Krise Ukraine/Krim

Begonnen von Albatros, 28 Februar 2014, 20:08:57

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AND1

Der Zeitpunkt war lange Vorbereitet worden genau nach Sotchi-Spielen. Bis 1954 war die Krim Russisch bis Nikita C. sie die Ukraine zuschlug wo er auch herkam. Probleme die sie selbst lösen müssen. Hatte vor iner lange Zeit (xxJahre) mal gewettet das sich Putin den Militärstützpunkt und die Krim wieder holen würde. :MZ:

Albatros

Zitat von: Götz von Berlichingen am 06 März 2014, 09:20:34

Spielst Du jetzt hier den Blockwart?


Was hast Du denn für ein Problem?

Jochen und Holger sehen das glaube ich ziemlich entspannt, wie man es ihren Antworten auch entnehmen kann.

Zugegeben ich bin ziemlich Neugierig und mitunter auch etwas direkt aber ich meine nicht unhöflich.

Dies ist hier ein öffentliches Forum, wenn man da etwas postet sollte man auf Nachfragen gefasst sein, zu meinen Themenstarts und Beiträgen die ich hier poste kann mich gerne jeder befragen und wie allgemein bekannt bin ich nicht verlegen meine Meinung zu vertreten, dies habe ich bei Holger und Jochen auch vermutet und daher war für mich die Anfrage auch nicht unangemessen .

Zur Krise Ukraine/Krim, die Lage wäre natürlich deutlich entspannter wenn a) die Sache der ganzen Welt am A.....vorbei gehen würde oder b) alle denken würden, dass hätte ich an Putins stelle auch so gemacht........ :MZ:

:MG:

Manfred

olpe

Hallo,
in einem russischen Marineforum diesen VideoClip gefunden:

"OCHAKOV" versenkt (den roten Cursor nach links schieben ...)

Nach einem Blick in GoogleEarth auf die Einfahrt von Donuslav (zur ukrainischen Marinebasis "Süd" Novoozerne liegt das Wrack wohl innerhalb der Schutzmolen zum Donuslavsee mitten in der Fahrrinne ...

Im Forum wurden die blockierten ukrainischen Einheiten genannt:
- Korvette "VINNITSA" (Корвет "Винница" U206)
- Hochsee-Minensucher "CHERNIGOV" (Морской тральщик "Чернигов" U310)
- Hochsee-Minensucher "CHERKASSY" (Морской тральщик "Черкассы" U311)
- Reede-Minensucher "GENICHESK" (Рейдовый тральщик "Геническ" U360)
- Mittleres Landungsschiff "KIROVOGRAD" (Средний десантный корабль "Кировогра" U401)
- Großes Landungsschiff "KONSTANTIN O'SHANSKIY" (Большой десантный корабль
   "Константин  Ольшанский" U402)
- Feuerlöschboot "EVPATORIYA" (Противопожарный катер "Евпатория" U728)
- Transporter "GORLOVKA" (Транспорт "Горловка" U753)
- Hochseeschlepper "KOVEL'" (Морской буксир "Ковель" U831)
- Anti-Diversionsboot "FEODOSIYA" (Противодиверсионный катер "Феодосия" U240)
- Torpedofangboot "KHERSON" (Катер-торпедолов "Херсон" U891)
- Schleppboot "NOVOOZERNOE" (Буксирный катер "Новоозерное" U942)
Grüsse
OLPE

Baunummer 509

Woher haben eigentlich die Selbstverteidigungskräfte der Krim ein russisches Kriegsschiff der Kara Klasse? eBay?
Laut Wiki ist die Projektbezeichnung der Kara Klasse übrigens: Projekt 1134B Berkut B (russisch Беркут Б, deutsch: Steinadler B).

Wie passend - oder auch nicht (wenn sie gar nicht geschossen haben sollten)!

Gruß

Sebastian


maxim

Die Ochakov liegt seit 2000 auf und sollte ursprünglich überholt werden. Das wurde gestoppt und das Schiff wurde 2011 gestrichen. Seither lag das abgerüstete Schiff herum und sollte eigentlich verschrottet werden.

Siehe auch die oben von mir verlinkten Fotos.

Natürlich war dies keine Aktion von irgendwelchen russischen Milizen, sondern eine des russischen Militärs selbst - wie alles andere, was dort als Selbstverteidigungskräfte dargestellt wird.

