nicht ins Detail diskutieren,  aber einfach anzunehmen dass Fighter Command von einer unsichtbaren Hand vom Himmel gefegt wird ist auch nicht der richtige Ausgangspunkt, denke ich. Wie wäre es mit der tatsächlichen Stärke der LW am 15.9 minus sagen wir 20% (für alle Typen Jäger und Bomber),  während dann vonn FC nur noch wenige stark geschwächte Squadrons übrig sind (sagen wir nur noch etwa 100 einsatzbereite Hurricanes & Spitfires) die sich weiter nördlich zurückgezogen haben, und für den Rest der RAF (Bomber Command, Coastal Command) die tatsächliche Zahlen zu dem Zeitpunkt?
Nur als grober Rahmen.
mfG,
Gerard

Urs Heßling

moin,

ich erlaube mir noch einmal eine Parallele ins Spiel zu bringen:

Im Juni 1944 haben die Alliierten über Nordfrankreich eine nahezu absolute Luftherrschaft mit einer Luftstreitmacht von mehr als 5000 Bombern und 5000 Jägern und bereiten die Invasion wochenlang mit Bombenangriffen vor.

Dennoch gelingt der 5. T-Fltl mit 3 Booten am 6.6. ein Angriff, der 2 Schlachtschiffe und ein Führungsschiff knapp verfehlt.  Die 8. Zerstörerflottille mit 3 Zerstörern und einem T-Boot wird von einer brit. Flottille mit 8 Zerstörern abgefangen.
Die deutschen Schnellboote schlagen sich eine Woche lang mit den Deckungsstreitkräften (u.a. insgesamt 105 (!) Zerstörer) herum und erzielen trotzdem Erfolge.  Erst am 15.6. gelingt der RAF ein entscheidender Schlag gegen die deutschen T- und S-Boote.

Meine persönliche Schlußfolgerung: Selbst wenn die Luftwaffe mit angenommenen ca. 12 % der o.a. Luftstreitmacht neben den anderen Aufgaben einige schädigende Angriffe auf die RN zustande brächte, ist die deutsche Sicherung zahlenmäßig zu schwach, um durchschlagende Angriffe der "übrigen" brit. Zerstörer zu verhindern.

Damit melde ich mich aus dem Thread ab.  :MG:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Huszar

Hallo,

Zuerst: sorry, dass ich mich jetzt nicht oft melden kann, neuer Job und viel Stress.

Stärke der Luftwaffen:
Für den 07.09.1940 haben wir ansatzweise brauchbare Zahlen, für spätere Tage hab ich zumindest keine gesehen. Da allerdings die unverhältnissmässig hohen Verluste der LW erst nach dem 07.09.1940 entstanden sind (und da spätestens am 14/15.09 erkennbar sein muss, dass die RAF "geschlagen" ist...), würde ich von den Istzahlen von spätestens dem 07.09 ausgehen. Bei der RAF haben wir die Zahlen für den ganzen BoB, da müssen wir nur irgendeinen Tag nehmen, und einen gewissen "Minus" ansetzen.

Reichweiten:
Für mich würde es durchaus reichen, wenn zwischen Harwich und Portland alle Häfen mit 1mot-Jägern erreicht werden können. Wenn ich mich recht erinnere, wurde auch nicht gefordert, die RN aus Hull und Plymouth zu vertreiben.
Und dann die Gegenfrage: welche Auswirkungen wird der Abzug der RAF-FC auf Basen nördlich von London auf den eigenen Jägerbegleitschutz haben?

Erfolgschancen der Bomber:
ZitatNachtangriffe auf Kanalhäfen: Nun ja, die waren nun einmal tatsächlich recht erfolgreich. Das dürfte aber vor allem daran liegen, dass es extreme Massierungen von Schiffraum in den Häfen gab. Eine solche Massierung lag bei der RN nicht vor.

Naja. Was wird als extreme Massierung angenommen? Welche Auswirkungen könnte auf die Belegung bedeuten, wenn die Öltanks/Munlager/Docks zerbombt werden?

