der deutsch- spanische Krieg von April 1897

Begonnen von kaimarex, 03 November 2013, 13:53:37

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Spee

Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

ede144

Dann bleibt nur ein kurzer schneller Krieg mit entscheidenden Siegen. Am Besten nur eine Seeschlacht nach Mahan.

Ob das funktioniert ist schwierig. Landoperationen in Spanien sind militärisch schwierig und politisch nicht möglich. Da wird Frankreich ein Wörtchen mitreden.

Leutnant Werner

Also, dann will ich mal...

Schlachtschiffe

NUMANCIA (1863), Breitseitpanzerschiff, 7.200 t, 96 m, 13 Knoten (!), 4 x 16,4 cm SK, 6 x 14 cm SK, 3 x 12 cm SK, Panzerung 12 cm Gürtel (Eisen), liegt 1897 in La Seyne, um neue Kessel und diese Bewaffnung zu bekommen

VITORIA (1865), Zentralbatterie-Panzerschiff, 7.100 t, 96 m, 12 Knoten, 6 x 16,4 cm SK, 6 x 14 cm SK, Panzerung 14 cm Gürtel (Eisen), liegt 1897 zur Neubewaffnung in La Seyne/Toulon

ZARAGOSA (1867), Zentralbatterie-Panzerschiff, 5.500 t, 85m, 8 Knoten, 4 x 23,4 cm, 3 x 17,5 cm, 8 x 16,4 cm, 1 x 12 cm, die größeren alle gezogene Vorderlader, Panzerung Gürtel 13 cm (Eisen). Holzrumpf, kein Gefechtswert.

MENDEZ NUNEZ (1869), Panzerkorvette, 3.400 t, 72 m, 8 Knoten, 4 x 23,4 cm, 2 x 20,3 cm gezogene Vorderlader, Panzerung Gürtel 12,7 cm (Eisen). Holzrumpf, ohne Gefechtswert
.
PUIGCERDA (1874), Monitor, 550 t, 2 x 16,4 cm, 2 x 12 cm in zwei Türmen, Geschwindigkeit = gering, ohne Gefechtswert.

DUQUE DE TETUAN, schwimmende Panzerbatterie, 700 t, 1 x 16,4 cm, 4 x 12 cm, Geschwindigkeit: ohne, ohne Gefechtswert.

PELAYO (1887), Barbette-Panzerschiff, 9.800 t, 102 m, 16 Knoten, 2 x 32,6 cm, 2 x 28 cm, 1 x 16,4 cm, 12 x 12 cm. Wegen Neubekesselung 1897 in Toulon bei La Seyne

Panzerkreuzer

INFANTA MARIA THERESA, VIZCAYA, ALMIRANTE OQUENDO (1890-91), 6.900 t, 110 m, forciert 20 Knoten (in 1897 bestenfalls 15 Knoten), 2 x 28 cm, 10 x 14 cm, 8 x 7,6 cm SK, 8 TR, Panzerung (Compound) 30-25 cm im (dünnen) Gürtel

EMPERADOR CARLOS CINCO (1895), 9.100 t, 115 m, 20 Knoten (forciert), 2 x 28 cm, 8 x 14 cm SK, 4 x 10 cm SK 6 TR, Panzerung (Stahl) 5 cm Gürtel. Dieses Schiff befand sich 1897 in Cadiz in der Ausrüstung und war nicht einsatzbereit

Kreuzer

TORNADO, Kreuzerkorvette, 2.100 t, 67 m, 13 Knoten, 1 x 19 cm, 2 X 16,4 cm, 2 x 12 cm (sämtlich gezogene Vorderlader), TR. Dieses Schiff wurde 1896 außer Dienst gestellt, war aber ein Jahr später zweifellos noch vorhanden. Sie hatte eine leichte Gürtelpanzerung im Bereich der Kessel und Maschinenräume. Kompositbauweise.