Urs Heßling

#95
moin,

Zitat von: olpe am 06 März 2014, 22:20:57
Nach einem Blick in GoogleEarth auf die Einfahrt von Donuslav (zur ukrainischen Marinebasis "Süd" Novoozerne liegt das Wrack wohl innerhalb der Schutzmolen zum Donuslavsee mitten in der Fahrrinne ...
Im Forum wurden die blockierten ukrainischen Einheiten genannt:
...
Ganz ohne Zweifel eine "klassische" und geschickte seemännische Aktion (ohne Betrachtung und Urteil zu den politischen Geschehnissen) à la "Zeebrügge 1918" http://de.wikipedia.org/wiki/Raid_gegen_Zeebr%C3%BCgge_und_Ostende
(Link noch ungeprüft)

Aber daß man mit einem Schnellboot nicht daran vorbeikommt, mag ich nicht glauben  :O/Y

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Tostan

Schellboote liegen da ja auch nicht ... denke mal, hauptsächlich die Landungsschiffe sollen blockiert werden.

Urs Heßling

moin

Zitat von: Tostan am 07 März 2014, 12:34:08
Schellboote liegen da ja auch nicht ...
keine Verunglimpfung, bitte  :| :-D ... Schnellboote  :O/Y

Ich dachte an

Zitat von: olpe am 06 März 2014, 22:20:57
Im Forum wurden die blockierten ukrainischen Einheiten genannt:
...
- Reede-Minensucher "GENICHESK" (Рейдовый тральщик "Геническ" U360)
...
- Anti-Diversionsboot "FEODOSIYA" (Противодиверсионный катер "Феодосия" U240)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Hades

Servus
Lothar

Tostan

Zitat von: Urs Heßling am 07 März 2014, 13:20:22
Ich dachte an

Zitat von: olpe am 06 März 2014, 22:20:57
Im Forum wurden die blockierten ukrainischen Einheiten genannt:
...
- Reede-Minensucher "GENICHESK" (Рейдовый тральщик "Геническ" U360)
...
- Anti-Diversionsboot "FEODOSIYA" (Противодиверсионный катер "Феодосия" U240)

)

Das ist ein Schnellboot des Projektes PV1415 "Flamingo". Ein "Anti-Diversionsboot" soll nicht unbedingt schnell sein, sondern die im Hafen liegenden Schiffe vor Sabotageakten schützen .... Maximal schafft es 12kt.

bild: http://vmsu.info/ships/feodosia/feodosia_02_st.htm
Technische Daten: http://russian-ships.info/eng/support/project_1415.htm(Relativ weit unten auf der Seite)

hillus

#100
Hallo,

ein paar Worte zur OCHAKOV, was hier nicht so deutlich zu lesen war.! Sowohl AndreM als auch ich schrieben schon einmal darüber!.

Lieber Maxim, "Die Ochakov liegt seit 2000 auf und sollte ursprünglich überholt werden. Das wurde gestoppt und das Schiff wurde 2011 gestrichen. Seither lag das abgerüstete Schiff herum und sollte eigentlich verschrottet werden.", so einfach war das aber nicht.

Als die Russen merkten, wenn es mit dem Verschrotten von kampfkräftigen Schiffen so weiter geht, bleibt nicht viel übrig vom Ruhm der Flotte.  Und wahrlich waren diese Raketenkreuzer Projekt 1134B Berkut B (russisch Беркут Б, deutsch: Steinadler B) tatsächlich sehr kampfkräftige Einheiten, allerdings in der russischen Klassifizierung als BPK, also Große U-Boot-Abwehrschiffe geführt.
Zunächst war es die KERCH, die komplett wiederhergestellt wurde und auch die OCHAKOV sollte wieder bis 2005 in Dienst gehen. Hier mag aber berücksichtigt werden, das auf dieses Schiff Admiral Igor Kasatonow schützend seine Hände hielt. Wahrscheinlich wäre der Wiederherstellungsprozeß schon eher abgebrochen worden. Er war der erste Kommandant des Schiffes und er behielt es immer in seinem Blickwinkel, wie er in seinen Erinnerungen schreibt.