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Bergedorf

Moin Alex,

ZitatStärke der Luftwaffen:
Für den 07.09.1940 haben wir ansatzweise brauchbare Zahlen, für spätere Tage hab ich zumindest keine gesehen. Da allerdings die unverhältnissmässig hohen Verluste der LW erst nach dem 07.09.1940 entstanden sind (und da spätestens am 14/15.09 erkennbar sein muss, dass die RAF "geschlagen" ist...), würde ich von den Istzahlen von spätestens dem 07.09 ausgehen. Bei der RAF haben wir die Zahlen für den ganzen BoB, da müssen wir nur irgendeinen Tag nehmen, und einen gewissen "Minus" ansetzen.
Die Stärken der Luftwaffe auf den 28.9.1940 liegen mir bis auf die Aufklärer (dort Stand 21.9.) für jeden einzelnen Verband vor. Für die Jagdverbände dür den 28.9. ist auch hier:
http://www.ww2.dk/oob/statistics/se280940.htm
zu finden. Ferner sind die noch bei Prien für andere Daten zu finden.

ZitatErfolgschancen der Bomber:


Zitat

Nachtangriffe auf Kanalhäfen: Nun ja, die waren nun einmal tatsächlich recht erfolgreich. Das dürfte aber vor allem daran liegen, dass es extreme Massierungen von Schiffraum in den Häfen gab. Eine solche Massierung lag bei der RN nicht vor.

Naja. Was wird als extreme Massierung angenommen? Welche Auswirkungen könnte auf die Belegung bedeuten, wenn die Öltanks/Munlager/Docks zerbombt werden?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehen... Extreme Massierung: Wenn Du Dir die Bilder aus den Kanalhäfen anschaust, wo die Prähme aneinander liegend ganze Hafenbecken einnehmen, dann weißt Du was ich meine. Das ein Hafen ohne Infrastruktur nichts wert ist ist aber natürlich auch klar. Einige Angriffe der Luftwaffe auf englische Häfen gab es ja... ich habe mir aber bisher noch nicht die Mühe gemacht diese näher auszuwerten. Nach meinem Gefühl waren die außer den Angriffen mit denen die Zerstörer aus Dover vertrieben wurden, aber nicht sonderlich erfolgreich. Ansonsten will ich mich aus diesem Szenario fernhalten, da ich keine Chancen sehe wie die Luftwaffe das hätte schaffen sollen.

Nachschubplanspiel:
Ich würde das ja gerne in einen neuen Threar einstellen. Bevor ich das tue sollten wir uns aber erst noch über ein paar Punkte hier klar einig werden:
1) Ausgangsstärken. Können wir von den von mir vorgeschlagenen Werten ausgehen?
2) Nach dem 2. Tranportgang sollten 10 Dfr. und nach dem 3. Transportgang weiter 5 Dfr. an das AOK 9 abgegeben werden. Nun würde sich diese Zahl durch Verluste ja sicherlich reduzieren. Wie wollen wir das behandeln? 50% der Verluste auf die Abgaben anrechnen?

ZitatZuerst: sorry, dass ich mich jetzt nicht oft melden kann, neuer Job und viel Stress.
Hoffe der Job macht Spaß. Viel Erfolg!

Gruß

Dirk

Knouterer

#505
Re: Nachschub: est ist ja klar dass die Prähme des 1.Treffens längst nicht die ursprüngliche Ladekapazität von 350-600 Tonnen (je nach Typ) hatten, aus bekannten Gründen (Betonboden, ausgeschnittener Bug ...).
Aber immerhin, auch die schwerste militärische Ladung von sagen wir 5 Panzer III/IV, mit Besatzung und allem, wiegt höchstens 120 Tonnen. Kfz und bespannte Fahrzeuge deutlich weniger. Da sollte also noch einiges hinzu passen als sogenannte "Beipackung".
Wenn wir zB für 200 Prähmen im Raum B nur 10 Tonnen Nachschub (Munition, Kraftstoff und Verpflegung) pro Prahm rechnen, macht das schon 2000 t, sollte für ein Paar Tagen reichen für zwei Divisionen. Gibt es dazu irgendwo Einschätzungen/Angaben?
Das Problem wäre vielmehr, schätze ich, das Ganze an Land zu bekommen, mangels geeigneten (amphibische und andere) Fahrzeugen.
Ausser den ganzen LCAs/LCMs/LCIs/LCTs, DUKWs usw, betrachteten die Allierten später im Krieg Bulldozer (oder ähnliche schwere Raupenfahrzeuge) am Strand als unverzichtbar, um festgefahrene Kfz wieder flott zu kriegen, beschädigte Landungsfahrzeuge zur Seite zu schleppen und nicht zuletzt auch um den Weg vom Strand weg frei zu schaffen. Auch da hätten die deutschen improvisieren müssen.
mfG,
Gerard 

Bergedorf

Hallo Gerard,

15to Zuladung an Nachschubgut je Prahm der 1. Staffel waren geplant.