ARAGON, NAVARRA, CASTILLA, 3.300 t, 72 m, 14 Knoten, 4 x 15 cm, 2 x 12 cm (ARAGON = 6 x 16,4 cm), 2 TR, eigentlich als Panzerschiffe geplant, aber dann als Holzrumpf-Kreuzerkorvetten mit Schwalbennestern ausgeführt. Sehr begrenzter Gefechtswert.

VELASCO, GRAVINA, INFANTA ISABEL, ISABEL II, CRISTOBAL COLON, DON JUAN DE AUSTRIA, DON ANTONIO ULOA, CONDE DEL VENADITO (1881-87), 1.200 t, 64 m, 13 Knoten,4 x 12 cm, 4 x 5,7 cm, 2 TR, kleine ungeschützte Kolonialkreuzer mit eisernen Rümpfen, begrenzter Gefechtswert

ISLA DE LUZON, ISLA DE CUBA, MARQUES DE LA ENSENADA, Panzerdeckskreuzer von Armstrong/Elswick (1886-90), 1.000 t, 56 m, 14-15 Knoten,  6 x 12 cm, 4 x 5,7 SK, 3 TR, Panzerdeck: 65 mm,

ALFONSO XII, REINA CHRISTINA, REINA MERCEDES (1887), ungeschützte Kreuzer, aber Eisenbau mit wasserdichter Unterteilung, 3.050 t, 85 m, max 17 Knoten, 6 x 16,4 cm in Schwalbennestern, 8 x 5,7 cm SK, 5 TR. Relativ kampfstarker Entwurf für den Kolonialdienst.

ALFONSO XIII, LEPANTO (1891-92), Panzerdeckskreuzer, 4.700 t, 97 m, 20 Knoten (forciert), 4 x 20,3 cm, 6 x 12 cm, 6 x 5,7 cm SK, 5 TR, Panzerdeck 25-120 mm Stahl

Torpedokreuzer/Torpedokanonenboote

DESTRUCTOR (1886),  gepanzertesTorpedokanonenboot, 350 t, 59 m, service speed 20 Knoten, 1 x 10 cm, 4 x 5,7 cm, 5 TR, Panzerung 20 mm im Bereich der Maschinenräume

TEMERARIO, NUEVA ESPANA,  GALICIA, MARQUES DE MOLINS, MARTIN ALONZO PINZON, RAPIDO, VINCENTE YANEZ PINZON (1889-1891),gepanzerte Torpedokanonenboote, 560 t, 58 m, 19 Knoten forciert (1897 = 13,5 Knoten), 2 x 12 cm (in Schwalbennestern), 4 x 5,7 cm SK, 2 TR, Panzerdeck 13 mm über Kesseln und Maschinenräumen.(Galicia war1897 noch nicht an Venezuela verkauft)

FILIPINAS (1892), Torpedokanonenboot,  750 t, 71 m, ursprünglich 20 Knoten (1897 = 15 Knoten), 2 x 12 cm, 4 x 4,7 cm SK, 4 TR

DONA MARIA DE MOLINA, MARQUES DE LA VITORIA, DON ALVARO DE BAZAN (1896-97) Torpedokanonenboote mit gepanzertem Kommandoturm, 830 t, 72 m, 17,5-19 Knoten, 2 x 12 cm SK, 4 x 4,7 cm SK, 3 TR

Torpedobootszerstörer

FUROR, TERROR (370 t, 1896) sowie recht ähnlich AUDAZ, OSADO, PLUTON, PROSERPINE (400 t, 1897), 67m, 28-30 Knoten max. , 2 x 7,6 cm, 2 x 5,7 cm, 2 TR

Torpedoboote

etwa 10, ohne Gefechtswert

Kanonenboote

1 x JORGE JUAN (1876), 920 t, 3 x 16,4 cm
1 x FERNANDO EL CATOLICO (1875), 500 t, 1 x 16,4 cm
4 x GENERAL CONCHA Klasse (1883-85), 500 t, 3 x 12 cm
und vieler kleinere ohne jeglichen Gefechtswert