Die OCHAKOV lag seit 12/1990 als Werftlieger in Sewastopol und sollte den damaligen Plänen nach 2005 wieder in Dienst kommen. Es zeigte sich, dass es wesentlich mehr abgefahren war als ihr Schwesterschiff KERCH, zumal 1993 ein Brand großen Schaden anrichtete und viel Technik vernichtete. Im Klartext heißt das, was nun notwendig erschien, war eine Generalüberholung. Dazu fehlte aber das Geld, denn es herrschte die Zeit der absoluten Finanzknappheit Russlands. Das geplante Ziel der Wiederindienststellung war nicht mehr haltbar.
In selbst auf Fotos kaum feststellbaren Schritten ging der Bau weiter. Das Schiff war nur noch in seinem Torso und den noch vorhandenen Aufbauten erkennbar, alles schön in rostbrauner Grundierung, außer einigen grauen und gelben Farbstellen an Oberdeck.

2008 war es dann soweit, das Schiff wurde aus der Werft "SEVMORZAVOD" in Sewastopol herausgenommen und als Auflieger in die Sewastopoler Trojzkij Bucht geschleppt.
Schließlich kam es am 20.08.2011 zur sehr emotionalen Streichung der OCHAKOV aus der Liste der Kriegsschiffe der Russischen Seekriegsflotte. Admiral Igor Kasatonow ließ es sich nicht nehmen, dem "Hol nieder Flagge" beizuwohnen und die Flagge persönlich einzurollen. Das geschah noch in der Trojzkij Bucht.
Am 05.03.2014 wurde die OCHAKOV mit Schleppern aus Sewastopol herausgeschleppt und nun liegt sie am Ort des Beginns der Berichterstattung.

Das waren meine letzten Zeilen vor einem wohlverdienten Urlaub!

Bis danach!

hillus

smutje505

Hallo Lothar ...mMn besonnen und objektiv geschrieben...
der Artikel auch meine Meinung unterstreicht auch die Sendung Maybritt Illner von gestern Abend


Trimmer

Hallo Jochen - dann Dir einen erholsamen Urlaub. Vielleicht gelingt es Dir sogar mal von dem ganzen Mist etwas Abstand zu bekommen und wenn Du aus dem Urlaub zurück kommst haben wir vielleicht schon wieder den " Weltfrieden "  :-D

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

maxim

Ok, die Ochakov lag also schon seit 1990 auf und sollte eigentlich überholt werden. Was für ein enormer Unterschied!  :-o

schimoba

Wollte zu dem Thema auch einige Gedanken äußern. Das gesamte Problem liegt eigentlich geschichtlich sehr weit zurück. Ich habe in den vergangenen Tagen in einer Sendung folgenden Satz gehört( sinngemäß):" Wem die Ukraine gehört, dem gehört auch Russland". Dieser Satz sagt in meinen Augen sehr viel aus. Sieht man die Bevölkerung an so ist im im Osten mehrheitlich russisch, im Westen des Landes mehrheitlich ukrainisch. Ich selbst durfte vor ein paar Jahren beruflich wegen Urlaubsvertretung in die Ukraine in die Nähe von Ushgorod. Was mir sehr auffiel war schon an der Grenze eine gewisse Korruptheit. Für alles durfte man Hrifni( so die Währung) löhnen. Im Gegensatz dazu in dem anzufahrenden Betrieb sehr freundliche Menschen. Arm und Reich lagen sehr nah bei einander. Und wenn man jetzt Geld über IWF USA oder andere Staaten dort hin schickt, so steckt dahinter eiskaltes Kalkül. Von seitens Deutschland würde ich mich nicht etwas vorsichtig verhalten. Ich gebe deshalb auf die neuernannten Machthaber nicht unbedingt viel. Geschichtlich gesehen war dieser Staat auch ein sehr guter Verbündeter des damaligen deutschen Reiches bis 1945 ( siehe Judenverfolgung usw.). Nur noch eine Episode welche mir mein Vater zu seinen Lebzeiten sagte. Wenn dieser II. Weltkrieg anders verlaufen wäre, so hätte er als damaliger Betreiber einer Landwirtschaft in der Ukraine einen Erbbauernhof erhalten. Ich wäre dann als Erstgeborener der Erbe dieses Hofes gewesen. Ich gebe auf bestimmte Berichterstattungen nicht viel. Mit bestem Gruß schimoba

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