Gruß

Dirk

Knouterer

#507
Moien aus Luxemburg,

Es war in dieser Disk schon mal die Rede von der Garnison von Dover (siehe Seite 19). Als Geburtstagsgeschenk für mich selbst habe ich mir dann mal von den National Archives das War Diary Dover Garrison Sept 1939-Oct 1940 (WO 166/1343) schicken lassen. Interessante Lektüre. Am Anfang wird noch gewissenhaft notiert dass Captain X um 14.45 Uhr angerufen hat mit der Frage ob es noch grüne Farbe zum anstreichen von requirierten Zivilfahrzeugen gibt, aber schon bald nehmen Routine und Langeweile überhand und heisst es meistens nur noch: "Nothing to report", bis zum 10.5.1940.
In den Anlagen kommt oft typisch britischer Amateurismus zum Ausdruck (wenn ich das mal so sagen darf ...), zB "Instruction No. 4" von 10.6.1940 zum Thema "Molotov bombs":
"The demonstration was carried out on a vehicle made of comparatively soft material. When used against tanks there will be no difficulty found in the bottles breaking, and it should not be necessary to throw them hard."
Was wird das für ein Fahrzeug gewesen sein ... ein voller Heuwagen vielleicht? Oder eine Panzerattrappe wie auf dem Bild unten ?
Auch gut: einige nützliche Informationen und wertvolle Ratschläge in Bezug auf Fallschirmjäger:
"The only weapons available to the parachutist during the jump are a pistol which is carried in a thigh pocket of the trousers and several small hand grenades, the shape of an egg, which are carried loose in the trousers pocket.
If he anticipates resistance by the enemy on landing, he holds a hand grenade in each of his hands which he holds above his head so that he is in a ready position to throw them. This holding of the hands above the head should not be confused with a desire to surrender."
Für uns ist natürlich vor Allem das Defence Scheme für September interessant, werde ich diese Woche mal sorgfältig auswerten.
mfG,
Gerard

Knouterer

Zitat von: Bergedorf am 05 Juli 2012, 15:23:13
Moin,

ich habe ein paar Neuigkeiten zum Thema Küstenbatterien herausgefunden:

Nach einer Anlage zur Operation NAPOLEON des Dover Commands vom 4.10.1940 waren die Batterien zwischen Mill Point und Dungeness:

412 Bty: Millpoint - 4-5,5"
340 Bty: Hythe - 2-6"
415 Bty: Greatstone - 2-6"
358 Bty: New Romney - 2-6"
MNBDO: Dungeness (East) - 3- 6"
374 Bty: Dungeness (West) 2-4,7"

Also keine Batterie in der Dymchurch Redoubt!

Nach dem WD der 45th Div scheint es auch so, das die 3rd Ind Coy (nicht 5th sic!) nach Dungeness Point ging und nicht in die Redoubt. Dafür scheint das gesammte Commando in Littlestone gewesen zu sein.

Ich habe ferne nunmehr die Patrouillien-Liste des Dover Command. Sehr Interessant. Grundsätzlich würde ich die Karte gerne hier reinstellen, habe aber Bedenken wegen des Copyrights. Wenn die Mods/Administratoren kein Problem sehen stelle ich das gerne rein.

Gruß

Dirk

Hier zwei Bilder die ich vom Sussexhistoryforum geliftet habe. Erstes is 1981 von JohnG geschossen, man erkennt im hintergrund Dymchurch Redoubt. Auf dem Dach des "lookouts" wurde wie man sieht im 2. WK eine Scheinwerferstellung für eine Küstenbatterie aufgebaut.
Zweites Bild: Aufnahme von Anfang Sept 1940 (von der Polizei oder im Auftrag der Polizei fotografiert kurz nachdem diese vier schusselige deutsch/holländische Spionen da gefasst wurden)
Wenn ich mich nicht stark irre, ist das da im Hintergrond der gleiche Lookout, aber ohne Searchlight-Aufbau. Sieht also in der Tat so aus als ob es da keine Batterie gab zu dem Zeitpunkt. Andererseits schliesst das nicht aus dass es irgendwo zwischen Hythe und St Mary's Bay (beide hinreichend belegt) noch eine Batterie gab.