BEWERTUNG:

Auffällig ist, dass sich von der hoffnungslos überalterten Panzerflotte der Spanier die drei kampfstärksten Kandidaten in 1897 in Toulon bei La Seyne zur Überholung befinden. Gerade die mit Canet-Monsterkanonen ausgerüstete PELAYO darf aber nicht überschätzt werden. Die Kanonen (auch die 28 cm) feuerten nur sehr langsam und der Panzerschutz war lächerlich. Das Schiff hätte im Gefecht nach kurzer Zeit gebrannt wie Zunder, gerade so wie die Panzerkreuzer vor Santiago.
Bis auf Emperador Carlos, der noch in der Ausrüstung ist, sind die Panzerkreuzer in einem jämmerlichen Zustand. Der Garibaldi-Panzerkreuzer ist noch nicht zugelaufen.
Alle anderen Kreuzer sind im Kolonialdienst um den Erdball verteilt und vermutlich ebenfalls in einem jämmerlichen Zustand.
Auffallend stark ist die Torpedoträger-Bewaffnung der spanischen Flotte. Da aber weder an den Geschützen, noch an den Torpedorohren geübt wird, da dafür kein Geld da ist, ist der Ausbildungsstand sehr schlecht. Vor Santiago de Cuba gingen praktisch alle Salven drüber. Von den fantastischen neuen Zerstörern vom "Yarrow"-Typ haben die Spanier dort keinen Gebrauch gemacht. Mit deutschen Besatzungen wäre da gegen die Blockadeflotte vor Santiago so einiges gegangen, unausgebildete Spanier haben keinen Nutzen aus diesen starken kleinen Schiffen gezogen.
Almirante Cervera war wirklich ein armer Teufel. Aber die Spanier haben ihre Lehren gezogen. Im Bürgerkrieg waren die dann ziemlich taff.


Karsten

Zitat von: Urs Heßling am 04 November 2013, 11:47:45
moin, Karsten,

Zitat von: Karsten am 04 November 2013, 10:01:55
Gewinnen kann Deutschland nur, wenn es seine Armee in Spanien einsetzen kann. Dazu ist eine Landung starker deutscher Armeeverbände an den spanischen Küsten erforderlich. Wellington hat dies im Krieg gegen Napoleon mit den damaligen Mitteln vorgemacht.
(1) Aber nicht gegen den Willen der Spanier !
(2) Meines Wissens hat Wellington seine Truppen in einem von ihm beherrschten Gebiet (Lissabon) an Land gebracht, also keine Landung gegen Widerstand durchgeführt.
(3) Einen Landkrieg und besonders einen Sieg im Landkrieg halte ich für von vornherein aussichtslos. Wer, bitte, hat denn den Begriff "Guerilla" geprägt ?

Gruß, Urs

@ Urs:

ad 1/2:
Da hast Du Recht. Mein Fehler bzw. meine Ungenauigkeit.

ad 3:
Interessante Frage. 1870/71 konnten die Deutschen Frankreich "besetzen"/besiegen. Meine beiden oben gemachten Kernaussagen sind:

1. Für einen Sieg über Spanien genügt ein Seesieg allein nicht. Es muss ein Sieg zu Lande dazukommen.
2. Deutschland ist 1897 nicht in der Lage, ein für einen Sieg gegen eine europäische Großmacht ausreichend starkes Armeekontingent über See zu transportieren und an feindlicher Küste/in einem feindlichen Hafen anzulanden

Sollte Deutschland doch einen ausreichend starken Truppenverband an Spaniens Küsten landen können, habe ich keine Ahnung, ob dieser gegen die spanische Armee und/oder Irreguläre erfolgreich wäre. Kann Spanien den Guerilla-Kampf immer erfolgreich einsetzen? Da sind wohl Armee-Experten gefragt ...
Viele Grüße,

Karsten

Leutnant Werner

Karsten,

amphibische Landungen gehen auch ohne amphibische Landungsfahrzeuge :-D

Die kaiserliche Marine schlägt die spanische. Dann wird ein Hafen weggenommen. Dann erinnern wir uns alle, Karsten, dass Deutschland bereits zu diesem Zeitpunkt die zweit- oder drittgrößte Handelsmarine hat, und dann, Karsten, ist klar, dass Du gerade eben Bullshit verbreitet hast.

In dem Kaimarex-Szenario fressen die Deutschen die Spanier mit Haut und Haaren, zumal der Großteil des (schlecht ausgebildeten) spanischen Heeres mit 150.000 Mann auf Kuba steht.

Nur mal als Hinweis...

Karsten

Zitat von: Leutnant Werner am 04 November 2013, 13:41:36
Bullshit

Ich liebe sachliche Diskussionen, die von einem respektvollem Umgang miteinander geleitet werden!  :-D


Aber zur Sache - ich will ein paar Eckdaten als Denkanstoß geben:

Beim deutsch-französischen Krieg 1870/71 standen im März 1871 rd. 500.000 deutsche Soldaten in Frankreich im Feld (Quelle: wiki - mehr habe ich auf die Schnelle nicht gefunden). Wieviele deutsche Soldaten braucht man in Spanien? 200.000? 300.000? 400.000? Ebenfalls 500.000? Oder mehr? Keine Ahnung. Aber sicherlich nicht nur ein paar Hundert oder Tausend wie bei einem Kolonialeinsatz in der Südsee oder in Afrika.

Das deutsche Expeditionskorps im Boxer-Aufstand (20.000+ Mann) wurde auf 18 Dampfern in 8 Staffeln nach China geschickt (Quelle: Homepage des DHM). Also pi mal Daumen 1.000 Mann pro Dampfer. Das deckt sich mit den Zahlen beim Unternehmen Albion, bei dem allerdings durchschnittlich etwas weniger Soldaten an Bord waren (die wegen der nur kurzen Überfahrt sogar dichter gepackt werden konnten). Klar ist natürlich auch, dass das alles von der Größe der verfügbaren Dampfer und der mitgeführten Ausrüstung (Pferde, Kanonen, Wagen etc.) abhängt.

Der gesamte Nachschub nach Spanien müsste auch über See laufen. Ob eine Versorgung aus dem Land (Verpflegung vielleicht, militärische Ausrüstung eher weniger) möglich ist, wage ich zu bezweifeln.

Wieviele Dampferfahrten von Deutschland nach Spanien benötigt man also? Wohl eher Hunderte als nur Dutzende. Und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Durch den Ärmelkanal unter den Augen der kritischen Briten und Franzosen hindurch. Prost Mahlzeit! Das schafft auch die tolle deutsche Handelsmarine nicht. Ich wiederhole mich: Eine überseeische Expedition in diesem Ausmaß war deutscherseits nicht leistbar - die fehlenden Landungsfahrzeuge sind dabei völlig egal und nebensächlich.

Ich lasse mich aber gerne mit guten Argumenten eines Besseren belehren.
Viele Grüße,

Karsten

bodrog

Kleine Zwischenfrage - wie war den so die innenpolitische Sitiation in Spanien? Hätten sich die Spanier für ihre Monarchie aufgeopfert?!? Und zum nächsten: warum sollte man das ganze Land besetzten wollen - das leuchtet mir jetzt nicht ein (taktische Vorstellungen dieser Zeit gehen doch wohl noch eher von Kabinettskriegen aus... also Entscheidungsschlacht und Verträge! Ludendorff (mal abgesehen das er 1887 zum Seebataillon versetzt war) sitzt zu dem Zeitpunkt in Magdeburg und grübelt nicht über den "totalen Krieg" sondern läßt Rekruten schleifen!