Knouterer

#509
Zitat von: Knouterer am 27 Oktober 2012, 10:53:03
Für uns ist natürlich vor Allem das Defence Scheme für September interessant, werde ich diese Woche mal sorgfältig auswerten.
mfG,
Gerard
Hier dan mal erste Ergebnisse, habe ich gerade auf kent&sussexhistoryforum gepostet in der Hoffnung das jemand mehr weiss:
In the context of discussions about the feasibility of operation Sea Lion, the planned German invasion of England, I have tried to draw up an inventory of the forces available to the Dover Garrison at the end of September 1940, the most likely time window for an invasion, assuming of course (for the sake of argument) that the Germans had somehow achieved air supremacy over Southern England and the Channel.

The following list is based on the Dover Defence Scheme (hereinafter DDS) dated 24.9.1940 annexed to the War Diary of the Dover Garrison (WO 166/1343). Units listed tally with the 1st (London) Division Location Statement of the same date. I have added some data from other War Diaries published on this website and elsewhere.
Corrections, suggestions and additional info most welcome! I should add that I have never been to Dover and have no local knowledge whatsoever.

9th Bn The Green Howards (defending Western Heights and northern perimeter)
50th (Holding) Bn Queen's Own Royal West Kent Regiment (coastal sector south of Folkestone Road)
3rd (Training) Bn Irish Guards (Citadel, Grand Shaft Barracks)("training" by the way does not mean raw recruits, they had already been through basic training at the Regt Depot).
15th Royal Fusiliers (HQ + 2 rifle Coys – northeastern perimeter, Duke of York's School)
A Coy 6th (Home Defence) Buffs (eastern perimeter)
F Coy 6th (HD) Buffs (in St. Margaret's)
No 5 Commando (in St. Margaret's, 500 men in 10 troops)
5 Fd Tng Regt RA – 9 x field guns (type?) + 1 x 4.5" howitzer
34 Sig Tng Regt RA – 2 x field guns (type?)
75 AA Regt RA 
Lt AA units RA (not identified)
468 AA Coy RE (?) (Kearsney)
961 Sqd RAF (barrage balloons, strength about 360)
468 Bty (S/L) RA
520 Coast Regt (strength 12 Off + 246 OR on 31 Aug.)
  Battery A (Citadel, 2 x 9.2in)
  Battery B (Pier Turret, 2 x 6in)
  Battery C (Pier Extension, 3 x 12pdr).
519 Coast Regt
  Battery A (Breakwater, 2 x 6in + 1 x twin 6pdr)
  Battery B (Eastern Arm, 2 x twin 6pdr)
  Battery C (Langdon Bty, 2 x 6in – this bty is usually listed as having 3 guns, possibly 1 not operational at that date for some reason)
414 Coast Bty (Emergency Battery on Western Heights, 2 x 6in, administratively attached to 520 CR, strength 4 Off + 134 OR on 19 Sept.)
411 Coast Bty (St Margaret's, 4 x 5.5in, part of 540 CR)
(418 (Knuckle) Bty in the harbor, 2 x 4in, was installed September but probably not yet operational – listed in amendments to the DDS dated 17 Oct.)
Demolition Det. T.B. RE
Signals, RASC, RAOC, RAMC, etc.
plus
R.M. Siege Regt in St. Margaret's – 2 batteries of 2 troops each. 14" gun ("Winnie"), 40 mm Pom-Pom AA guns
RN personnel stationed in Dover (shore base HMS Lynx)

Home Guard: Company C (Dover) of the 8th Kent (Cinque Ports) Battalion, 8 platoons listed, defending the town and harbor. Also some sections of the Lyminge HG Battalion around the perimeter (St Margaret's,  West Hougham, Kearsney).