MfG

Trimmer

Karsten - ich denke aber das man zu dieser Zeit die Franzosen außen vor lassen kann. Die haten noch an 70/71 zu knauen. Eine Invasion kann ich mir aber auch nicht vorstellen

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

bodrog

ich sage nur Faschoda, die Nachwehen von Boulanger und is nicht gerade auch Dreyfuss

Langensiepen

Von Onkel Dittmeyer und Valensina  Werter Herr Klein ! Nehmen Sie das ja nicht so leicht. Ein Volk ohne Abbelsine ist wie eine Marine ohne Dönitz , ergo: nix wert.
Dittmeyer & Co. holten heute wie damals ihren Fruchtsaft aus Marokko , was ja bekanntlich Frankreich war.
Ne, ne: Wenn schon Krieg gegen Spanien dann mit B-Schiff vorne wech ,ie Bundesmarine achter nach und Ekke und seine Infanterie mit Hurra an Strand.
Und ich bemühe mich euch an das Beschäftigen mit der echten wahren Kaiserlichen Marine zu führen und ihr macht hier son Kram  ...schämt euch ! :cry:

kaimarex

Zu Kabinettskrieg und ängstlichen Franzosen :
Im Tagebuch von Kronprinz Friedrich, hrsg von W. Baumgart 2012 wird über die 1885er Yap- Frage geschrieben: - 4. Sept : traf die Nachricht ein, daß wir die Insel Yap besetzt hätten, worüber( in Spanien) große Bestürzung eintrat, nebst Angst vor Revolution.
- 10. Sept :Telegramm aus Madrid, daß heute Antwort auf unsere Note abgeht und daß Span. Ges Gf. Benomar eine offizielle Entschuldigungsnote übergeben wird.
In Barcelona fängt öffentl. Meinung an sich zu beruhigen u. wendet sich gleichzeitig gegen Republikaner wie Franzosen.
- 11. Sept: Alfonso( KÖNIG) sagt heute an Gf. Dubsky ehe er Krieg in Deutschland führe, danke er lieber ab.
21. Sept : Bismarck hatte heut Unterredung mit Benomar in Berlin; er will die Sache friedlich beilegen, um dort die Monarchie zu halten u. unseren Handel wg. eines so geringfügigen Objekts nicht zu schädigen. Wiewohl Spanien das beantragte Schiedsgericht abgelehnt, schlägt Bismarck den Papst als Schieds Richter vor, wodurch ersteres in seinem Beharren gestört wird.

Die Spanier erlaubten sich also Szenen der Volksempörung( Fahnen verbrennen, Fenster einwerfen ?), die Entschuldig- Schreiben nötig machten. Da gab es welche , die den dt- freundl. König absetzen wollten, die eine Republik wollten, evtl im Bündnis mit FR ?
Falls Alfonso das IN erst gemeint hat, dann steht MINDESTENS FR kriegsbereit, ohne die kommt span Armee nicht nach Deutschland. Falls sich Franzosen ja vor Moltke fürchten, MUSS NOCH EINE GROSSMACHT Interesse gezeigt haben an " in ". Die angebliche  Preußenfreundschaft in Petersburg war zu der Zeit schon 5 Jahre und mehr gespannt, die ungedankte Vermittlung- Kongreß Juli 78  ! ( 19. Aug 79 : Kaiser Alexander beschwert sich, daß D mit Oesterreich stimmt in Ost Rumelischen Grenzfrage...  In Wirklichkeit lassen Bismarcks Erfolge den alten eitelen Gecken Gortschakow nicht ruhen u. er sucht  nur nach Gelegenheiten uns ein Bein zu stellen, während das Nihilsten Wesen der Russen so arg wird, daß sie einen Ableiter im Ausland suchen wollen ! ).
Der Friedrich, der mit Bismarck sonst tw. heftig verfeindet ist, stimmt hier schon mit Bismarck überein, der auch Gortschakow als Grund sieht !

Ja, also Spanien kann sich mehrerer Helfer bei Konflikten sicher sein und ein Verhalten zeigen, das man einer "  starken Großmacht, einer halb Hegemon- Macht" gar nicht zeigen kann.
Hätten ja  des " wir waren früher in Yap " mal in der Tonart " wir waren früher auf Falkland" anstimmen können ! Waren aber klug genug den Unterschied von einer Macht, eingeklemmt von 5 anderen Mächten und einer freien Macht, geschützt durch Billionen t flüssiges H2O, zu bemerken.
Und wenn schon 1885, wie dann erst 1897 ! DT-Ruß Verträge abgelaufen, Bündnis FR + Ruß,
Nix mehr Kronprinz, Schwiegersohn von Queen Victoria und Freund von Alfonso12, sondern
Willy II, der seiner Mutter vorwirft, IHR ENGL. Dünkelgefühl wär Mitschuld am Krebstod ihres Mannes, der gleich am ersten Tag das Potsdamer Schloß umstellen lässt, damit sie nix beseite schafft, was bei OMA und ONKEL bestimmt voll ankommt, der vor allem Jan 96 die Krüger- Glückwunsch Adresse unterschreibt.

Ein deutscher Generalstabsoffizier 1910 nach Gesprächen mit brit.Generalen, deren Angst vor Aufständen in Indien und Ägypten und der Gefahr der Invasion" Man erwartet also von Deutschland dasselbe Verhalten, daß man von England erwarten müßte."

Der preußische Militärgeist hat eine schwache Stelle: die Neigung zur Schablone

Huszar

Moin, Moin,

Ihr plant hier doch nicht den ersten Weltkrieg, nur 17 Jahre früher?!?
Wenn schon, dann auch bitte die Türkei, Ö-U, Italien, Japan und die USA mitnehmen  :-P

Wenn schon Reaktionen, dann sieht euch die vom sp-ami-Krieg kaum ein Jahr später an.

mfg

alex
Reginam occidere nolite timere bonum est si omnes consentiunt ego non contradico
1213, Brief von Erzbischof Johan von Meran an Palatin Bánk von Bor-Kalán

Urs Heßling

#27
moin, Bernd,

Zitat von: Langensiepen am 04 November 2013, 17:57:11
.. wie damals ihren Fruchtsaft aus Marokko , was ja bekanntlich Frankreich war.
1897 ?  .. beeinflußt: ja, aber unabhängig, besetzt/verwaltet: nein (erst 1906/1911/1912)

Zitat von: Langensiepen am 04 November 2013, 17:57:11
Und ich bemühe mich euch an das Beschäftigen mit der echten wahren Kaiserlichen Marine zu führen
Ja, und DANKE  top :MG: dafür, aber ...

... die gab es, inclusive ihres zum überwiegenden Teil Willy-Zwo-hörigen Offizierskorps (Schimpfen nicht vergessen  :-D) schon vor 1914 ..
Die Wurzeln für "Wie die Flotte zerbrach"(Stumpf) waren schon vor 1914 im Boden.

Zitat von: Langensiepen am 04 November 2013, 17:57:11
...schämt euch ! :cry:
Nö. Die Diskussion und das Bemühen um Fakten gefallen mir.