Notes:

1.   At a conservative estimate, counting 800 men for an inf bn, 600 for an art regt, and so on, the conclusion must be that the army garrison was some 8000 strong, and it may well have been more. There were at the time many shortages of equipment, but not of men and rifles, so there was a tendency to cram more men into existing units. Some infantry battalions, like the 1st Royal Irish Fusiliers at Rye, had five rifle companies instead of four.

2.   The possibility of an attack on the harbor by fast motor boats carrying commando units (the Brandenburger Regiment) is sometimes mentioned, and the Germans seem to have considered it, but it would seem that any such attack would have been suicidal. The twin 6pdrs alone – the latest addition to the Coast Artillery arsenal – could spit out 36 rounds per minute per barrel, or even more according to some sources, and would have reduced any attacking motor boats to matchsticks, as they did during an Italian attempt against Malta in 1941. There were AA machine guns and Bofors guns on the breakwater as well (possibly also naval Pom-Poms?), and behind that there were no less than 16 pillboxes along the waterfront (mostly manned by Home Guard and naval personnel). In any case, there would be no point in taking the harbor as long as the surrounding heights were not cleared of British troops.

3.   On the landward side, the boundary of the area for which the garrison was responsible was some 9-10 miles long, but the forward defence line was further back so the actual defended perimeter was about 5-6 miles (rough estimates).  The Dover area was Sub-Area A.5, under the operational control of 1st London Division, adjoining Sub-Areas A.4 (Shorncliffe, defended by the Shorncliffe garrison), A.2 (2 Lon Inf Bde, HQ in Postling) and A.6 (Deal, Royal Marines). St. Margaret's seems to fall (partly?) outside Sub-area  A.5 on the map annexed to the DDS but the defences are nevertheless fully described. According to the DDS: "The landward defences comprise a series of section posts, the majority of which are cement or brick pillboxes. These posts form platoon localities to cover all tactical approaches to DOVER. These localities are surrounded by defensive wire and each locality is connected up by tactical wire, thus ensuring a continuous belt of wire round the entire perimeter." On the eastern side, the defences were linked to the "Corps Line" of XII Corps (from the Castle along the railway line to Canterbury), which however in the context of "Sea Lion" was facing the wrong way.

4.   If the outer perimeter had been overrun, the plan was to withdraw all units, including RN and RAF, to inner defensive positions (the same idea as the "keeps" in the "Nodal Points"). These were X (Castle, commanded by the O.C. 34th Sig Trng Regt RA), Y (Fort Burgoyne, O.C. 5th Field Trng Regt RA) and Z (Citadel and GS Barracks, senior Commanding Officer of either the IG or the RWK as the case might be).

5.   Field artillery: To quote the DDS: "Owing to the small number of guns available, the lack of other facilities, and the great extent of the DOVER perimeter, no C.P. or defensive shoots will be undertaken and Targets of Opportunity only will be engaged from previously prepared positions." There are 14 prepared gun positions listed (12 for single guns and 2 for two guns each), however three of these apparently had no guns assigned initially and would be occupied "as ordered" for a last ditch stand in the center of town, such as the emplacement at map reference 756598 with the fire task to "shoot up Maison Dieu Road and crossroads". Apart from the one 4.5" howitzer, gun types are not specified – possibly American 75 mm guns? There were also 2 x 6pdr guns near Fort Burgoyne, probably in pillboxes as part of the Corps Line.

6.   AA artillery: mainly 75 HAA Regiment, a territorial unit. I am having some difficulty sorting out what was where, sources are contradictory.  For HAA, the DDS lists only 4 x 3.7in at map reference 791611 (Wanstone Farm, I think) and 2 x 3in. Other guns listed include: 8 (or 9?) Bofors, 2 "H-S guns" (presumably 20 mm Hispano-Suiza) and 16 LMGs (probably Lewis). A location statement of 6 AA Division in Kent from mid-August shows quite a few more HAA sites around Dover, but it may be that the guns were withdrawn to defend London.

7.   Medium Machine Guns (Vickers): Only two sections (of 2 guns each?) are listed, one covering the harbor from a tunnel above the Eastern Arm, one covering Shakespeare Beach. (on the 25th of September, the 4th Cheshires, a MG battalion, was ordered to Dover and they are listed in the amendments to the DDS dated 17 Oct.)

8.   Minefields: not mentioned in the DDS as far as I can see.


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