Zitat von: kaimarex am 05 November 2013, 00:42:49

Willy II, der seiner Mutter vorwirft, IHR ENGL. Dünkelgefühl wär Mitschuld am Krebstod ihres Mannes, der gleich am ersten Tag das Potsdamer Schloß umstellen lässt, damit sie nix beseite schafft, was bei OMA und ONKEL bestimmt voll ankommt, der vor allem Jan 96 die Krüger- Glückwunsch Adresse unterschreibt.
Er hat das von Marschall und Kayser verfaßte Telegramm nicht nur unterschrieben, sondern den Text auch so redigiert, daß er zum Affront wurde (Qu.: Massie, Dreadnought)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Karsten

Meine Ideen, das Szenario weiterzuentwickeln:

Stichwort "Kabinettskriege": Es ist klar, das Spanien für einen Siegfrieden nicht komplett von den Deutschen besetzt werden muss. Das ist 1870/71 in Frankreich ja auch nicht geschehen. Aber nur eine für Deutschland siegreiche Seeschlacht alleine genügt auch nicht, um die Spanier zum Abschluss eines für Deutschland günstigen (Reparationszahlungen Spaniens an Deutschlands, Abtretung spanischer Kolonien an Deutschland und was Diplomaten halt sonst noch so einfällt; Stichwort "Kriegsziele")  Friedensvertrags zu bewegen.

Ich könnte mir aber folgendes vorstellen:

1. Stufe
Deutschland erlangt durch eine siegreiche Seeschlacht oder ähnliche Maßnahmen (Blockade in Häfen etc.) gegen die spanische Flotte die Seeherrschaft um Spanien herum, zumindest aber an der Biskaya- und Atlantikküste. Sollten im Mittelmeer noch nennenswerte spanische Marineeinheiten stehen, werden diese bei einem Ausbruchsversuch in den Atlantik durch deutsche Kriegsschiffe an der Straße von Gibraltar abgefangen.

2.Stufe
Deutschland nutzt die Seeherrschaft zur Landung starker Truppenkontigente an der spanischen Nordküste (Mittelmeerküste ist zu weit weg). Hierfür bieten sich die Hafenstädte San Sebastian, Bilbao, Santander, Gijon und A Coruna an - entweder nur eine der Städte, mehrere oder sogar alle. Dadurch soll Spanien zum Friedensschluss gezwungen werden. Lenkt Spanien noch nicht ein, wird von dem oder den besetzten Hafen/Häfen der Vormarsch auf Madrid angetreten. Dafür bietet sich - wie im Boxer-Aufstand - der Marsch entlang einer Eisenbahnverbindung und Ausnutzung derselben für Transport und Nachschub an.

Zu klären/prüfen wäre für die 2. Stufe u.a.:

Welche der genannten Hafenstädte sind 1897 schon leistungsfähig für die Ent- und Beladung große Dampfer?
Welche der genannten Hafenstädte sind 1897 schon mittels einer Eisenbahnstrecke mit Madrid verbunden (ganz oder zumindets über große Strecken)?

Wie stark ist die spanische Armee in Spanien? Wie stark sollte demnach das deutsche Expeditionskorps sein (1. Staffel zur Besetzung der Hafenstädte, Verstärkung zum Vormarsch auf Madrid)?

Wieviel Schiffsraum benötigen Transport und Versorgung des deutschen Expeditionskorps?

Entfernung ...
... San Sebastian - Burgos - Madrid: 450 km
... Bilbao - Burgos - Madrid: 400 km
... Santander - Burgos - Madrid: 450 km
... Gijon - Benavente - Madrid: 470 km
... A Coruna - Benavente - Madrid: 600 km
(alles gerundet und mehr oder weniger Luftlinie, keine Berücksichtigung des Wegenetzes von 1897)

Zum Vergleich: Entfernung Tientsin - Peking 180 km
Viele Grüße,

Karsten

Karsten

Zur Lektüre sicherlich interessant:

BAMA RM 5/1537 - 1565: Admiralstab der Marine, Nachrichten über fremde Länder: Spanien (Baumdiagramm-Ziffer 4.1.14.12)

BAMA RM 5/1599: Admiralstab der Marine, Möglichkeiten zur Seekriegführung gegen Spanien (Link: http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/RM5-30537/druckansicht.htm , Baumdiagramm-Ziffer 4.1.15)
Viele Grüße,

Karsten

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